Ausstellung "Bilder im Kopf"

"Die Mauer. Sie steht wieder!"

30 Bildmontagen zur Berliner Mauer

Die Bildmontage zeigt die frühere Mauersituation hinter dem Reichstagsgebäude in der heutigen Stadtansicht. Im Vordergrund ist ein zu einer Stretch-Limousine umgebauter Trabbi zu sehen.Die Bildmontage zeigt die frühere Mauersituation hinter dem Reichstagsgebäude in der heutigen Stadtansicht. (© Polizeihistorische Sammlung Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)

30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung mit einer Ausstellung in der Berliner Humboldt-Universität an das Bauwerk, das über 28 Jahre lang die Stadt teilte und die Menschen im Osten von denen im Westen trennte – als ein Symbol des Kalten Krieges.

Gezeigt werden 30 Bildmontagen. Sie bestehen aus historischen Aufnahmen der Berliner Mauer der Polizeihistorischen Sammlung Berlin und aus aktuellen Fotos derselben Orte. Dazu hat sich der Berliner Fotograf und Designer Alexander Kupsch auf eine Spurensuche entlang des Verlaufs der ehemaligen innerstädtischen Grenze begeben, um genau diese Orte zu identifizieren und aus derselben Perspektive neu aufzunehmen. Dabei musste er ein vier Meter hohes Stativ einsetzen, um exakt den Eindruck von damals wieder einfangen zu können. Seinerzeit dokumentierte die West-Berliner Polizei minutiös alle Arbeiten und baulichen Änderungen an der Berliner Mauer und schoss Fotos meist von Aufbauten, damit auch die Situation auf der anderen Seite erfasst werden konnte.

Durch fotografische Überblendungen überträgt Alexander Kupsch den Blick aus der Vergangenheit in die Berliner Gegenwart. Wo heute der Verkehr fließt, Neubauten stehen und sich Passanten von Ost nach West und umgekehrt bewegen, versperren plötzlich wieder Beton, Stacheldraht und Panzersperren den Weg: Die Mauer – sie steht wieder.

"Die Mauer. Sie steht wieder!" Bildmontage der Swinemünderstraße heute mit damaligem Mauerverlauf. Ein Vespafahrer biegt gerade in die Straße ein, kurz vor ihm ist die Mauer in das Bild montiert."Die Mauer. Sie steht wieder!" (© Polizeihistorische Sammlung Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)
Die Bildmontagen zeigen auf diese Weise, wie die Mauer ab 1961 die Stadt verändert hat. Berlinerinnen und Berliner mussten damals hilflos dem streng bewachten Baugeschehen zusehen. Stellen Sie sich vor, die Mauer würde neu errichtet. Was würde das für Ihr Leben und Ihren Alltag bedeuten? Alexander Kupsch ist dieser Frage nachgegangen, hat alltägliche Szenen im heutigen Berlin aufgespürt und konfrontiert die Betrachterinnen und Betrachter mit der Mauer, die scheinbar wieder existiert.

Die Ausstellung der Bundeszentrale für politische Bildung regt zur Auseinandersetzung mit der Geschichte an, in einer Zeit, wo an anderen Orten dieser Welt das Thema Mauerbau wieder auf der Tagesordnung steht.

Die Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 09:00 bis 21:00 Uhr
Sa: 09:00 bis 17:00 Uhr

Bildmontagen der Ausstellung "Die Mauer. Sie steht wieder!"

Die Bildmontage zeigt den früheren Grenzübergang Invalidenstraße. An diesem Ort herrscht heute reger Autoverkehr und die Tram verbindet den Ortsteil Mitte mit Tiergarten.Die Bildmontage zeigt den früheren Grenzübergang Invalidenstraße. An diesem Ort herrscht heute reger Autoverkehr und die Tram verbindet den Ortsteil Mitte mit Tiergarten. (© Polizeihistorische Sammlung Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)
Die Bildmontage zeigt Arbeiten an der Berliner Mauer und versetzt diese Situation in die heutige Ansicht des Ortes.Die Bildmontage zeigt Arbeiten an der Berliner Mauer und versetzt diese Situation in die heutige Ansicht des Ortes. (© Polizeihistorische Sammlung Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)

Termin

09.11.2019 bis 30.11.2019

Ort

Lichthof Ost im Hauptgebäude der
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10117 Berlin

Für

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Anmeldung

Teilnahmegebühr: Der Eintritt ist frei
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 09:00 bis 21:00 Uhr
Sa: 09:00 bis 17:00 Uhr

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Anja Linnekugel
anja.linnekugel@bpb.de

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.