Dossierbild Podium/Vortrag

Polen

Rückzug in die Nationalstaatlichkeit statt verstärkter europäischer Integration?

Die Flaggen von Deutschland, Polen und der EU wehen im Wind. (© picture-alliance/dpa)

100 Jahre nach der Gründung der Zweiten Polnischen Republik im November 1918 befindet sich Polen aktuell im Wandel. Diesen treibt die national-konservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), die seit der Wahl von 2015 die alleinige Regierungsverantwortung hat, als sogenannten guten Wandel voran.

War zu Beginn des Transformationsprozesses von der kommunistischen Volksrepublik zum demokratischen Polen im Jahr 1989 die Mitgliedschaft in der Europäischen Union ein zentrales Ziel, nimmt nun beim EU-Mitglied der Euroskeptizismus zu.

Als Rezept gegen die Herausforderungen der Globalisierung gilt in Polen eine Rückbesinnung auf die eigene Nation. Zudem klagt die EU vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die polnische Justizreform.
All diese Entwicklungen werden in Deutschland und in anderen EU-Staaten mit Sorge betrachtet. Gleichzeitig gibt es in Polen erhebliche Kritik aus der Zivilgesellschaft an der Regierungspolitik. Und viele Polinnen und Polen sehen die Zukunft ihres Landes nach wie vor als Teil eines gestärkten Europas.

Was bedeuten die aktuellen Entwicklungen in Polen für die deutsch-polnischen Beziehungen?

Welche Rolle wird Polen künftig in Europa einnehmen?

Und was muss Europa angesichts der internationalen Herausforderungen künftig leisten?

Darüber diskutieren unsere Podiumsgäste:

Basil Kerski ist Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums und Chefredakteur des deutsch-polnischen Magazins "Dialog" in Berlin.

Krzystof Mazur, ist Politikwissenschaftler und Präsident des Thinktanks Klub Jagielloński in Krakau sowie Mitglied des Nationalen Entwicklungsrates des polnischen Staatspräsidenten.

Renata Mieńkowska-Norkiene ist als Politikwissenschaftlerin und Soziologin an der Universität Warschau tätig und Dozentin am Institut für Kommunikation an der Universität Vilnius.

Wolfgang Templin ist Publizist und Sachbuchautor. Zu seinen Hauptthemen gehört die Geschichte Osteuropas im 20. Jahrhundert. www.wtemplin.eu

Die Diskussion wird moderiert von Rosalia Romaniec, Leiterin Politik bei der Deutschen Welle.

Im Anschluss an die Diskussion gibt es die Möglichkeit, bei einem kleinen Imbiss weitere Gespräche zu führen.

Termin

08.11.2018, von 19:00 bis 21:00

Ort

Bundeszentrale für politische Bildung
Veranstaltungsraum, 4. Etage
Friedrichstraße 50
10117 Berlin

Für

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Journalistinnen und Journalisten, Verbände

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Anmeldung

Teilnahmegebühr: Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht.
Einlass ab 18:15 Uhr

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung – Fachbereich Print

Anja Linnekugel
E-Mail anja.linnekugel@bpb.de

Johannes Piepenbrink
E-Mail johannes.piepenbrink@bpb.de

Bürgerservice der bpb

Sie haben Fragen? Treten Sie mit unserem Bürgerservice in Kontakt:
Tel +49 (0)228 99515-0
Fax +49 (0)228 99515-113
E-Mail info@bpb.de
Twitter @frag_die_bpb

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 10–11/2018)

Polen

Polen befindet sich im Wandel, politisch wie kulturell. Mit der Wahl der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) in die alleinige Regierungsverantwortung Ende 2015 schlägt sich dieser auch auf höchster staatlicher Ebene nieder und wird von dort als "guter Wandel" (Dobra zmiana) weiter forciert.

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Veranstaltungskalender

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