Workshop auf der re:publica 2012.

Religiosität, Rassismus, Resilienz

Politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft zwischen Antidiskriminierungsarbeit und Radikalisierungsprävention

Angesichts rassistischer Diskurse und religiös begründeter Radikalisierungsprozesse steht politische Bildung vor der Herausforderung, zunehmend auch religiöse Fragen und Interessen aufzugreifen. Zudem spielen Erfahrungen mit antimuslimischem Rassismus für viele Jugendliche eine wichtige Rolle in der Bildungsarbeit. Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe politischer Bildung, die Vielfältigkeit muslimischer Denk- und Lebenswelten sichtbar zu machen und Jugendliche im Umgang mit Religion und religiöser Vielfalt zu stärken. Aber es geht auch darum, Erfahrungen mit Diskriminierungen und rassistischen Anfeindungen anzuerkennen und Frustrationen und Ohnmachtsgefühle angesichts gesellschaftlicher und internationaler Konflikte aufzugreifen, um gemeinsam mit Jugendlichen Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

In diesem Workshop werden Götz Nordbruch und Mirjam Gläser auf Basis ihrer Erfahrungen bei ufuq.de pädagogische Umgangsweisen vorstellen, die auch ohne religiöses Fachwissen eine Auseinandersetzung mit Religiosität, antimuslimischem Rassismus und religiös begründetem Extremismus ermöglichen. Im Mittelpunkt steht die Anerkennung von biographischen und lebensweltlichen Erfahrungen und Erwartungen von muslimisch markierten Jugendlichen. Zum anderen geht es darum, demokratie- und freiheitsfeindliche Denk- und Verhaltensweisen zu erkennen und ihnen im Alltag zu begegnen.

Mit inhaltlichen Inputs und Gruppenarbeitsphasen werden wir unter anderem folgende Fragen näher beleuchten:
  • Wie wirken antimuslimische Diskurse auf das Selbstverständnis von Jugendlichen?
  • Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Diskriminierungserfahrungen und Radikalisierungsprozessen?
  • Wieviel Religiosität steckt eigentlich in der Radikalisierung?

Termin

14.06.2019,12:30 bis 15.06.2019,13:30

Ort

Schmerlenbach Tagungszentrum
Schmerlenbacher Str. 8
63768 Hösbach

Für

Beschäftigte und Aktive in der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit sowie in Wissenschaft und Verwaltung

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung

Anmeldung

Teilnahmegebühr: keine
Die Teilnehmer(innen)-Zahl ist auf 15 Personen beschränkt. Wir behalten uns vor, die Anmeldefrist bei sehr großem Andrang vorzeitig zu beenden.
Ihre Anmeldung ist erst verbindlich, wenn Sie von unserer Seite eine Bestätigung erhalten. Dann übernimmt die bpb im Rahmen der Veranstaltung die Kosten für Übernachtung und Verpflegung. Eine Übernahme der Reisekosten durch die bpb ist nicht möglich.

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Frank Schellenberg
Tel +49 (0)228 99515-343
frank.schellenberg@bpb.de

Bürgerservice der bpb

Sie haben Fragen? Treten Sie mit unserem Bürgerservice in Kontakt:
Tel +49 (0)228 99515-0
Fax +49 (0)228 99515-113
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Twitter @frag_die_bpb

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



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