Ausstellung "Bilder im Kopf"

Vernissage von "Roger Cadot 1914-1918" & Performance "Même morts nous chantons"

Bundeszentrale für politische Bildung und Institut Francais laden ein zur Ausstellungseröffnung im bpb:medienzentrum Bonn

Zeichnung von Roger Cadot, französischer Soldat im 1. WeltkriegZeichnung von Roger Cadot, französischer Soldat im 1. Weltkrieg (© Elisabth Cadot)

Das Ende des Ersten Weltkriegs jährt sich in diesem Jahr zum 100. Mal. Dieses Ereignis, das die Welt neu sortiert hat und das bis heute nachwirkt, ist für jüngere Generationen schwer greifbar. Zumal wir in einer Zeit des ständigen Wandels leben.

Zeitzeugen gibt es kaum noch. Wertvoll sind daher die Zeitzeugnisse, die von zurückliegenden Ereignissen berichten.

Am 4. Dezember 2018, um 18:30 Uhr, eröffnen die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und das Institut français Bonn eine Ausstellung im bpb:medienzentrum Bonn, die ein solches Zeitzeugnis präsentiert:

Die Ausstellung trägt den Titel "Rodger Cadot 1914-1918" und umfasst Bleistift- und Kohlezeichnungen des Soldaten und späteren Offiziers Roger Cadot. Das Werk Cadots zeigt Szenen aus dem Kriegsgeschehen, die ihn bewegten oder die er als wichtig erachtete. Die brutale Konfrontation mit Leben und Tod in den Schützengräben, das Leiden unter der Kälte, dem Schlamm und die Erschöpfung spiegeln sich in den Zeichnungen wider.

Die Ausstellungseröffnung am 4. Dezember beginnt mit einer kurzen Einführung durch Landry Charrier, Leiter des Institut français. Im Anschluss ist Elisabeth Cadot (Journalistin, Enkelin von Roger Cadot und Kuratorin der Ausstellung) im Gespräch mit Dr. Hans-Georg Golz, Leiter des Fachbereichs Print in der bpb, über Roger Cadot und die individuelle Verarbeitung des Kriegsgeschehens. Die Performance "Même morts nous chantons / Recorded songs don't ever die" schließt den offiziellen Teil der Veranstaltung ab. Hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg eröffnet die akustische Installation von Marie Guerin einen besonderen Blick auf das Leben von Kriegsgefangenen. Tonaufnahmen aus Gefängnissen, die von Gefangenen gesungene Volkslieder beinhalten, werden Kern einer Live-Performance mit Musik. So entsteht ein Dialog zwischen dokumentarischen Mikrofonaufnahmen, unbearbeiteten Archivaufnahmen und elektroakustisch aufbereiteten Elementen.

Die Ausstellung "Roger Cadot 1914-1918" ist bis zum 25. Januar 2019 montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr im bpb:medienzentrum zu sehen.

Termin

04.12.2018, von 18:30 bis 20:30

Ort

Bundeszentrale für politische Bildung
bpb:medienzentrum
Adenauerallee 86
53113 Bonn 

Für

Historisch und kulturell Interessierte

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Kooperation mit dem Institut français

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