Dossierbild Podium/Vortrag

Konfrontation am Hambacher Forst

Ein Wald zwischen Protest, wirtschaftlichen Interessen und Rechtsstaat

Teilnehmer der Demonstration zum Thema "Wald retten! Kohle stoppen!" gegen die Rodungspläne von RWE für den Hambacher Forst an der Abrisskante des Hambacher Tagebaus.Teilnehmer der Demonstration zum Thema "Wald retten! Kohle stoppen!" gegen die Rodungspläne von RWE für den Hambacher Forst an der Abrisskante des Hambacher Tagebaus. (© picture-alliance/dpa)

Der Hambacher Forst hat sich in wenigen Wochen von einer regionalen Konfliktlinie zu einem bundespolitischen Symbol des Protests gegen Klimawandel, Umweltzerstörung und angeblich rücksichtslose Energiekonzerne entwickelt. Oder für alles, was in der Protestkultur schief läuft, je nach Perspektive. Seit dem durch das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht verhängten vorläufigen Rodungsstopp haben sich die Gemüter rund um den Brennpunkt Hambacher Forst etwas beruhigt. Vor dem Jahr 2020 wird wohl kein Baum fallen. Gleichwohl haben Aktivisten nach dem Rückzug der Polizei umgehend mit dem Bau neuer Baumhäuser begonnen. Sollte ein Gericht die Rodung nach eingehender Prüfung bestätigen, sind neue Konflikte zwischen (mitunter radikalen) Umweltschützern und der Polizei vorprogrammiert. So ist die Ruhe im Forst wohl trügerisch.

Umweltproteste weisen in der Bundesrepublik eine wechselvolle und ereignisreiche Geschichte vor. Schlagworte der Protestgeschichte wie Brokdorf, Startbahn West oder Waldsterben illustrieren die zentrale Bedeutung von Umweltthemen für die Mobilisierung breiter Bevölkerungsschichten. Reiht sich das Geschehen um den Hambacher Forst hier ein? Was ist neu? Und vor allem stellt sich als ewiger Dauerbrenner die Frage: Welche Formen des Protests sind legitim und notwendig? Welche Grenzen dürfen überschritten werden, welche sind in der Demokratie einzuhalten? Im Fokus stehen heute Abend weniger die Pariser Klimaschutzziele und der Naturschutz. Wir fragen unser Podium am Beispiel Hambach: Wie kann und sollte sich Protest in der Demokratie Gehör verschaffen?

Teilnehmer/-innen:
  • Dr. Reiner Burger, Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Nordrhein-Westfalen
  • Herbert Reul, Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Jens Sannig, Superintendent des Kirchenkreises Jülich
  • Dr. Simon Teune, Protestforscher von der Technischen Universität Berlin
Moderation:
  • Nicola Reyk, Westdeutscher Rundfunk
Die Veranstaltung wird auf der Facebookseite der bpb live gestreamt.

Termin

11.12.2018, von 18:00 bis 20:00

Ort

Rheinterrasse
Gelber Salon (Eingang Süd)
Joseph-Beuys-Ufer 33
40479 Düsseldorf

Für

Interessierte Bürgerinnen und Bürger

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Anmeldung

Teilnahmegebühr: Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung kostenfrei.
Die Anmeldung wurde geschlossen. Sie sind herzlich eingeladen, dennoch zu kommen. Wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass zunächst die angemeldeten Teilnehmer/-innen eingelassen werden und erst anschließend mögliche Restplätze belegt werden können.

Die Veranstaltung wird auf der Facebookseite der bpb live gestreamt.

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Fachbereich Extremismus
Hanne Wurzel
Adenauerallee 86
53113 Bonn

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Tel +49 (0)228 99515-0
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Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



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