Veranstaltungen: Dokumentation

15.3.2019

Vergessene Orte der Erinnerung

Dokumentation der Studienreise in die Ukraine

Mahnmal, Opfer, Kiew, Ukraine, Babyn JarMahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Babyn Jar, Babyn Jar, Kiew, Ukraine (© picture-alliance, Arco Images GmbH)

Im Mittelpunkt der Studienreise im Oktober 2017 nach Charkiv, Mirgorod und Kiev stand die Reflexion der Geschichtsaufarbeitung vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in der Ukraine. Schwerpunktmäßig widmete sich die Reise der Aufarbeitung des kommunistischen Erbes. Die aktuellen Konfliktlinien der Geschichtsdiskurse und Auswirkungen des sogenannten "Dekommunisierungsgesetzes", Geschichtsaufarbeitung bez. des Zweiten Weltkrieges standen auf dem Programm. Die Studienreise führte u. a. an unbekannte und/oder vergessene Orte des Erinnerns. Gespräche mit Wissenschaftler/innen, Geschichtsexpert/innen, Vertreter/innen von NGOs und staatlichen Einrichtungen gewährten Einblicke in die oben genannten Themen und offenbarten verschiedene Aspekte der aktuellen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Situation des Landes.

Die Studienreise beinhaltete die Teilnahme an der internationalen Fachtagung in Kiev rund um die "vergessenen Orte des Holocaust" in der Ukraine und Osteuropa. Neben Babyn Jar gab es zahlreiche weitere Orte in der Ukraine, an denen Massenerschießungen stattfanden. Diese Erschießungsorte und Massengräber sind weitgehend unbekannt – geografisch wie erinnerungskulturell. Im Rahmen der Fachtagung sollten diese "vergessenen" Orte thematisiert werden und so mehr in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Die Fachtagung sollte u.a. einen Überblick über den Forschungsstand, über Geschichtsdiskurse und aktuelle Konfliktlinien in geschichtspolitischen Debatten in den Ländern der Östlichen Partnerschaft geben, sowie die Vernetzung und Austausch der Akteure im Bereich Erinnerungsarbeit in Osteuropa und den Austausch von didaktischen Strategien zur Bildungsarbeit zum Holocaust und Zweiter Weltkrieg fördern.

Mehr Informationen zur Fachtagung: http://www.bpb.de/veranstaltungen/format/kongress-tagung/218789/mapping-memories.

Die vorliegende PDF-Icon Dokumentation in Form einer PDF-Datei beinhaltet Berichte der Teilnehmenden der Studienreise. Die Orthografie wurde weitestgehend beibehalten.

Überblick zum Inhalt der Dokumentation

  1. Das sozialistische Erbe: Fluch oder Segen I
    von Gundula Werger
  2. Jüdisches Leben heute
  3. Etwas andere Kunst…
    von Bärbel Schmidt- Šakić
  4. Politische Situation: Treffen mit Dmytro Bulakh
    Auf Englisch
  5. Das sozialistische Erbe: Fluch oder Segen II
    von Dr. Zbigniew Wilkiewicz
  6. Vergessene Geschichte: Haus Wort
    von Elise Landschek
  7. Zwischen Spielzimmer und Frontlinie
    von Christian Splett
  8. Aktuelle politische Situation: Der Krieg im Osten der Ukraine und seine Folgen
    von Stefanie Fink
  9. Dekommunisierung und kommunaler Alltag
    von Annette Schneider-Solis
  10. Drobitski Jar – unbequeme Orte der Erinnerung
    von Bernhard Schütz
  11. Mirgorod - Die friedliche Stadt, die auch im Sommer heißes Wasser hat
    von Judith Seitz
  12. Die Kiever Moderne und Monumentalkunst
    von Sophie Heller
  13. Museum der monumentalen Propaganda
    von Joachim Göres
  14. Kunst als Spiegelbild gesellschaftlicher Wunden
    von Anina Valle Thiele
  15. Museum des Zweiten Weltkriegs und die staatliche Erinnerungskultur
    von Maximilian Lütgens
  16. The difficult path towards Ukraine’s own history (auf Englisch)
    von Manfred Dieterle-Jöchle
  17. Moderne Kunst und die Erinnerungsarbeit
  18. Babyn Jar und Gedenken an die Massenvernichtungsorte des Holocausts
    von Guido Hassel
  19. "Irgendwo" findet Erhaltenswertes im Nirgendwo
    von Olaf Eybe

Impressionen von der Studienreise



Trip documentation (October 2017)

Forgotten Places of Memories

The focus of the study trip to Charkiv, Mirgorod and Kiev in October 2017 was the reflexion of the reconditioning of Ukraine’s past amidst the current situation of the country. The main emphasis of the trip was the working up of the communist heritage.

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