Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte am 1. April 1933. Die Herrschaft der Nationalsozialisten bedeutet für die deutschen Juden von Anfang an eine antisemitische  Politik der Diskriminierung und Verdrängung.

24.1.2013

Tanja Wille

Tanja WilleTanja Wille (© Tanja Wille)
Tanja Wille hat Germanistik und Bildungswissenschaft studiert. Neben ihrem Studium der Älteren Deutschen Literatur arbeitet sie seit 2012 als Redaktionsassistentin bei der Kooperative Berlin.


Blogeinträge:

Tanja Wille am 30.01.2013

Unbemerkter Wahrnehmungswandel

Welche Interaktionsprozesse eine Gesellschaft zur Ausgrenzungsgemeinschaft verändern, erforscht Prof. Dr. Harald Welzer, Universität Flensburg. Im Interview berichtet er, wie sich aus den gesellschaftlichen Entwicklungen des Nationalsozialismus ablesen lasse, dass sich als stabil wahrgenommene Verhältnisse und fundamentale Orientierungen sehr schnell wandeln können.

Harald Welzer, Professor an der Universität Flensburg, im Interview mit Miriam Menzel auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)

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Tanja Wille am 30.01.2013

Subtilen Antisemitismus thematisieren

Im Interview erklärt Dr. Juliane Wetzel, Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin, dass mit historisch-politischer Bildung nur sehr begrenzt aktuelle Formen des Antisemitismus bekämpft werden können. Häufig würden subtile antisemitische Vorurteile und Äußerungen gar nicht wahrgenommen. Eine stärkere Sensibilisierung auch der Medien für antisemitische Begrifflichkeiten sei erforderlich, um Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf tradierte Stereotype aufmerksam zu machen.

Juliane Wetzel, Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin, im Interview auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung (© Bundeszentrale für politische Bildung)

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Tanja Wille am 30.01.2013

"Sehnsucht nach Gemeinschaft"

Welche Motive Menschen im Nationalsozialismus dazu bewegten, sich der Volksgemeinschaft anzuschließen, erläutert Prof. Dr. Michael Wildt, Humboldt-Universität zu Berlin, im Interview. Das Gefühl von Geborgenheit als akzeptiertes Mitglied eines Kollektivs, aber auch die gemeinsam erlebte Macht über die Gruppe der Ausgegrenzten, seien als elementar für die "Selbstmobilisierung" vieler Menschen in der NS-Zeit zu bewerten.

Michael Wildt, Professor an der HU Berlin, im Gespräch mit Miriam Menzel auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)

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Programm

Die 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung beleuchtet über drei Tage hinweg den aktuellen Stand wissenschaftlicher Diskurse um Eingrenzungs- und Ausgrenzungs- prozesse. Zum Konferenzthema finden zudem parallele Praxisforen statt. Das Programm finden Sie PDF-Icon hier als PDF

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