Dossierbild Podium/Vortrag

Konservativ heute

Spurensuche, Bestimmungen, Abgrenzungen

Ein altes und ein neues Haus stehen vor einem hellblauen HimmelWas bedeutet Konservatismus heute - nur Altes bewahren? Klassische und modern Architektur in Vilnius. (© Getty Images)

"Konservatismus" ist in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Schlagwort in der politischen Debatte geworden – als Selbstbezeichnung, als Abgrenzung, als Angriff. Dabei geht es nicht nur um "Bekenntnisse" und "Anleitungen", um "Beobachtungen" und "Widerworte", um eine "Weltsicht" oder einem Weg aus "der Krise". In der Arena des Politischen geht es vor allem um die Deutungshoheit – bei linken, christlichen, nationalen, liberalen, revolutionären Konservativen. Um eine Frontstellung: Konservative gegen Konservative. Jeder reklamiert für sich, den tatsächlichen Konservatismus zu repräsentieren. Aber was ist eigentlich konservativ?

Die Frage ist nicht neu. Bereits in den 1950er Jahren wurde in der Bundesrepublik darüber diskutiert, was nach Hitler und Nationalsozialismus als konservativ gelten könne. Im "roten Jahrzehnt", den 1970er Jahren, zeigte sich dann das neue Selbstbewusstsein eines sich rekonstruierenden konservativen Spektrums. In diversen Publikationen bestimmte es den eigenen Standort und deutete ihn facettenreich aus. In gegenwärtigen Diskussionen scheint das vergessen. Eine archäologische Spurensuche ist daher bei der Bestimmung des Konservatismus unerlässlich, doch es bedarf auch aktuelle Kontextualisierungen, um die Frage zu beantworten: Was bedeutet "konservativ" im Jahr 2019?

Es diskutieren:
  • PD Dr. Jens Hacke, Universität Greifswald
  • Prof. em. Dr. Peter Graf Kielmansegg, Laudenbach
  • Diana Kinnert, Unternehmerin und Publizistin, Berlin
  • PD Dr. Martina Steber, Institut für Zeitgeschichte München – Berlin
Moderation: Ferdinand Otto, Zeit Online, Berlin

Termin

23.10.2019, von 18:00 bis 20:00

Ort

Bundeszentrale für politische Bildung
Adenauerallee 86
53113 Bonn

Für

Interessierte Bürgerinnen und Bürger; politische Bildnerinnen und Bildner; Lehrerinnen und Lehrer; Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung, Fachbereich "Extremismus"

Anmeldung

Kontakt

Hanne Wurzel
Bundeszentrale für politische Bildung
Adenauerallee 86
53113 Bonn
hanne.wurzel@bpb.de

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



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