Auf einem Tisch stehen Teller mit weißen Käse und Tomaten-Gurken-Salat.

30.5.2018 | Von:
Volker Pohl

5. Nahrung für Körper und Seele: Abendessen und Treffen mit EENCE-Mitgliedern

Datum: 22.02.2018

Das Abendessen bat einerseits einen weiteren Einblick in die reichhaltige armenische Küche, gab andererseits aber auch die Möglichkeit zum informellen Austausch mit armenischen politischen Bildner*innen aus dem bpb-Netzwerk Eastern European Network for Citizenship Education.

EENCE Tatevik HakobyanEENCE Tatevik Hakobyan (© Ingrid Schneider)

Nach aufschlussreicher Auswertung des City Quest gingen wir gemeinsam zum Restaurant „Vostan“, in dem wir ein mehrgängiges armenisches Menü genossen. Es wurde neben vielen wunderbaren Mezze (Vorspeisen) und Lawasch (Fladenbrot) das landestypische Schaschlik (ohne Spieße) aufgetischt. Das nach dem Hauptgang servierte traditionelle Chasch (stundenlang gekochte und gesalzene Kuhfüße) wurde jedoch von den meisten Teilnehmern verschmäht.

Noch interessanter erschienen die Gespräche mit Mitgliedern des EENCE (Eastern European Network for Citizenship Education), die schon einige Jahre mit der bpb zusammenarbeiten:

• Tatevik Hakobya, Women's Republican Council;

• Anush Mkrtchyan, ACGRC (Analytical Centre on Globalization and Regional Cooperation),

• Narine Teknejyan, Youth is Power

• Emil Ordukhanyan, Dozent am Centre of Democracy und

• Ani, Dozentin an der Universität Jerewan für Theater, Literatur, Geschichte und Genderpolitik.

Ani engagiert sich zusätzlich für bessere Bildungschancen in ländlichen Gebieten in einer Stiftung, die von einer wohlhabenden armenisch-stämmigen Familie aus London finanziert wird. Sie berichtet von ca. 8000 Schülern auf dem Land, die gar keine Bildung bekommen, da die für die Schulen vorgesehenen Gelder hier nicht ankommen, obwohl neben dem Staat auch die EU sowie ausländische Stiftungen die Schulausbildung unterstützen. Aus ihrer Sicht sind teilweise Lehrkräfte der Universität von Entlassungen bedroht, wenn diese regierungskritische Lerninhalte, z.B. im Bereich Genderpolitik vermitteln. Es gibt sogar eine eigene Organisation, die sich für Uni-Angehörige einsetzt, die aufgrund von politisch ungewollten Meinungsäußerungen, Probleme bekommen.

Ebenfalls sieht Ani die von uns bereits besuchte Institution „Impact Hub“ nicht als Zeichen des neuen Armeniens, sondern eher als künstlich geschaffenes Eliten-Projekt, das von der Frau des Verteidigungsministers finanziell unterstützt wird.

Insgesamt ein kulinarisch und inhaltlich-thematisch gelungener Abend!


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