Dossierbild Podium/Vortrag

"Oder Florida"

Lesung von und Diskussion mit Christian Bangel

"Oder Florida" - Cover"Oder Florida" - Cover (© Christian Bangel/Piper)

Oder Florida. Ort der Verheißung eines vermeintlich besseren Lebens in dem US-amerikanischen "Sunshine State", fernab der ostdeutschen Provinz-Tristesse. Oder Florida. Eine schmeichelhafte Allegorie für Frankfurt an der Oder, den Schauplatz des Romans. Gehen oder bleiben? Vor dieser Frage steht auch der Protagonist Mathias Freier. Die Oder-Stadt bietet viele Freiräume in den 1990er Jahren – Freier jobbt in einer Werbeagentur, schreibt für ein Stadtmagazin, feiert mit Freunden bis in den frühen Morgen in stillgelegten Fabriken und wird bald Pressesprecher einer wiedergegründeten Partei. Frankfurt an der Oder, das ist in der Zeit aber auch: Eltern, die ihre Jobs verlieren, die Öde der Provinz und junge Menschen, die reihenweise der Stadt den Rücken kehren, um im Westen Deutschlands ihr Glück zu versuchen. Und: Nazis, die "Zecken klatschen" als Lebensaufgabe definiert haben.

Die Reise zurück in die 1990er Jahre macht die Nachwendezeit im Osten des Landes nicht nur erlebbar, sondern thematisiert zudem die oft verdrängte alltägliche rechtsextreme Gewalt, die jeden traf, der nur ein Stückchen anders war.

Christian BangelChristian Bangel (© Christian Bangel)
Christian Bangel, geboren in Frankfurt an der Oder, lebt heute in Berlin. Er studierte Geschichte, gründete bei ZEIT ONLINE das Netzmagazin "ZUENDER" und den Blog "Störungsmelder", der seit vielen Jahren rechtsextreme Umtriebe publik macht. Nach einem Ausflug in die Politik – er wirkte im Grünen-Wahlkampf 2009 mit – kehrte er 2010 zu ZEIT ONLINE zurück. Er war Chef vom Dienst und Leiter der Pop-up-Ressorts #D17/#D18. Seit 2019 ist er politischer Autor. "Oder Florida" ist sein erster Roman.

Moderation:
Antonie Rietzschel wuchs in einem Dorf nahe der Sächsischen Schweiz auf, studierte Politikwissenschaften in Bremen und lebt nun in Leipzig. Als freie Journalistin arbeitet sie unter anderem für die "Süddeutsche Zeitung", recherchiert vor allem zu Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Ostdeutschland. Als Reporterin begleitete sie 2018 die Entwicklungen in Chemnitz und Köthen.

Termin

05.11.2019, von 18:00 bis 20:00

Ort

Bundeszentrale für politische Bildung
Adenauerallee 86
53113 Bonn

Für

Interessierte Bürgerinnen und Bürger; politische Bildnerinnen und Bildner; Lehrerinnen und Lehrer; Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler; Journalistinnen und Journalisten

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung, Fachbereich "Extremismus"

Anmeldung

Teilnahmegebühr: Eintritt frei
BItte melden sie sich bis zum 01.11.2019 an.

Kontakt

Hanne Wurzel
Bundeszentrale für politische Bildung
Adenauerallee 86
53113 Bonn
hanne.wurzel@bpb.de

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



Veranstaltungskalender

Oktober 2019 / November 2019

14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 01 02 03
04 05 06 07 08 09 10
11 12 13 14 15 16 17
Zurück Weiter

Dossier

Deutsche Demokratie

In der deutschen Demokratie ist die Macht auf mehr als 80 Millionen Menschen verteilt: Alle Bürger sind für den Staat verantwortlich. Aber wie funktioniert das genau? Wer wählt den Kanzler, wer beschließt die Gesetze? Und wie wird man Verfassungsrichter?

Mehr lesen