Preis Politische Bildung 2011
Politische Bildung und Politische Partizipation
Mit dem Preis Politische Bildung wird aus der Vielfalt bürgerlichen Engagements eine Auswahl getroffen, die ausdrücklich das Ziel der politischen Partizipation verfolgt. Als Bewerbung willkommen waren Projekte und Aktivitäten, die dazu beitragen, Menschen zu motivieren, sich in politischen Zusammenhängen zu engagieren und Distanz zur Politik und den Politikerinnen und Politikern zu überwinden.Die besonderen Leistungen, die in der Politischen Bildung erbracht werden, hervorzuheben, sichtbar zu machen und zu würdigen, das ist die Idee des "Preises Politische Bildung". Ausgezeichnet werden Projekte und Veranstaltungen, die
- die demokratische politische Kultur in nachhaltiger Weise stützen und entwickeln helfen,
- politisches und historisches Lernen kreativ, teilnehmerorientiert und in aktivierender Weise fördern,
- für das Gemeinwesen wichtige neue Themen in die Arena der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung einbringen.
Die Preisträger
- 1. Preis (10.000 Euro): Projekt "PARLAMENT- Kommunalwahlen in Słubfurt" des Vereins Słubfurt e.V. Die Stadt Słubfurt liegt zur Hälfte in Polen (Słubice) und Deutschland (Frankfurt an der Oder), wurde 1999 gegründet und 2000 in das Register der Europäischen Städtenamen (RES) eingetragen. Auf Basis des Słubfurter Grundgesetzes wurden Parteien gebildet und Kommunalwahlen organisiert. Das Projekt setzt sich mit der Identitätsbildung und der bürgergesellschaftlichen "Selbstgestaltung" eines grenzüberschreitenden Stadtraumes mit zwei unterschiedlichen Sprachen, Gesellschafts- und Denksystemen auseinander.
- 2. Preis (5.000 Euro): Projekt "Politik trifft Hartz IV. Neue Verbindungen wagen" des Nell-Breuning-Hauses. Rund 200 Langzeitarbeitslose diskutierten auf "Augenhöhe" mit Politikerinnen und Politikern über die Folgen der Arbeitslosigkeit. Durch kreative Seminare wurde auch bildungsferne Teilnehmende einbezogen und dazu bewogen, ihre Anliegen künftig in politischer und kultureller Bildung zu platzieren.
- Medienpreis: Projekt "PHOENIX-Politiker-Speed-Dating" und "Schlichtungsgespräche zu dem Bahnprojekt Stuttgart 21" des Fernsehsenders PHOENIX. Mit dem Projekt sei es PHOENIX gelungen, mit unkonventionellen Formen wie dem Speed-Dating und einer groß angelegten und medial aufbereiteten Darstellung eines Großprojektes für ein politisches Vorhaben Interesse zu wecken und dieses über einen langen Zeitraum wach zu halten, so die Begründung der Jury.
- Sonderpreise: Projekt "Gender Camp 2010" des ABC Bildungs- und Tagungszentrum e.V. Das "Gender Camp 2010" ist das weltweit erste BarCamp zum Thema Geschlechterverhältnisse und Netzpolitik. Die Jury würdigte damit insbesondere den Einsatz von Social Media in der Politischen Bildung. Projekt "Radio CORAX" des Vereins CORAX e.V. Bei dem Projekt verschaffen sich Menschen unterschiedlichen Alters, sozialer und kultureller Herkunft über das Medium Radio Gehör zu gesellschaftspolitischen und soziokulturellen Themen.
Der Preis:
Der "Preis Politische Bildung" wird alle zwei Jahre durch den Bundesausschuss Politische Bildung (bap) verliehen. Gefördert wird er vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Der Bundesausschuss Politische Bildung (bap) besteht aus rund 30 bundesweit arbeitende Trägerverbände der außerschulischen politischen Jugendund Erwachsenenbildung. Gemeinsames Ziel ist, die demokratische Kultur in Deutschland durch Kooperation in der politischen Bildungsarbeit weiter zu stärken.
Weitere Informationen finden Sie unter
»www.bap-politischebildung.de«.
Termin
01.01.2011 bis 01.03.2011Veranstalter
Der Preis Politische Bildung wird vom »Bundesausschuss Politische Bildung (bap)« mit finanzieller und ideeller Förderung des »Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)« und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) vergeben.Kontakt
Hanne WurzelFachbereich Förderung
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