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48. bpb:forum "Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte …"

Kontrafaktische Geschichtserzählung

Menschen sitzen auf einer Bank in einer U-Bahn, die mit roten Streifen und einem weißen Reichsadler auf blauem Hintergrund bedruckt istReichsadler and Stripes - fiktionale Fahne als Werbung für "The Man in the High Castle", New York. (© Getty Images North America / AFP)

Wie sähe unser Leben wohl aus, wenn … In den letzten Jahren erfreuen sich Romane und Filme, die historische Ereignisse und Fakten aufgreifen, um dann einen alternativen Ausgang der Geschichte zu präsentieren, zunehmender Beliebtheit. In Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" werden Hitler und Goebbels während einer Kinovorstellung in Paris umgebracht. Plot der Serie "The Man in the High Castle" ist die Vorstellung, Nazi-Deutschland halte die Hälfte der USA besetzt. Der Roman "NSA – Nationales Sicherheits-Amt" (2018) spielt mit der Vorstellung, wie es gewesen wäre, hätte es schon zu Zeiten des "Dritten Reichs" das Internet und Social Media gegeben. Diese Gedankenspiele stehen längst nicht nur mit der Zeit des Nationalsozialismus in Verbindung, sondern widmen sich auch vielen anderen historischen Epochen. Doch was folgt aus der Verschmelzung von Fakten und Fiktionen? Sind sie reine Unterhaltung?

Anscheinend nicht nur, denn auch Teile der Geschichtswissenschaft nutzen diese so genannte kontrafaktische Methode, um über den Umweg möglicher Alternativverläufe besser historische Schlüsselmomente erfassen zu können. Ein Erkenntnisinteresse, das auch ersten entsprechend gestrickten Unterrichtsmaterialien zugrunde liegt. Allerdings nicht ohne Kritik, denn andere Vertreterinnen und Vertreter der Profession halten das für Scharlatanerie. Über die Popularität von Alternativwelten, ihre Faszination, Verführungen, Erkenntnismöglichkeiten und Grenzen diskutieren:
  • Juniorprofessorin Dr. Christiane Bertram, Universität Konstanz
  • Prof. emer. Dr. Richard Evans, University of Cambridge, Großbritannien
  • Prof. Dr. Christoph Nonn, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Dr. Julia Schumacher, Universität Hamburg
Moderation: Susanne Luerweg, Deutschlandfunk

Termin

27.11.2019, von 18:00 bis 20:00

Ort

Bundeszentrale für politische Bildung
Adenauerallee 86
53113 Bonn

Für

Interessierte Bürgerinnen und Bürger; politische Bildnerinnen und Bildner; Lehrerinnen und Lehrer; Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler; Haupt- und Ehrenamtliche aus Jugendarbeit, Prävention und Pädagogik, die mit historisch-politischer Bildung befasst sind; Journalistinnen und Journalisten

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung, Fachbereich "Extremismus"

Anmeldung

Kontakt

Hanne Wurzel
Bundeszentrale für politische Bildung
Adenauerallee 86
53113 Bonn
hanne.wurzel@bpb.de

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



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