Veranstaltungen: Dokumentation

12.12.2017

What’s up, America? "Schöne neue Welt" – Hightech für ein besseres Leben?

Wie Silicon Valley die Welt verändert

Silicon Valley, das kleine Tal in der Nähe von San Francisco, ist zum Synonym für neue technische Errungenschaften und digitale Innovationen geworden, die immer noch ihresgleichen suchen.

Android, Puppe, Figur, Silicon Valley, Google HauptquartierVor dem Hauptquartier Googles in Mountain View, Kalifornien, kann man sich mit Androidfiguren ablichten lassen. Extra ausgewiesene und selfie-taugliche Fotospots sind über das ganze Silicon Valley verteilt. (© picture-alliance/AP)

Silicon Valley, das kleine Tal in der Nähe von San Francisco, ist zum Synonym für neue technische Errungenschaften und digitale Innovationen geworden, die immer noch ihresgleichen suchen. Denn auch wenn sich neue Startup-Wachstumsmärkte in Asien und Europa entwickeln, so ist das Konglomerat der in Kalifornien angesiedelten Hightech Firmen, wie Google, Uber, Facebook, Amazon oder Airbnb beeindruckend, und die Nähe zur Innovationsschmiede, der Stanford University, befeuert mit immer neuen Ideen und Forschungsergebnissen eine radikale Fortschrittsgläubigkeit, hinter der Europa und Deutschland noch weit hinterherhinken.

Die Akteure im Digital Valley leben und predigen das Credo: Alles ist technisch möglich und machbar. Und dabei zielen sie nicht nur auf eine starke Marktdominanz ab, sondern sie wollen gleichzeitig eine weltverbessernde Ideologie verkünden. Der US-amerikanische Unternehmer Bryant Chou gab uns einen exklusiven Einblick in diese faszinierende Welt. Nach mehreren Jahren in Silicon Valley lebt und arbeitet der Startup-Gründer seit einiger Zeit in Berlin. Chou sprach davon wie sich die beiden Standorte aus der Perspektive eines Webentwicklers unterscheiden.

Die Welt der Apps und künstlicher Intelligenz ist gleichzeitig eine Männerdomäne. Frauen sind in der gesamten Tech-Branche eher unterrepräsentiert. Nach Schätzungen des Digitalverbands Bitkom (2015) arbeiten in der deutschen IT-Branche nur 15 Prozent Frauen. Im Silicon Valley sieht es ähnlich aus. In der von Männern dominierten Branche haben Frauen oft mit Vorurteilen und sogar Sexismus zu kämpfen. Sich durchzusetzen und auf der Karriereleiter aufzusteigen fällt vielen häufig nicht leicht.
Die Soziologin Dr. Kira Marrs ist Expertin auf dem Gebiet Karriere von Frauen in der digitalen Arbeitswelt und gab bei der Diskussion einen Einblick in die Ergebnisse ihrer Forschung.

Ist die "schöne neue Welt" Fluch und Segen zugleich – wo liegen die Chancen, wo die ethischen Grenzen der Digitalisierung? Wie gestalten sich Teilhabemöglichkeiten an diesen neuen technischen Errungenschaften? Und wie unterscheiden sich die amerikanischen und europäischen Märkte in ihrem merkantilen und ethischen Selbstverständnis? Ein weiterer Podiumsgast war Erik Kirschbaum, der als Journalist seine Eindrücke zum Thema aus der medialen Perspektive beleuchtete.

Bei der "What’s up, America?"-Veranstaltung am 13. Juli 2017 wurde über politische wie wirtschaftliche Rahmenbedingungen von Startups in transatlantischen Vergleich diskutiert. Gleichzeitig auch haben die Podiumsteilnehmer und Podiumsteilnehmerinnen einen kulturkritischen Blick auf die Dimensionen einer scheinbar grenzenlosen Fortschrittsgläubigkeit geworfen.

Die Veranstaltung fand im Institute for Cultural Diplomacy in Berlin statt.



Kontakt für inhaltliche Fragen:
Bundeszentrale für politische Bildung
Milena Mushak, Produktverantwortliche
milena.mushak@bpb.de

Kontakt zur Veranstalterin:
labconcepts GmbH
america@lab-concepts.de
www.labconcepts.de


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