Ein ehemaliger polnischer Gefangener des Konzentrationslagers Dachau bezichtigt nach der Befreiung durch amerikanische Truppen am 30. April 1945 einen Bewacher der Misshandlung von Häftlingen.

Danach – Der Holocaust als Erfahrungsgeschichte
1945 – 1949

Die 5. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung fand unter dem Titel: "Danach – Der Holocaust als Erfahrungsgeschichte 1945 – 1949" im dbb-Forum in Berlin statt. Die unmittelbaren Nachkriegsjahre haben die Sichtweisen auf die Massenverbrechen des Nationalsozialismus entscheidend geprägt, standen aber bislang selten im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Gerade weil heute so viele Bilder und Narrative über den Holocaust scheinbar fixiert sind und unsere Betrachtung auf die nationalsozialistischen Verbrechen prägen, ist der Blick auf jene Jahre geeignet, sich mit diesen unmittelbaren Erfahrungen, Bildern, Berichten auseinanderzusetzen, sich auf das Ungeheuerliche einzulassen, das damals zum ersten Mal zu sehen und zu hören war.

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Hartmut Bomhoff am 25.01.2015

Thomas Krüger im Gespräch

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, spricht im Interview über einen aktuell wiederaufkommenden Antisemitismus, eine stärkere Zuwanderung nach Europa und die Bedeutung von politischer Bildung in diesem Bereich.

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Hartmut Bomhoff am 25.01.2015

Dan Diner im Gespräch

Dan Diner, Professor an der Hebrew University of Jerusalem, über die Kollektiviesierung der Juden in der Nachkriegszeit im amerikanischen Sektor, die Homogenisierung der osteuropäischen Völker durch den Einfluss der Sowjetunion und die Rechte der Juden im Verlauf der Zeit.

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Hartmut Bomhoff am 25.01.2015

Atina Grossmann im Gespräch

Atina Grossmann, Professorin an der Cooper Union in New York, über Juden in der amerikanischen Armee, heimatlose Juden im amerikanischen Sektor in der unmittelbaren Nachkriegszeit und das Rätsel der deutschen Unverantwortlichkeit.

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Hartmut Bomhoff am 25.01.2015

Michael Brenner im Gespräch

Michael Brenner (Ludwig-Maximilian-Universität München) über Pogrome nach dem Zweiten Weltkrieg in Polen, jüdische Geschichtsschreibung und die Erinnerungen an seine Kindheit.

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Hartmut Bomhoff am 25.01.2015

Wendy Lower im Gespräch

Wendy Lower, Geschichtsprofessorin am Claremont McKenna College, über die Schreibtischtäter des Holocausts, die Bedeutung von Frauen für den Genozid an den Juden sowie die immer stärker werdende politische Macht der Frauen im 20. Jahrhundert.

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Hartmut Bomhoff am 25.01.2015

Wolfram Wette im Gespräch

Wolfram Wette (Albert-Ludwig-Universität Freiburg) über den Theologen und Widerstandskämpfer Martin Niemöller, die Schwierigkeit, die Täter zu beschreiben, sowie die personelle und ideologische Kontinuität in der bundesdeutschen Elite der Nachkriegsjahre.

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Eindrücke vom ersten Tag der Konferenz

Françoise S. Ouzan bei ihrem Vortrag "Aus den DP-Lagern nach Amerika; Erfahrungen jüdischer Überlebender".

Laurent Quint am 26.01.2015

Der schwierige Weg nach Amerika

"There was no liberation without emigration" – das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Befreiung der Konzentrationslager waren nicht für alle eine Befreiung im umfassenden Sinne. Viele jüdische "Displaced Persons" (DP) verharrten teilweise mehrere Jahre wartend in DP-Lagern, um endlich eine Einreisegenehmigung für die Vereinigten Staaten von Amerika zu erhalten. Denn wirklich "befreit" werden konnten Holocaustüberlebende nur durch Auswanderung aus Europa – einem Ort, in dem gewalttätiger Antisemitismus nach dem Krieg immer noch allgegenwärtig war.

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Dominique Roth am 26.01.2015

Aus den DP-Lagern nach Amerika; Erfahrungen jüdischer Überlebender

Vortrag von Françoise S. Ouzan, Goldstein-Goren Diaspora Research Center an der Universität von Tel Aviv, Israel.

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Diskussion Zerstörte Welten

Mareike Hengelage, Annika Neubert am 26.01.2015

Zerstörte Welten

Auch nach der Kapitulation des "Deutschen Reiches" blieben Terror, Furcht vor Gewalt und antisemitische Ausgrenzung für die Menschen im verwüsteten Europa präsent. Mit dem Chaos nach dem Krieg beschäftigten sich die drei Redner der Panels "Zerstörte Welten - Ordnungsversuche" an Vormittag des 2. Konferenztages. Der Versuch, neue Perspektiven zu entwickeln und Forschungsinhalte zusammenzutragen, mündete im Anschluss in eine lebhafte und in Teilen kontroverse Diskussion. 


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Dominique Roth am 26.01.2015

Vorträge und Diskussion: Zerstörte Welten - Ordnungsversuche

Jörg Baberowski (Humboldt-Universität zu Berlin), Jan Gross (Princeton University) und Miriam Rürup (institut für die Geschichte der Deutschen Juden, hamburg) beschäftigten sich unter anderem mit dem Chaos nach dem Krieg.

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Dominique Roth am 26.01.2015

Vorträge und Diskussion: Bilder - Zeugnisse - Dinge

Ulrike Weckel (Justus-Liebig-Universität Gießen), Elisabeth Gallas (Hebräische Universität Jerusalem) und Linde Apel (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in hamburg) referieren und diskutieren unter anderem über den Verbleib der von den Nazis geraubten Kurturgüter im Zweiten Weltkrieg. Moderation durch Michaela Christ (Europa-Universität Flensburg).

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