Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte am 1. April 1933. Die Herrschaft der Nationalsozialisten bedeutet für die deutschen Juden von Anfang an eine antisemitische  Politik der Diskriminierung und Verdrängung.

Volksgemeinschaft - Ausgrenzungsgemeinschaft

In Kooperation mit der Universität Flensburg und der Humboldt-Universität zu Berlin veranstaltet die Bundeszentrale für politische Bildung / bpb zu Beginn dieses Jahres zum vierten Mal die Konferenz zur Holocaustforschung. Diesmal thematisch im Fokus: „Volksgemeinschaft – Ausgrenzungsgemeinschaft. Die Radikalisierung Deutschlands ab 1933“. Auf der Konferenz präsentieren internationale Experten im dbb-Forum Berlin den aktuellen Stand wissenschaftlicher Diskurse um Eingrenzungs- und Ausgrenzungsprozesse, die schließlich in die Massenvernichtung mündeten.

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Workshop 7

Angelika Calmez am 29.01.2013

Ein Recht auf die eigene Geschichte

Im Workshop zum Thema "Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen als Beispiel von Volksgemeinschaftsbildung" wird deutlich, dass Menschen mit Behinderungen aktiv in die historisch-politische Bildungsarbeit eingebunden werden sollten. Denn Diskriminierung gibt es auch heute noch.

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Miriam Menzel am 29.01.2013

Entwertung, Ausgrenzung, Totschweigen

"Dich hat man wohl vergessen zu vergasen". So äußerte sich ein Pfleger in den 1980er Jahren gegenüber einem Psychiatriepatienten. Im Interview erzählt die Psychologin und Medizingeschichtsforscherin Christina Härtel wie Ausgrenzungsstrategien des Nationalsozialismus bis heute nachwirken.

Christina Härtel, totgeschwiegen e.V. - Gesellschaft gegen Stigmatisierung psychisch kranker Menschen, im Interview mit Miriam Menzel auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)

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Miriam Menzel am 29.01.2013

Die NS-Propaganda als gescheitertes Projekt

Die Volksgemeinschaft stellte sich nicht über die nationalsozialistische Propaganda her, so Janosch Steuwer, Ruhr-Universität Bochum, im Interview mit Miriam Menzel. Steuwer forscht zu Tagebüchern aus der NS-Zeit und erklärt, warum das Jahr 1939 eine wichtige Zäsur für die nationalsozialistische Gemeinschaft darstellte, wie man mit Leerstellen in Egodokumenten umgeht und wieso seine Quellen auch für Schüler interessant sind.

Janosch Steuwer, Ruhr-Universität Bochum, im Videointerview mit Miriam Menzel auf der 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)

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Workshop 4: "Vom Volksempfänger zu Facebook: Massenmedien – Gemeinschaftsbildung – Widerstand"

Annika Meixner am 30.01.2013

Individuell konform? Die Rezeption von Massenmedien

Es ist ein thematischer Spagat, der sich da in der Überschrift des Workshops andeutet: “Vom Volksempfänger zu Facebook: Massenmedien – Gemeinschaftsbildung – Widerstand“. Wie kann man das Massenmedium Radio, zumal in seiner spezifischen historischen Wirkung zu Zeiten des Nationalsozialismus, in Beziehung setzen zu internetbasierten Sozialen Medien?

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Miriam Menzel am 29.01.2013

"Eine Vielzahl unsichtbarer Aufgaben"

Der Blick auf Geschlechterbilder ist nicht nur für die historische Forschung zum Nationalsozialismus unerlässlich. Warum extrem rechte Gruppierungen auch heute attraktiv auf manche Frauen wirken, welch fatale "Vielzahl unsichtbarer Aufgaben" weibliche Rechte bereits wahrnehmen und wie die politische Bildung auf die Geschlechterbilder der extremen Rechten reagieren kann, erzählt Juliane Lang vom Verein Dissens.

