re:publica 2012 in Berlin.

Von Blicken und Brandbomben

Antimuslimischer Rassismus heute

Ein Mann geht an einem zerschlagenen Fenster in Leipzig vorbeiEin Mann geht an einem zerschlagenen Fenster in Leipzig vorbei. (© Getty Images)

Feindselige Blicke. Beschimpfungen, nicht nur online, sondern im Alltag. Überall, jederzeit. Rassismus gegenüber Menschen, die als muslimisch wahrgenommen werden, ist trauriger Alltag. Wer sie ablehnt, sei verunsichert, heißt es dann beschwichtigend – durch islamistische Attentate, durch radikalisierte Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus den Kriegsgebieten in Syrien und dem Irak oder die Unterstützernetzwerke des militanten Salafismus und des Dschihadismus. Der Kurzschluss funktioniert: Schnell wird gefragt, ob „der Islam“ wirklich friedfertig sei, tauglich für die Moderne und ob er wirklich zu Deutschland gehören könne.

Doch wo verläuft die Grenze zwischen Skepsis, Kritik und Anfeindung? Denn stetig wird Islamfeindlichkeit durch rechtspopulistische bis rechtsextreme Rhetorik geschürt und befeuert. Und so erwächst aus vielleicht anfänglich diffusen Ängsten eine manifeste Ablehnung von Musliminnen und Muslimen – den vermeintlich "Anderen". Immer wieder schlagen verbale Schmähungen dann in offenen Hass und Gewalt um. Auch Marwa El-Sherbini widerfuhr dieses Schicksal. Auf einem Spielplatz wurde sie von einem Mann beleidigt. Sie trug ein Kopftuch. Er beschimpfte sie als "Islamistin" und warf ihr "Terrorismus" vor. Sie zeigte ihn an. Es kam zum Prozess. Im Gerichtssaal attackierte er plötzlich die schwangere Apothekerin und erstach sie – ihr Tod jährt sich am 1. Juli zum zehnten Mal.

Schon damals wurde gegen "den Islam" gehetzt, Musliminnen und Muslime wurden grundsätzlich als potentielle Terroristen betrachtet. Die rassistischen Diskurse haben sich seitdem nur bedingt verändert – dafür aber an Zuspruch gewonnen. PEGIDA wendet sich schon im Namen gegen die "Islamisierung des Abendlandes". Anders Breivik begründete so seine Bluttat 2011, bei der in Norwegen 77 Menschen starben. Und jüngst ermordete ein gebürtiger Australier im neuseeländischen Christchurch 49 Menschen während des Freitagsgebets in zwei Moscheen. Sein Motiv: Hass auf Musliminnen und Muslime.

Doch wie wirken sich Ablehnung, Hass und Gewalt auf das Leben von Musliminnen und Muslimen beziehungsweise auf Menschen, die von anderen als solche wahrgenommen werden, aus? Und schließlich: Wie kann antimuslimischem Rassismus begegnet werden?

PDF-Icon Vorläufiges Programm

Termin

01.07.2019,09:00 bis 02.07.2019,14:00

Ort

Congress Union Celle
Thaerplatz 1
29221 Celle

Für

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der schulischen und außerschulischen politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, aus der Sozialarbeit und aus der Beratung; Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Behörden und Polizei sowie aus der Justiz; Journalistinnen und Journalisten; Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung

Anmeldung

Teilnahmegebühr:
  1. Teilnahme ohne Übernachtung (inkl. Verpflegung): 30 Euro
  2. Teilnahme mit einer Übernachtung* (01.-02.07.2019) im Doppelzimmer (inkl. Verpflegung): 50 Euro
  3. Teilnahme mit einer Übernachtung* (01.-02.07.2019) im Einzelzimmer (inkl. Verpflegung): 75 Euro
  4. Teilnahme an der Fachtagung mit zwei Übernachtungen* im Doppelzimmer (inkl. Verpflegung): 75,00 Euro
  5. Teilnahme an der Fachtagung mit zwei Übernachtungen* im Einzelzimmer (inkl. Verpflegung): 120,00 Euro
Hinweis:
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Ihre Anmeldung wird erst wirksam, wenn Sie von der Veranstalterin eine Teilnahmezusage erhalten haben.

Während der Veranstaltung werden voraussichtlich Foto- und/oder Filmaufnahmen gemacht, die potentiell für Zwecke der Veranstaltungsberichterstattung und allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit genutzt und über die Kanäle der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht werden.

Aufgrund des großen Andrangs und um einen möglichst großen Multiplikatoreneffekt erzielen zu können, ist bei dieser Tagung grundsätzlich nur die Anmeldung von einer Person pro Institution möglich. Ausnahmen sind nur in gesonderten Fällen vorgesehen.

* Eine Teilnahme mit zwei Übernachtungen ist nur dann vorgesehen, wenn Sie nachweislich vor 6.00 Uhr das Haus verlassen müssen, um pünktlich zum Veranstaltungsbeginn in Celle zu sein.

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Hanne Wurzel
Leiterin Fachbereich "Extremismus"
Adenauerallee 86
53113 Bonn
hanne.wurzel@bpb.de

Bürgerservice der bpb

Sie haben Fragen? Treten Sie mit unserem Bürgerservice in Kontakt:
Tel +49 (0)228 99515-0
Fax +49 (0)228 99515-113
E-Mail info@bpb.de
Twitter @frag_die_bpb

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Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



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