re:publica 2012 in Berlin.

KULTUR.MACHT.HEIMATen –
Heimat als kulturpolitische Herausforderung

10. Kulturpolitischer Bundeskongress

Logo zum 10. Kulturpolitischen BundeskongressLogo zum 10. Kulturpolitischen Bundeskongress.

Der Begriff "Heimat" ist derzeit in aller Munde. Verschiedene politische Lager haben ihn für sich entdeckt und nutzen ihn offensiv, auch in der Kulturpolitik. In Zeiten der Verunsicherung und einer sich im Kontext der Globalisierung vollziehenden Entgrenzung aller Lebensverhältnisse wird Heimat von bestimmten Interessen als politisches Mittel gegen identitäre Verunsicherungen und lebensweltliche Verlusterfahrungen ins Spiel gebracht. Heimatpolitik ist insoweit auch Identitätspolitik in einer sich verändernden Welt.

Im kulturpolitischen Diskurs steht Heimat als semantisches Konstrukt überwiegend noch für Rückständigkeit, Brauchtumspflege, Konservativismus, Geschlossenheit und Homogenität, gegen die die Neue Kulturpolitik vor über vier Jahrzehnten programmatisch in Stellung gebracht worden ist. Nicht Heimatpolitik im traditionellen Sinne zu sein, sondern weltoffene, liberale und kosmopolitische Politik, markiert nachgerade ihre programmatische Identität. Umso schärfer ist der Kontrast, wenn Heimat als politischer Referenzbegriff wieder an Bedeutung gewinnt.

Muss sich Kulturpolitik neu orientieren? Doch was würde dies konkret bedeuten? Geht es um Kompensationsprogramme für strukturschwache Regionen und abgehängte Stadtteile? Geht es darum, Menschen in ihrem kulturellen Alltagshandeln, in Vereinen und Netzwerken zu stärken? Brauchen sie neue kulturelle Identifikationsangebote? Oder geht es eher um kulturelle Symbolpolitik, die über andere Probleme kulturell hinwegtrösten will? Worin besteht das neue Interesse an Heimat im Kern?

Sollte die Kulturpolitik "Heimat" als Begriff und Zielkategorie in ihr programmatisches Portfolio aufnehmen? Kann Kulturpolitik insoweit Heimatpolitik sein, als es ihr darum geht, Menschen, die um ihre Heimat besorgt sind, zu erreichen und diejenigen, die nach Heimat suchen, bei ihrer Be-Heimatung zu unterstützen? Welcher Heimatbegriff könnte dabei Orientierung gebend sein?

Heimat ist ein schillernder und problematischer Begriff, wenn er als politische Kategorie benutzt wird. Wer ihn aufruft, begibt sich in schwieriges Diskurswasser und letztlich in eine Debatte um die kulturelle Hegemonie im Lande. Der 10. Kulturpolitische Bundeskongress analysiert dieses ideologisch besetzte Feld und sucht nach Erklärungen und brauchbaren Konzepten.

Sie sind herzlich zur Mitwirkung eingeladen!

Termin

27.06.2019 bis 28.06.2019

Ort

Hotel Aquino Tagungszentrum
Hannoversche Straße 5b
10115 Berlin-Mitte

Für

Interessierte aus Kulturpolitik, kulturpolitischer Praxis, Verwaltung, Wissenschaft und Kunst, der kulturellen Aus- und Weiterbildung, dem Kulturmanagement, der Kulturvermittlung und dem Journalismus

Veranstalter

Der 10. Kulturpolitische Bundeskongress wird von der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veranstaltet. Kooperationspartner ist der Deutsche Städtetag.

Anmeldung

Teilnahmegebühr
  • 150,00 €
  • ermäßigt für KuPoGe-Mitglieder und Studierende 100,00 €
  • Tageskarte 75,00 €
  • ermäßigte Tageskarte KuPoGe-Mitglieder und Studierende 50,00 €
Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung erst berücksichtigt werden kann, wenn Ihre Teilnahmegebühr eingegangen ist. Sie erhalten dann umgehend eine Bestätigung.

Eine schriftliche Stornierung ist kostenlos bis zum 14. Juni 2019 möglich. Danach werden 50% der Teilnahmegebühr fällig.

Die Teilnehmer*innenkapazität ist auf ca. 400 begrenzt.

Anmeldung bei

Die Anmeldung ist ab sofort möglich unter: www.kupoge.de/kongress-2019/

Kontakt

Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Katrin Hüfner
Weberstrasse 59a
53113 Bonn
Tel +49 (0)228 201670
post@kupoge.de

Bundeszentrale für politische Bildung
Projektgruppe Politische Bildung und Kultur
Dr. Sabine Dengel
sabine.dengel@bpb.de

Bürgerservice der bpb

Sie haben Fragen? Treten Sie mit unserem Bürgerservice in Kontakt:
Tel +49 (0)228 99515-0
Fax +49 (0)228 99515-113
E-Mail info@bpb.de
Twitter @frag_die_bpb

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



Veranstaltungskalender

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