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Veranstaltungen: Dokumentation

31.10.2019

Vernissage von "Roger Cadot 1914-1918" & Performance "Même morts nous chantons"

Zur Vernissage von "Rodger Cadot 1914-1918" lud die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb gemeinsam mit dem Institut français am 4. Dezember ins bpb:medienzentrum in Bonn. Begleitet wurde die Eröffnung von einer Live-Performance unter Leitung von Marie Guérin.

Zeichnung von Roger Cadot, französischer Soldat im 1. WeltkriegZeichnung von Roger Cadot, französischer Soldat im 1. Weltkrieg (© Elisabth Cadot)

Das Ende des Ersten Weltkriegs jährte sich im Jahr 2018 zum 100. Mal. Dieses Ereignis, das die Welt neu sortiert hat und das bis heute nachwirkt, ist für jüngere Generationen schwer greifbar. Zumal wir in einer Zeit des ständigen Wandels leben.

Zeitzeugen gibt es kaum noch. Wertvoll sind daher die Zeitzeugnisse, die von zurückliegenden Ereignissen berichten.

Am 4. Dezember 2018, um 18:30 Uhr, eröffneten die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und das Institut français Bonn eine Ausstellung im bpb:medienzentrum Bonn, die ein solches Zeitzeugnis präsentierte:

Die Ausstellung mit dem Titel "Rodger Cadot 1914-1918" umfasste Bleistift- und Kohlezeichnungen des Soldaten und späteren Offiziers Roger Cadot. Das Werk Cadots zeigt Szenen aus dem Kriegsgeschehen, die ihn bewegten oder die er als wichtig erachtete. Die brutale Konfrontation mit Leben und Tod in den Schützengräben, das Leiden unter der Kälte, dem Schlamm und die Erschöpfung spiegeln sich in den Zeichnungen wider.

Die Ausstellungseröffnung am 4. Dezember begann mit einer kurzen Einführung durch Landry Charrier, Leiter des Institut français. Im Anschluss war Elisabeth Cadot (Journalistin, Enkelin von Roger Cadot und Kuratorin der Ausstellung) im Gespräch mit Dr. Hans-Georg Golz, Leiter des Fachbereichs Print in der bpb, über Roger Cadot und die individuelle Verarbeitung des Kriegsgeschehens. Die Performance "Même morts nous chantons / Recorded songs don't ever die" schloss den offiziellen Teil der Veranstaltung ab. Hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg eröffnete die akustische Installation von Marie Guerin einen besonderen Blick auf das Leben von Kriegsgefangenen. Tonaufnahmen aus Gefängnissen, die von Gefangenen gesungene Volkslieder beinhalten, wurden Kern einer Live-Performance mit Musik. So entstand ein Dialog zwischen dokumentarischen Mikrofonaufnahmen, unbearbeiteten Archivaufnahmen und elektroakustisch aufbereiteten Elementen.

Die Ausstellung "Roger Cadot 1914-1918" war bis zum 25. Januar 2019 im bpb:medienzentrum zu sehen.


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