Eine Straße durch die Wüste Negev in Israel.

Israels Grenzen

Grenze zu Jordanien nahe der Hamat Gader, IsraelGrenze zu Jordanien nahe der Hamat Gader, Israel (© picture-alliance, imageBROKER)

Grenzen haben in Israel eine vielschichtige und widersprüchliche Bedeutung: Sie trennen, sie schützen, sie definieren, sie provozieren, sie formen, sie verschwinden, sie erklären. Aus territorialer, geopolitischer Sicht sind die gegenwärtigen Grenzverläufe zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten meistens das Ergebnis von Kriegen und damit Waffenstillstandslinien. Nur mit Jordanien und Ägypten sind Grenzverläufe durch Friedensverträge festgelegt. Grenzanlagen prägen auch das Verhältnis zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten. Aber auch innergesellschaftlich stoßen wir auf eine Vielzahl von Trennlinien und Polarität: zwischen Religion und Säkularismus, zwischen Stadt und Land, zwischen jüdischer und nicht-jüdischer Bevölkerung, zwischen reich und arm, zwischen Tradition und Innovation, zwischen Einwanderern und Sabras (im Land Geborene), zwischen der politischen Rechten und Linken.

Alle äußeren und inneren Grenzen sind ein zentrales Thema des politischen, medialen und gesellschaftlichen Diskurses in Israel und spiegeln sich zugleich im Alltag der Menschen wider. Schließlich stellt sich 2020 - 75. Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz - die Frage historischer Brüche und Grenzüberwindungen im deutsch-israelischen Verhältnis und ihre Bedeutung für die zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem Holocaust und Antisemitismus. Durch Begegnungen, Gespräche und themenorientierte Exkursionen auf einer Route von Tel Aviv über den Norden des Landes nach Jerusalem mit seinen östlichen und westlichen Stadtteilen, erhalten die Teilnehmenden einen fundierten Überblick über die komplexe politische und gesellschaftliche Realität Israels.

Vorbereitungstreffen
13.03.2020 in München

Allgemeine Hinweise
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Ehepartner/innen, Lebensgefährten/innen und Verwandte nicht gemeinsam für eine Studienreise berücksichtigen können, selbst wenn die Multiplikatoreneigenschaft auf beide zutrifft. Bewerbungen von Interessenten/innen, die aktiv im Berufsleben stehen, werden bei der Auswahl der Teilnehmenden grundsätzlich bevorzugt berücksichtigt. Die Auswahl der Teilnehmenden aus allen vorliegenden Bewerbungen behält sich die bpb vor. Bei der großen Zahl der Interessenten ist es uns leider nicht möglich, den Eingang jeder Anfrage eigens zu bestätigen. Die Reiseveranstaltungen sind als förderungswürdig im Sinne des § 9, Satz 2 der "Verordnung über den Sonderurlaub für Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte sowie für Richterinnen und Richter des Bundes" vom 1. Juni 2016 (BGBl. I S. 1284) anerkannt. Für Landesbeamte/innen und Angestellte gelten die landesrechtlichen Regelungen über Sonder- bzw. Bildungsurlaub. Die Einladung zur Teilnahme wird etwa ein Vierteljahr vor Beginn der Studienreise ausgesprochen.

Einige Hinweise zum Thema Sicherheit
Die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat bei der Planung und Durchführung der Studienreisen der bpb stets höchste Priorität. Dies bedeutet zugleich, dass Reisen von uns als Veranstalter nur dann durchgeführt werden, wenn es die Sicherheitslage vor Ort zulässt. Während der Reisen arbeiten wir mit erfahrenen und uns bekannten israelischen Reisebegleitern zusammen. Alle Fahrten werden grundsätzlich in einem Tourbus und nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen. Die jeweilige Reiseleitung der bpb steht kontinuierlich in Kontakt zur Deutschen Botschaft in Tel Aviv sowie zu israelischen Sicherheitsbehörden. Aufgrund aktueller politischer Entwicklungen vor Ort kann es durchaus zu kurzfristigen Programmänderungen kommen.

Termin

13.03.2020 bis 25.03.2020

Ort

München und Israel

Für

Für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der politischen Bildung und Journalistinnen und Journalisten

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung

Anmeldung

Teilnahmegebühr: 1.100 Euro
Die Teilnahmegebühr umfasst Hin- und Rückflug von Deutschland nach Israel, Unterbringung in Doppelzimmern und Verpflegung auf Basis von Halbpension.
Für Details siehe: PDF-Icon Häufig gestellte Fragen zu den Israel-Studienreisen.

Bewerbungen werden nur über das Online-Bewerbungsformular entgegengenommen.
Bewerbungsfrist: 05.01.2020.
Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt spätestens ca. 3 Monate vor Reisebeginn.
Von Fragen zum Stand der Bewerbung bitten wir abzusehen, wir melden uns bei Ihnen.

Kontakt

Sie haben Fragen?
Schreiben Sie uns eine Mail: israel-studienreisen@bpb.de

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



Informationen zur politischen Bildung

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Wer kann sich auf die MOE-Studienreisen der bpb bewerben? Welche Kriterien gibt es bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber? Wie erfolgt das Bewerbungs- und Einladungsverfahren? Die Antwort auf diese und weitere Fragen finden Sie hier. (PDF-Version: 94 KB)

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