Dossierbild Podium/Vortrag

28 I 28 - Achtundzwanzig Jahre mit und ohne Mauer

PAST vs. FUTURE. Ein öffentliches Forum am Tag, an dem die Berliner Mauer genauso lange nicht mehr steht, wie sie existierte. Mit Diskussionen, Filmen & Konzert.

1986 am Potsdamer Platz. Filmszene aus "Berliner Blau" von Hartmut Jahn und Peter Wensierski1986 am Potsdamer Platz. Filmszene aus "Berliner Blau" von Hartmut Jahn und Peter Wensierski

Ein historisches Datum: Montag, der 5. Februar 2018 ist der "Zirkeltag". Dann ist die Berliner Mauer genauso lange nicht mehr existent, wie sie Berlin und einen Kontinent in Halbwelten zerschnitt - rund 28 Jahre und drei Monate. Was bleibt von ihrer Geschichte in dem Moment, da sie selbst Geschichte ist? Verschwand sie wirklich, oder hat ihr Fall andere Mauern sichtbar gemacht?

Gezeigt werden seltene Mauer-Kurzfilme, es gibt Live-Musik mit CITY und "Herbst in Peking" und zwei Gesprächsrunden: PAST vs. FUTURE - eine über die Aufarbeitung der 28 Jahre Mauerzeit, die DDR als Utopie hinter Mauern und die Frage: „Wie zu Ende ist der Kalte Krieg?“, die zweite über seit dem Mauerfall sichtbar gewordenen Gegenwartsmauern, ob im Sozialgefälle, in der Flüchtlingsfrage oder zwischen Demokraten und Antidemokraten. Thematisiert wird auch, auf welche Weise Künstler helfen können, Mauern wahrnehmbar zu machen und zu untergraben.
Mauersegmente, eins mit dem Aufschrit "Don't disturb history"An der Berliner Mauer nahe dem Potsdamer Platz im Frühjahr 1990 (© Holger Kulick)

Gäste:

In Halbzeit eins ("PAST") ist Thema "28 Mauerjahre und deren Aufarbeitung". Es diskutieren der Filmemacher Jürgen Böttcher ("Jahrgang 45"/ "Die Mauer"), der aus Dresden stammende Lyriker und Essayist Durs Grünbein, Prof. Bernd Greiner (Leiter des Berliner Kollegs Kalter Krieg), Peter Wensierski (SPIEGEL-Autor "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution"), die Berliner Fotografen Nadja Klier ("Oderberger Straße") und Harald Hauswald (Ostkreuz), die Autorin Susanne Schädlich ("Briefe ohne Unterschrift"), Brandenburgs ehemalige Aufarbeitungsbeauftragte Ulrike Poppe, der Kunsthistoriker Eckhart Gillen (Herausgeber der ehem. dt.-dt. Kulturzeitschrift "Niemandsland"), Prof. Axel Klausmeier (Direktor der Berliner Stiftung Berliner Mauer), sowie eventuell Joachim Jauer (ehem. DDR-Korrespondent des ZDF) und Jonila Godole (University of Tirana).
Mauerrest im Süden Berlins 1991 - es steht nur noch ein Gerippe.Mauerrest im Süden Berlins 1991. (© Holger Kulick)

Halbzeit zwei ("FUTURE") widmet sich den seit 1989 sichtbar(er) gewordenen "neuen Mauern". Beteiligt sind der Schauspieler Andreas Schmidt-Schaller ("Soko Leipzig"), Dr. Matthias Quent (Direktor des Jenaer Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft), Ingo Hasselbach (Ex-Neonazi-Anführer und Gründer der Aussteigerinitiative EXIT), Pfarrer Jürgen Quandt (Berliner Gründer des Kirchenasyls), Tim Eisenlohr (ehemals jüngstes Mitglied der oppositionellen Berliner Umweltbibliothek, jetzt mit eigener Organisation Flüchtlingshelfer in Griechenland), Line Maaß (in der Punk- und Widerstandsbewegung der DDR aktiv, nach dem Mauerfall Besetzerin des Kulturhauses "IM Eimer" und des Tacheles), Lyés Bouziane (Fußballer und Leiter eines der größten Sportsozialprojekte entlang der Bernauer Straße im Berliner Wedding), der Liedermacher Stephan Krawczyk, die Erfurter Schriftstellerin Gabriele Stötzer (die vor 29 Jahren zu den ersten Besetzerinnen der Stasi gehörte) und Thomas Krüger (Präsident der bpb).

Moderation:

Caro Korneli (Radio Fritz) und Christoph Singelnstein, Chefredakteur des RBB.

Live spielen:

Toni Krahl & Fritz Puppel (CITY) und ca. ab 22 Uhr "Herbst in Peking"

Außerdem laufen Mauer-Filme, u.a. von Jürgen Böttcher ("Die Mauer"), Marc Bauder ("Mauerstücke"), Hartmut Jahn & Peter Wensierski ("Berliner Blau"), Holger Kulick ("Kennzeichen D") und dem MfS.
Die Mauer im Jahr 1988 nahe dem Potsdamer Platz - ein Jahr vor ihrem VerschwindenDie Mauer im Jahr 1988 nahe dem Potsdamer Platz - ein Jahr vor ihrem Verschwinden. (© Holger Kulick)


Termin

05.02.2018, ab 19:30

Ort

Volksbühne Rosa-Luxemburg Platz, Großer Saal

Für

Interessierte Öffentlichkeit

Veranstalter

Robert-Havemann-Gesellschaft, Berliner Kolleg Kalter Krieg, Stiftung Berliner Mauer, Volksbühne Berlin, Bundeszentrale für politische Bildungu.a.

Anmeldung

Auf allen Plätzen wird eine Eintrittsgebühr von 3 Euro erhoben. Die Tickets können direkt an der Vorverkaufs- und Abendkasse der Berliner Volksbühne erworben werden.

Die Einnahmen gehen als Spende an das Archiv der DDR-Opposition der Robert-Havemann-Gesellschaft. Sie wird gefördert durch den Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur des Landes Berlin und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und betreut in Kooperation mit der bpb die Website www.jugendopposition.de. Nachfragen bitte an frank.ebert@havemann-gesellschaft.de (Tel. (030-447.108.20) oder holger.kulick@bpb.de (Tel. 0176-222.52.894). Ergänzend findet im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße 119 ab dem 5. Februar eine Fotoausstellung statt.
Plakat zum Zirkeltag am 5.2.2018 und einer begleitenden Fotoausstellung, sie ist in der Gedenkstätte Berliner Mauer zu sehen.Plakat zum Zirkeltag am 5.2.2018 und einer begleitenden Fotoausstellung, sie ist in der Gedenkstätte Berliner Mauer zu sehen.



 


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