Tagung "Opa war in Ordnung!"

Geschichtsrevisionismus und die extreme Rechte

Eine alternative, gegen die vermeintlich "einseitige" Quelleninterpretation der seriösen Geschichtswissenschaft gerichtete Geschichtsschreibung war stets ein zentrales Anliegen der extremen Rechten – mit dem Ziel einer weitreichenden Revision der jüngeren Geschichte. Ist das auch heute tatsächlich noch von Bedeutung für die extreme Rechte?

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Rechtsextreme Heldengeschichten als Gegenerzählungen

Der Nationalsozialismus liefert der extremen Rechten einen Fundus an Erzählungen von Soldaten, Funktionären oder Angehörigen der NS-Bewegung, die die politische Idee personifizieren. Weithin werden Täter zu Helden umgedeutet, mit deren Charaktereigenschaften sich Neonazis identifizieren. Welche Funktionen haben diese Heldenepen?

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Täterorte und extreme Rechte


Über den Umgang mit baulichen Relikten des NS-Regimes wird seit Jahren heftig diskutiert. Die extreme Rechte ist von dem vermeintlich authentischen Ort fasziniert und nutzt ihn für propagandistische Zwecke wie auch für einen profanen Familienausflug. Die nazistischen Inszenierungen stellen Politik, Wissenschaft und Bildung vor Herausforderungen.

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Die extreme Rechte und der Germanenmythos

Mit der Rezeption des Germanenmythos knüpft die extreme Rechte an den Nationalsozialismus an. Konstruiert wird eine biologistische Kontinuität von einer möglichst weit zurückreichenden, mythischen Vergangenheit bis zur Gegenwart. Ur- und frühgeschichtliche Fundorte und Bodendenkmäler dienen ihr dabei als Projektionsfläche und als völkisch aufgeladene Identifikationsräume.

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Dr. Magnus Brechtken, Institut für Zeitgeschichte, München (Mitte)
Prof. Dr. Ulrich Baumgärtner, Karlsgymnasium München/Ludwig-Maximilians-Universität München (rechts) 
Moderation: Dr. Hans-Georg Golz, Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, Bonn (links)

"Mein Kampf" – kritisch lesen, aber wie?


Ende 2015 erlöschen die Urheberrechte des Freistaats Bayern an Adolf Hitlers "Mein Kampf". Doch schon im Juni 2014 kündigten die Justizminister der Länder an, gegen etwaige Neupublikationen mit den bestehenden Mitteln des Strafrechts vorzugehen. Eine kritische Ausgabe des Werks ist trotzdem in Vorbereitung. Das erscheint auch geboten, ist doch der Zugriff auf eine digitale Fassung via Internet längst problemlos möglich.

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Von Heroes und Helden – Zivilgesellschaftliche Entgegnungen: Michael Sturm, Geschichtsort Villa ten Hompel, Münster (stehend)
Dirk Wilking, Mobile Beratung Brandenburg, Potsdam (vorne links)
Moderation: Dagmar Lieske, Historikerin, Berlin (vorne rechts)

Von Heroes und Helden – Zivilgesellschaftliche Entgegnungen

Die Verdrehung und Leugnung historischen Geschehens seitens der extremen Rechten zielt darauf ab, die deutsche Geschichte als Leidensgeschichte zu deuten. Auch wenn diese Versuche nicht mehrheitsfähig sind, stellt die damit einhergehende Glorifizierung des Nationalsozialismus eine Herausforderung für eine demokratische Gesellschaft dar.

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Dr. Karola Fings, NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Als der Krieg nach Hause kam...


Die Stätten, an denen an das Kriegsgeschehen auf deutschem Boden erinnert wird, transportieren einen anderen Subtext als etwa KZ-Gedenkstätten. Dies gilt insbesondere dort, wo es an der "Heimatfront" viele zivile Opfer zu beklagen gab. Eine täterfixierte Erinnerungspolitik läuft gerade an solchen Orten besonders Gefahr, die Mythen der extremen Rechten zu bedienen und dieser damit einen Raum für Inszenierungen zu bereiten.

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Rechtsextreme Mythen... Eine Herausforderung für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit

Immer wieder erleben in der Bildungsarbeit Tätige, wie revisionistische Geschichtsbilder und relativierende Bewertungen des Nationalsozialismus übernommen werden. Die Vielzahl an Informationsmöglichkeiten, die vor allem das Internet bietet, lassen rechtsextreme Texte, Bilder oder Zeitzeugen als vermeintliche vertrauenswürdige Quellen erscheinen.

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