Dossierbild Podium/Vortrag

Europa an der Grenze?! – Leben am und mit dem Fluss

Die EU steht gegenwärtig vor großen Herausforderungen. Jean Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, forderte 2018 in seiner Rede zur Lage der Union ein einiges und souveränes Europa. In Zeiten von Rechtspopulismus und Euroskeptizismus scheint dieses Ziel jedoch in weite Ferne zu rücken. Flüchtlingspolitik, Finanzkrise und der bevorstehende Brexit stellen die Europäische Union vor eine Zerreißprobe.

Ist die europäische Idee an ihre Grenzen gelangt? Viele Europäerinnen und Europäer haben ein ambivalentes Verhältnis zur EU und zu dem, wofür sie steht. Grenzen sind im Europa dieser Tage aus den Köpfen vieler Menschen verschwunden; Waren und Personen überqueren täglich zu Tausenden die europäischen Grenzen, ohne kontrolliert zu werden. Im Zuge der Debatte um Asyl, Flucht und Migration nach Europa ist der Ruf, diese "unsichtbaren" Grenzen wieder sichtbar zu machen, lauter geworden. Für Menschen, die in europäischen Grenzregionen leben, hat das Thema noch eine ganz andere Dimension: Physische Binnengrenzen würden sich unmittelbar auf ihr Leben auswirken. Einige wohnen in Deutschland, haben aber ihren Arbeitsplatz in einem Nachbarland. Andere überqueren nur zum Einkaufen oder zum nächstgelegenen Flughafen die Grenze. Die Idee eines vereinten Europas ist hier längst fester Bestandteil des Alltags.

Entlang der Grenzen mit verschiedenen europäischen Nachbarländern wollen wir deshalb vom 7. bis zum 15. Mai 2019 gemeinsam mit Podiumsgästen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern diskutieren, wie es um die europäische Idee und die EU aktuell steht. Was würde eine Rückkehr zu mehr Souveränität für die Nationalstaaten bedeuten? Was braucht die EU, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger (zurück) zu gewinnen? Unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten wollen wir in Aachen, Flensburg, Görlitz und Passau schließlich der Frage nachgehen: Ist Europa an der Grenze?

Kurz vor der Europawahl stellen sich Prof. Dr. Daniel Göler, Inhaber des Jean-Monnet Lehrstuhls der Universität Passau, Kaspar Sammer, Vertreter der Europaregion Donau-Moldau in Niederbayern, Johanna Specker vom National Contactpoint "Donauraum" sowie Christian Reidel vom Verein Passau verbindet e.V., der Diskussion über aktuelle Themen der Europapolitik.

Im Anschluss findet ein kleiner Empfang statt, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen soll, in weniger formeller Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.

Termin

14.05.2019, von 18:00 bis 21:00

Ort

Donauschiff Sissi
Fritz-Schäffer-Promenade
Anleger 7
94032 Passau

Für

  • Bürgerinnen und Bürger der Stadt Passau
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden
  • Journalistinnen und Journalisten
  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler


Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung – bpb

Anmeldung

Teilnahmegebühr: Der Eintritt ist frei.

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bis zum 13.05.2019 unter dem Stichwort "Passau" gebeten.

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Hanne Wurzel
Fachbereich "Extremismus"
Adenauerallee 86
53113 Bonn

Bürgerservice der bpb

Sie haben Fragen? Treten Sie mit unserem Bürgerservice in Kontakt:
Tel +49 (0)228 99515-0
Fax +49 (0)228 99515-113
E-Mail info@bpb.de
Twitter @frag_die_bpb

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



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