Eine Straße durch die Wüste Negev in Israel.

Fundraising, Philanthropie und Zivilgesellschaft in Israel

bpb-Studienreise nach Israel

Schimon Peres startet die alljährliche Krebs-Spendenkampagne, 09.10.2013.Schimon Peres startet die alljährliche Krebs-Spendenkampagne, 09.10.2013. (© picture-alliance, ZUMA Press)
Schon beim ersten Zionistenkongress 1897 in Basel nahm der Begründer des politischen Zionismus, Theodor Herzl, seinen Hut vom Kopf und bat die Delegierten, ihn mit Spenden für den Bodenerwerb in Palästina zu füllen. Die von ihm entworfene Vision eines "Judenstaates" wurde 1948 zur Grundlage für den Staat Israel, der in diesem Jahr den siebzigsten Jahrestag seiner Staatsgründung begeht.

Viele von Herzls Visionen wurden in den vergangenen Jahrzehnten zur Realität und von Anfang an ist die Gründung und der Aufbau des Staates Israel eng verknüpft mit der finanziellen Unterstützung von Juden aus der ganzen Welt. Und auch innerhalb des Landes wächst die Kultur der Philanthropie, nicht zuletzt durch die wirtschaftliche Entwicklung, stetig. Für viele Universitäten und Krankenhäuser ist Fundraising heute eine überlebenswichtige Säule im Finanzierungsmix.

Reist man durch das Land, dann sind die Hinweise dieser Spendenbereitschaft unübersehbar. Ob an Schulen, Hochschulen, im Theater oder im Biblischen Zoo in Jerusalem. Fast überall findet man Zeichen für die unterschiedlichsten Fundraising-Aktionen: Danke-Plaketten an Gebäuden, Baumpatenschaften, Sammeldosen und vieles mehr. Sie sind Ausdruck einer lebendigen Fundraising-Kultur und gelebter Philanthropie. Und auch im Bereich der politisch-historischen Bildung gibt es in Israel zahlreiche Beispiele für Fundraising-Aktivitäten. Ob in Yad Vashem, Givat Haviva oder in zahlreichen anderen NPOs: Fundraiserinnen und Fundraiser tragen in Israel ganz wesentlich mit dazu bei, dass sich Bildungsangebote weiter entwickeln können.

Ziel der Reise ist es, möglichst viele dieser gelungenen Beispiele für Fundraising in Israel kennen zu lernen und zu ergründen, welche gesellschaftspolitischen Themen aktuell Spenderinnen und Spender mobilisieren. Und immer wieder soll gefragt werden: worin bestehen die besonderen Herausforderungen an Fundraising, die sich aus der aktuellen Situation in Israel ergeben? Welche Auswirkungen haben die gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Diskurse und Problemfelder der israelischen Gesellschaft und Politik und die innerisraelische Spannungen und Konflikte (soziale, religiöse, jüdisch-arabische etc.) auf Fundraising-Strategien und die Entwicklung der Philanthropie?

In Gesprächen mit Praktikerinnen und Praktikern soll die Chance gegeben werden, ein tieferlegendes Verständnis dafür zu entwickeln, wie die israelische Gesellschaft funktioniert, wie Zivilgesellschaft organisiert ist und wie sich die Philanthropie und das Fundraising in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben. Zudem soll die Reise an einem Tag in das palästinensische Autonomiegebiet führen, um auch hier einen Eindruck von den dortigen Problemlagen und der Verbindung zum Thema Fundraising zu bekommen.

Vorbereitungstreffen

16.11.2018

Allgemeine Hinweise

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Ehepartner/innen, Lebensgefährten/innen und Verwandte nicht gemeinsam für eine Studienreise berücksichtigen können, selbst wenn die Multiplikatoreneigenschaft auf beide zutrifft. Bewerbungen von Interessenten/innen, die aktiv im Berufsleben stehen, werden bei der Auswahl der Teilnehmenden grundsätzlich bevorzugt berücksichtigt. Die Auswahl der Teilnehmenden aus allen vorliegenden Bewerbungen behält sich die bpb vor. Bei der großen Zahl der Interessenten ist es uns leider nicht möglich, den Eingang jeder Anfrage eigens zu bestätigen. Die Reiseveranstaltungen sind als förderungswürdig im Sinne des § 9, Satz 2 der "Verordnung über den Sonderurlaub für Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte sowie für Richterinnen und Richter des Bundes" vom 1. Juni 2016 (BGBl. I S. 1284) anerkannt. Für Landesbeamte/innen und Angestellte gelten die landesrechtlichen Regelungen über Sonder- bzw. Bildungsurlaub. Die Einladung zur Teilnahme wird etwa ein Vierteljahr vor Beginn der Studienreise ausgesprochen.

Einige Hinweise zum Thema Sicherheit

Die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat bei der Planung und Durchführung der Studienreisen der bpb stets höchste Priorität. Dies bedeutet zugleich, dass Reisen von uns als Veranstalter nur dann durchgeführt werden, wenn es die Sicherheitslage vor Ort zulässt. Während der Reisen arbeiten wir mit erfahrenen und uns bekannten israelischen Reisebegleitern zusammen. Alle Fahrten werden grundsätzlich in einem Tourbus und nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen. Die jeweilige Reiseleitung der bpb steht kontinuierlich in Kontakt zur Deutschen Botschaft in Tel Aviv sowie zu israelischen Sicherheitsbehörden. Aufgrund aktueller politischer Entwicklungen vor Ort kann es durchaus zu kurzfristigen Programmänderungen kommen.

Bewerbungen werden nur über das online-Bewerbungsformular entgegen genommen.

Termin

16.11.2018 bis 28.11.2018

Ort

Israel

Für

Fundraisingverantwortliche in Einrichtungen der politischen Bildung, Fundraiser und Fundraiserinnen

Anmeldung

Teilnahmegebühr: 1100 Euro
Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt ca. 3 Monate vor Reisebeginn.
Die Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht.

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Susan Jakobi-Razak
Fachbereich Veranstaltungen
Tel +49 (0) 228-99515 247
Israel-Studienreisen@bpb.bund.de

Bürgerservice der bpb

Sie haben Fragen? Treten Sie mit unserem Bürgerservice in Kontakt:
Tel +49 (0)228 99515-0
Fax +49 (0)228 99515-113
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Twitter @frag_die_bpb

Pressekontakt

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