Veranstaltungen: Dokumentation

16.6.2010

Das Logo und sein Künstler

Das Logo des bpb-Schwerpunktes Lateinamerika verbindet die 200-Jahr-Feier mit dem selbstbewussten Blick des in Deutschland lebenden kolumbianischen Grafik-Designers Oliver Plata Franco auf seine Heimat.

Das Logo des bpb-Schwerpunktes greift die 200-Jahr-Feiern (Bicentenarios) der Staaten Lateinamerikas auf. Sie erinnern an die Unabhängigkeitsbewegungen gegen die spanischen
Logo: Oliver Plata FrancoLogo (© Oliver Plata Franco)
Kolonialherren, die es seit 1810/11 gab. Diese Feierlichkeiten sind der Rahmen, sozusagen das Fenster der Erinnerung, in dem sich im Jahr 2010 Europa und Lateinamerika miteinander beschäftigen. Aber dieser Rahmen ist begrenzt, erst recht, wenn man Lateinamerika als "America Latina" versteht. Für den Künstler ist diese spanische Bezeichnung der Ausdruck eines selbstbewussten Blickes auf seine Heimat: "Auch wir sind Amerika, nicht nur der Norden, America Latina eben". Ein solches Bild Süd- und Mittelamerikas lässt sich nicht auf die 200-Jahr-Feiern reduzieren und so sprengt der selbstbewusste und dominante Schriftzug des Logos den Rahmen der 200. Zugleich sind die Ereignisse von vor 200 Jahren - die Befreiungsbewegungen - der Hintergrund, vor dem ein solches freies und selbstbewusstes "America Latina" überhaupt erst entstehen konnte. In diesem Sinne wächst der Schriftzug aus der 200 heraus. Die Typo des Logos bleibt schlicht und verhindert jede Assoziation an folkloristische Darstellungen.

Oliver Plata Franco

Geb. 13.10.1970 in Bogotá/Kolumbien. Das Logo des bpb-Förderschwerpunktes stammt von dem kolumbianischen Grafik-Designer Oliver Plata Franco. Er stammt aus Bogota und lebt seit Anfang 2000 in Deutschland. Plata ist Absolvent der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá und der Kölner International School of Design. In seiner Arbeit hat er sich immer wieder mit Themen der Vermittlung zwischen Lateinamerika und Europa beschäftigt. Ein zentrales Thema von ihm: die Übersetzung in Europa unbekannter Kulturen Lateinamerikas in eine auch für uns verständliche Sprache, um so eine gefährdete Kultur lebendig zu halten. So hat Plata z.B. in einer größeren Arbeit ein phonetisches Alphabet und eine eigene Schrifttype für den nordkolumbianischen Nomadenstamm der Yuhups entwickelt, die zwar eine eigene Sprache, aber keine eigene Schrift hatten.

Kontakt

Oliver Plata
Maybachstraße 109
50670 Köln
Tel +49 (0)221 8906-127
Mobil +49 (0)175 528 5450
pfoli@gmx.net
skype: oliverplata
http://oliverplata.blogspot.com


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