Veranstaltungen: Dokumentation

15.12.2016

What’s up, America? Die USA und die Welt nach den Präsidentschaftswahlen – Beginn einer neuen Ära?

Donald Trump hält eine Rede in der Wahlnacht am 08.November 2016. Wenig später steht fest, dass er der 45. Präsident der USA werden wird.Donald Trump hält eine Rede in der Wahlnacht am 08.November 2016. Wenig später steht fest, dass er der 45. Präsident der USA werden wird. (© picture-alliance/dpa)

Die Ära Obama ist zu Ende. Seit 2008, als Barack Obama die US-Wähler mit "Yes, we can" überzeugt hat und zum ersten nicht-weißen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde, sind acht Jahre vergangen. Welches politische Erbe hinterlässt er nach zwei Amtszeiten seinem Nachfolger? Wie geht der damit um? Über diese und weitere Fragen diskutierten USA-Experten und -Expertinnen auf unserem Podium.

Eine der kontroversesten Entscheidungen, die Obama traf und durchsetzte, war das sog. Obamacare – von Verfechtern als größte Errungenschaft der letzten Jahrzehnte gefeiert, von Kritikern als größter Fehlschlag verpönt. Der zurzeit noch amtierende US-Präsident (Stand Dezember 2016) hat damit dennoch eine bezahlbare, allgemeine Krankenversicherung aufgebaut und Millionen nicht versicherter US-Amerikaner den Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglicht. Hillary Clinton, bereits in den 90er Jahren Ideengeberin einer allgemeinen Krankenversicherung, wollte "Obamacare" beibehalten und weiter ausbauen sowie mehr Geld in die Gesundheitsforschung investieren. Trump dagegen sprach sich gegen die von Obama eingeführte Reform aus und will die Kosten im Gesundheitswesen reduzieren.

Barack Obama versuchte außerdem, die jahrzehntelange Feindschaften zwischen den USA und anderen Ländern wie Kuba oder Iran zu beenden, die Generationen prägten. Während Hillary Clinton, für Kontinuität stehend, eine offene auswärtige Politik ankündigte, indem sie die Beziehungen zu Europa und den NATO-Verbündeten vertiefen wollte, sagte der nun gewählte Kandidat der GOP Donald Trump: "America first!" und "We make America great again", nahezu wortgleich erinnernd an Ronald Reagans Wahlmotto aus 1980 "Let`s make America great again." An erster Stelle stünden für ihn Wirtschaft, Arbeitsplätze und die innere Sicherheit der USA. Er wolle Terror und Gewalt bekämpfen und ist zu einem Ausgleich mit Russland und Putin bereit. Wie die Kriminalitäts- und Terrorismusbekämpfung vonstattengehen soll, ließ er im Wahlkampf allerdings offen.

Am 28. November 2016 wurde bei einer Podiumsdiskussion die Zeit der Präsidentschaft von Barack Obama resümiert, analysiert und ein Blick in die Zukunft der Politik in den USA und in die transatlantischen Beziehungen gewagt. Was hat Obama in den acht Jahren seiner Amtszeit erreicht und was nicht? Welche Folgen haben seine Entscheidungen für die politische Zukunft der USA? Was bedeutet dies wiederum für die Europa- und Weltpolitik? Welchen Kurs in Sachen auswärtige Politik und transatlantische Beziehungen wird der gewählte neue Präsident Donald Trump steuern, der am 20.01.2017 das Amt übernimmt? Wie ist die bisherige Positionierung zu den transatlantischen und internationalen Beziehungen des 45. Präsidenten der USA aus deutscher Perspektive einzuschätzen und zu bewerten?

Ines Pohl (Deutsche Welle) und Christoph von Marschall (Der Tagesspiegel) führten durch den Abend und interviewten zu Beginn der Veranstaltung bpb-Präsident Thomas Krüger. Es diskutierten folgende Podiumsgäste:

Josef Braml, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik,
Daniel Joseph Martinez, Künstler, Professor für Kunst an der Universität von Kalifornien (Irvine) und Fellow an der American Academy in Berlin,
Susan Neiman, Philosophin und Direktorin des Einstein Forums Potsdam,
Bill Whalen, politischer Analyst, Fellow der Hoover Institution an der Stanford University.

Viele Fragen wurden nach dem überraschend sehr hohen Wahlsieg des Kandidaten der Republikaner, Donald J. Trump, bei der Veranstaltung in den Publikumsfragerunden thematisiert und diskutiert. Wie kam es zu diesem Wahlergebnis? Warum lagen alle Umfragen voll daneben? Wie nun reagieren?

Mehr als 500 politisch Interessierte kamen zur bpb-Wahlanalyse in das seit Wochen restlos ausgebuchte Tipi am Kanzleramt. Rekordbesuch in der etablierten Hauptstadt-Gesprächsreihe „What`s up, America?“
Leider erhielten fast 200 weitere politisch interessierte Menschen aus Kapazitätsgründen zu unserem großen Bedauern keine Teilnahmezusage.

Materialien zum Download

PDF-Icon Programm der US-Wahlanalyse PDF-Icon Plakat der bpb zur Veranstaltung
PDF-Icon Interview mit Bill Whalen (neues deutschland)

Auf einen Blick:

"What’s up, America? Die USA und die Welt nach den Präsidentschaftswahlen – Beginn einer neuen Ära?"
Termin: 28.11.2016, von 19:00 bis 21:00 mit anschließendem Empfang
Ort: Tipi am Kanzleramt, Große Querallee, 10557 Berlin
Veranstalter: Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Konzept und Organisation: labconcepts (Bonn/Berlin)

Bildergalerie

Das Kurzvideo gibt Eindrücke und Meinungen von politisch interessierten Menschen wieder, welche die US Wahlnacht der Bundeszentrale für politische Bildung in der tube station, Friedrichstraße, Berlin besuchten. (© 2016 Bundeszentrale für politische Bildung/ gretchen GmbH)



Audiomitschnitt
Audiomitschnitt der US-Wahlanalyse 2016 (© bpb)



Kontakt:
Bundeszentrale für politische Bildung
Fachbereich Veranstaltungen/Hauptstadtaufgaben
Projektleiter: Lothar G. Kopp, Wiss. Referent
kopp@bpb.de

Nächster Termin: 30.03.2017


Zwei Amtszeiten lang stand Barack Obama an der Spitze der Vereinigten Staaten. Nun wählen die Bürgerinnen und Bürger am achten November 2016 einen neuen Präsidenten oder Präsidentin. Das Spezial setzt sich in einer Podcastreihe mit dem Präsidentschaftwahlkampf auseinander, stellt die beiden Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump vor und beantwortet die wichtigsten Fragen zur Wahl.

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