Workshop auf der re:publica 2012.

Re-Design Democracy / Demokratie entwerfen

Kann Design die Demokratie verbessern?

Vor einem schwarzen Hintergrund ist ein tanzender Mensch zu sehen, von pinken Sprechblasen umgebenPlakat der Workshopreihe "Re-Design Democracy" / "Demokratie entwerfen"
Die vier Workshops zum Thema "Re-Design Democracy / Demokratie entwerfen" finden zwischen dem 8. und 19. September 2019 in München statt. Eingeladen sind Design- und Politikinteressierte, Einzelpersonen und Gruppen mit Interesse an Gestaltung des öffentlichen Raumes. Die Workshopreihe setzt sich damit auseinander, ob und wie Design symbolische Repräsentation, praktische Organisation, alltägliche Umsetzung und räumliche Ausdehnung von Demokratie verbessern und weiterentwickeln kann.

Inhalte der Workshops sind u.a. Szenarien der Demokratieverbesserung, ein Soundwalk über Gewalt durch Klänge im öffentlichen Raum, soziale Utopien der Selbstorganisation und öffentliche Gestaltungsberatung. Die Workshops sollen auf praktische Weise Wechselwirkungen zwischen Kultur und Politik sichtbar machen.

Die Workshops wurden in einem demokratischen Prozess ausgewählt und werden in Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung mit Die Neue Sammlung und Prof. Friedrich von Borries veranstaltet. Sie sind Teil des Begleitprogrammes der Ausstellung "Friedrich von Borries. Politics of Design, Design of Politics", die bis zum 29. September 2019 in München zu sehen ist.

Die Anmeldung zu den Workshops erfolgt per E-Mail bis zum 02.09.2019 (bitte unbedingt angeben, an welchem Workshop Sie teilnehmen möchten).

Am 19. September 2019 findet eine öffentliche Podiumsveranstaltung statt, die die Ergebnisse der Workshops diskutiert und in den Ausstellungskontext einordnet.

Workshop 1: "#Was wäre, wenn...? Realität, Nicht-Realität und die Demokratie dazwischen."

Sonntag, 08.09.2019, 14:00-18:00 Uhr

In Anlehnung an die Rubrik "Was wäre, wenn…?" des Wirtschaftsmagazins brand eins werden unterschiedliche Szenarien angeboten, worauf aufbauend Träume, Thesen & Hypothesen zur Demokratieverbesserung entwickelt werden können:
"Was wäre, wenn...?

1. … politisches Engagement uns zu "Superstars" machen würde?"
2. … alles was ich konsumiere, einen Einfluss auf die Wahlergebnisse hätte?"
3. … es Demokratisierungsprozesse in der Wirtschaft gäbe?"
4. … es keine nationalstaatlichen Grenzen mehr gäbe?"
Gemeinsam diskutieren und gestalten wir Prototypen, um unsere Ideen greifbar und erlebbar zu machen.

Leitung: Kalinke Vincente, München (www.allwecan-do.com)
24 Plätze (ab 14 Jahren)


Workshop 2: "Blocking the Sound – Ein Workshop zu akustischer Gewalt und Alltagsgegenständen, mit Soundwalk"

Donnerstag, 12.09. bis Freitag 13.09.2019, jeweils 15:00–18:00 (Hinweis: wird zweimal angeboten)

Sprache in Englisch und Deutsch.

"Blocking the sound" ist eine Workshop-Serie über Gewalt durch Klang. Dieser Workshop betrachtet das Laufen auf dem Gehweg als privilegierte Handlung. Daher beginnt der Workshop mit einem Soundwalk, währenddessen die Teilnehmer*innen über das Thema nachdenken können. Ein gebräuchlicher Schutz vor akustischer Gewalt während des Gehens ist die Verwendung von Kopfhörern. Im Rahmen des Workshops werden die Teilnehmer*innen aufgefordert, verschiedene Kopfhörer aus recyceltem Material zu entwerfen.

Leitung: Banu Çiçek Tülü, Berlin
20 Plätze (ab 12 Jahre)


Workshop 3 (2-tägig): "Design Utopia"

Samstag 14.09. bis Sonntag 15.09.2019, jeweils 10:00–18:00 Uhr

Mehrheitsentscheide, Geheimdienste, parlamentarische Hinterzimmer, stimmlose Stadtteilräte – all das ist Teil von Demokratie. Demokratie bedeutet immer auch der Verweis auf eine höhere Instanz, die das Leben regelt. Es geht um Hierarchie. Wie wäre eine Gesellschaft organisiert, die sich basis-demokratisch versteht? Wir schlagen vor: Eine Übung in sozialen Utopien, ein Gegenentwurf! Neben theoretischen Erkundungen versuchen wir uns in Selbstorganisation.

Leitung: HEFT = Ina Römling & Torben Körschkes, Hamburg und Caroline Kapp, München
20 Plätze (ab 12 Jahre)


Workshop 4 (3-tägig): "Vorbereitungscamp für eine Öffentliche Gestaltungsberatung (mit Probetraining)"

Dienstag, 17.09. bis Donnerstag 19.09.2019, jeweils 14:00–17:00

Die Öffentliche Gestaltungsberatung bietet niedrigschwellige und kostenlose Unterstützung für die gestalterische Auseinandersetzung mit Alltagsproblemen. Sie arbeitet mit und für Menschen, die sich sonst kein professionelles Design leisten können. Die Gestaltungsberatung wurde bereits mehrfach an unterschiedlichen Orten mit je unterschiedlichen Projektpartner*innen erprobt. Anspruch ist dabei immer, gestalterische Auseinandersetzungen nicht um fiktive, sondern um wirkliche Probleme zu führen. Nach einer theoretischen Einführung wird an praktischen Umsetzungsfragen u.a. durch Stadterkundungen gearbeitet. Der Workshop schließt mit Übungen zur Gestaltungsberatung ab.

Leitung: Öffentliche Gestaltungsberatung der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) (www.design.hfbk-hamburg.de)
15 Plätze (ab 14 Jahren)

Informationen zur Gestaltungsberatung
www.gestaltungsberatung.org
howto.gestaltungsberatung.org

Weiterführende Links


Termin

08.09.2019 bis 19.09.2019

Ort

Die Neue Sammlung – The Design Museum
Türkenstraße 15
80333 München
info@die-neue-sammlung.de

Für

Interessierte Bürgerinnen und Bürger

Veranstalter

  • Bundeszentrale für politische Bildung
  • Die Neue Sammlung - The Design Museum
  • Prof. Dr. Friedrich von Borries


  • Anmeldung

    Teilnahmegebühr: kostenlos
    4 Workshops à ca. 20 Teilnehmer/-innen ab 12, 14 bzw. 16 Jahren. Bei Anmeldung bitte unbedingt angeben, an welchem der Workshops Sie teilnehmen möchten.

    Anmeldung bei

    Bitte melden Sie sich unter Nennung des Workshops bis zum 02.09.2019 unter folgender E-Mail an: workshop@dnstdm.de

    Kontakt

    DIE NEUE SAMMLUNG
    E-Mail: workshop@dnstdm.de

    Bundeszentrale für politische Bildung
    Projektgruppe Politische Bildung und Kultur
    Dr. Sabine Dengel
    sabine.dengel@bpb.de

    Pressekontakt

    Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.

    

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