Juliane Lang, Dissens e.V., im Interview mit Miriam Menzel auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)

Aufgrund von Bedrohungsszenarien gegen Einzelpersonen durch Personen aus der neonazistischen Szene wurde dieses Interview ohne Bild aufgezeichnet.

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Impression

Imke Emmerich am 29.01.2013

Die Bedeutung von Geschlecht damals und heute

Welchen Stellenwert hatten Geschlechterrollen in der NS-Politik – welchen haben sie im Rechtsextremismus heute? Und wie kann die gegenwärtige bildungspolitische Arbeit am sinnvollsten mit der rassistischen Instrumentalisierung von Gender umgehen? Darüber berichten drei Referentinnen im Workshop am Nachmittag des zweiten Konferenztages.

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Jaana Müller am 29.01.2013

"Ein Ort der bunt und farbig ist"

Die Jugend ist laut Jan Krebs die Lebensphase, in der Weichen, z.B. für Toleranz und Weltoffenheit, gestellt werden. In seiner Arbeit als Leiter des Projekts 7 x jung – Dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt bei Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland werde versucht, dies über spielerische Übungen zu erreichen. Es gelte, dem grauen Antlitz der Theorie zu entfliehen, um die Vorstellungskraft der Jugendlichen für geschichtliche Ereignisse anzuregen, denn: "Jeder kann etwas tun. Jeder kann Gesicht zeigen."

Jan Krebs, Gesicht Zeigen!, im Video-Interview mit Miriam Menzel auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)

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Workshop 2: "Lebenswelten junger Menschen zwischen Konformitätszwang und Ausgrenzung: Sport und Freizeit".

Imke Emmerich am 30.01.2013

Bildungsarbeit mit Kopf, Herz und Bauch

Wie sah das jugendliche Leben zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus? Wie instrumentalisierten die Nationalsozialisten Freizeit- und Sportangebote für ihre ideologische Arbeit? Und wie sollte pädagogische Bildungsarbeit mit Jugendlichen heute zu diesem Themenkomplex aussehen? Darüber sprachen die Teilnehmer des Workshops "Lebenswelten junger Menschen zwischen Konformitätszwang und Ausgrenzung: Sport und Freizeit."

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Workshop 1: "Ausschlusserfahrungen – Die Perspektive der Nicht-Zugehörigen/Opfer"

Eik Welker am 29.01.2013

Jugendliche für Ausgrenzung sensibilisieren

Im Praxisworkshop "Ausschlusserfahrungen" wird die Perspektive der Opfer von Ausgrenzung aus historischer und didaktischer Perspektive diskutiert. Als Beispiel aus der Praxis wird ein DVD-Projekt vorgestellt, das Schülern die Möglichkeit gibt, sich vielfältig mit Zeitzeugeninterviews auseinanderzusetzen.

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Jaana Müller am 29.01.2013

Zum Opfer gemacht

Laut Dr. Wolf Kaiser, Haus der Wannsee-Konferenz, sind Zuschauer, Täter, Opfer und Helfer keine Personen, sondern Positionen. Im Nationalsozialismus habe es die Möglichkeit gegeben, diese Positionen zu wechseln. Aus Zuschauern hätten so beispielsweise Helfer werden können. Allerdings seien die Spielräume hier unterschiedlich gewesen: Wer von den Nationalsozialisten zum Opfer gemacht worden sei, hätte kaum eine Chance gehabt, diese Position wieder zu ändern.

Dr. Wolf Kaiser, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz Berlin, im Gespräch mit Miriam Menzel (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)

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Programm

Die 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung beleuchtet über drei Tage hinweg den aktuellen Stand wissenschaftlicher Diskurse um Eingrenzungs- und Ausgrenzungs- prozesse. Zum Konferenzthema finden zudem parallele Praxisforen statt. Das Programm finden Sie PDF-Icon hier als PDF

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So kommen Sie zur Konferenz:

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