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11.5.2015

Wandern zwischen den Welten: Projekt zu Migration und Arbeit

Ausstellungseröffnung in Voerde am 13. Mai 2015

Comic aus der Ausstellung (© Nadine Redlich)
Wie fühlt es sich für Migrantinnen und Migranten an, ihre Städte und Dörfer zu verlassen, um sich ein neues Leben anderswo aufzubauen? Welche Erfahrungen machen sie bei der Arbeitssuche und auf dem Arbeitsmarkt? Diesen Fragen geht die ungarische Stipendiatin Anikó Fischer in ihrem Projekt "Wandern zwischen den Welten: Migration und Arbeit" nach. Die junge Frau aus Budapest war im Rahmen von "Politische Bildung in Aktion" von November 2014 bis Januar 2015 bei Arbeit und Leben NRW im Einsatz.

Im Zentrum des Projektes stehen zum einen Interviews mit Migrantinnen und Migranten, die zum Arbeiten nach Deutschland gekommen sind. Zudem hat Anikó junge Menschen, deren Familien seit Generationen in Deutschland leben, zu ihren Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt befragt. Ihre Erzählungen und Erinnerungen werden mit Hilfe von Comics und Zeitleisten zum Leben erweckt. Das Medium Comic ermöglicht es, die Geschichten nachzuzeichnen sowie Stimmungen und Gefühle einzufangen.

Während der "Aktionstage Politische Bildung" werden die Comics im Jugendzentrum "Stockumer Schule" in Voerde gezeigt: Die Ausstellung wird dort am 13. Mai 2015 eröffnet.

Interview mit Anikò Fischer

Anikó FischerAnikó Fischer (© bpb)
Was war ein Highlight deiner Stipendienzeit?

Die Periode, als ich die Interviews für mein Projekt geführt habe. Ich habe mich mit so vielen interessanten Leuten getroffen und über ihre Lebensgeschichten gesprochen. Das war eine sehr spannende Zeit für mich.

Was hast du durch die Interviews herausgefunden?

Ich habe erfahren, dass es sehr schwierig ist, in ein neues Land umzuziehen und dort ein eigenes Leben zu starten und aufzubauen. Menschen, die nach Deutschland migriert sind, unterstützen andere Menschen in derselben Situation durch politische und soziale Initiativen.

Gab es während deiner Stipendienzeit etwas, das dich überrascht hat?

Während meines Stipendiums habe ich an einer "Antibias"-Fortbildung teilgenommen. Mit Hilfe der verschiedenen psychologischen Aufgaben habe ich mich selbst besser kennengelernt, was den Aspekt Diskriminierung betrifft. Was mich wirklich überrascht hat, dass ich wahrscheinlich wegen der kulturellen Unterschiede ganz unterschiedlich über die Diskriminierung denke, als die anderen deutschen Teilnehmern (meistens mit Migrationshintergrund). Verschiedene Denkweise zu erkennen, ist immer sehr nützlich, deshalb habe ich während dieser Fortbildung sehr viel gelernt.

Gab es eine besondere Begegnung, die dir in Erinnerung bleiben wird?

Ich habe ein Interview mit einem ungarischen Mann geführt, der seit fast fünfzig Jahren in Düsseldorf lebt. Er hat das "Eine Welt Forum Düsseldorf e.V.", die in sehr vielen Projekten beteiligt sind, die die Integration der Migranten und Flüchtlingen hilft, mit gegründet. Er hat dafür das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland bekommen. Er hat mich sehr inspiriert.

Was nimmst du von der Stipendienzeit mit für dein Engagement zu Hause?

Mit meiner Organisation Young Citizens Danube Network möchten wir mein Projekt weiterführen, aber mit Fokus auf die Probleme der ungarischen Gesellschaft, besonders die Roma-Frage.

Hat sich dein Verständnis von politischer Bildung durch die Stipendienzeit verändert?

Ja. Während meiner Stipendienzeit habe ich sehr viel über die deutsche politische Ordnung, über die Demokratie generell und über den Holocaust gelernt und vieles verstehe ich jetzt besser.


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