Methoden
Offen - aktiv - handlungsorientiert
Hierzu gehören insbesondere fragengeleitete Diskussionen, Impulsvorträge, Lesereisen und Kurzfilme, die Entwicklung von Zukunftsszenarien, Erkundungen im unmittelbaren Lebensumfeld und Lernen aus eigener Beobachtung, Perspektivenwechsel durch die Übernahme einer Rolle in einem Plan- oder Rollenspiel sowie Tools aus dem systemischen Lernen.
Warm-ups
Warm-ups sind 'der Kitt_, der einen Workshop zusammenhält. Sie können unterschiedliche Funktionen erfüllen:
- Warm ups, die in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen, der Schaffung einer vertrauensvollen Atmosphäre und der Gruppendynamik dienen;
- Bewegungs-Warm ups zur Auflockerung arbeitsintensiver Phasen oder
- Warm ups als spielerische Heranführung an ein Themenfeld.
Senkblei-Übungen
Es wird viel gesagt über die Globalisierung – aber meist bleibt es sehr allgemein. Schaut man genauer hin, erweist sich die Wirklichkeit als vielschichtiger oder manchmal sogar ganz anders. Für das Projekt wurde die Methode "Senkblei-Übung" entwickelt und erprobt. Eine Senkblei-Übung ist eine Momentaufnahme. In ihr werden von den Teilnehmenden zu einer selbst entwickelten Fragestellung/ Ausgangshypothese Informationen in dem ihnen zugänglichen Umfeld gesammelt (Zeitungsauswertung, Supermarktanalyse, Umfragen, Internetdatenbanken, etc.). Es geht darum, wo und wie wir Globalisierungsprozesse und deren Auswirkungen erkennen und Veränderungen beobachten können. Im Anschluss werden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen präsentiert und reflektiert. Senkblei-Übungen sollen die wache Wahrnehmung für das Spezifische der konkreten Lebensumwelt schärfen – und damit verallgemeinernden Vorstellungen entgegenwirken, die vom wirklichen Hinsehen abhalten. Senkblei-Übungen leben von der Neugier, die Umgebung zu erkunden und Fähigkeit, eigene Annahmen in Frage zu stellen. Die Teilnehmenden agieren als Forscher´ und lernen durch unmittelbare Erfahrungen. Senkblei-Übungen gehen stets vom Konkreten zum Allgemeinen. Wenn diese Art der Betrachtung über einen längeren Zeitraum weiterverfolgt wird (auch im Anschluss an die Übungen), erhalten die größeren Zusammenhänge zunehmend Konturen und Veränderungen werden leichter wahrgenommen.
Szenario-Übungen
Das über die letzten fünf Jahrzehnte entwickelte Instrumentarium der Szenario-Methode ermöglicht es, systematisch unterschiedliche Zukunftsalternativen zu identifizieren und in ihren Konsequenzen für das eigene Handeln zu durchdenken. Ein Szenario ist eine erzählerische Darstellung einer möglichen zukünftigen Situation, die auch Hinweise auf den Entwicklungsweg geben, der ausgehend von der heutigen Ausgangslage dorthin geführt hat. Anders als Prognosen, wollen Szenarien nicht vorhersagen, was in der Zukunft passieren wird, sondern unterschiedliche Möglichkeiten aufzeigen, was passieren könnte: "Was wäre, wenn...?". Ein wesentliches Ziel von Szenario-Übungen liegt damit darin, sich unterschiedlicher Zukunftsalternativen und Möglichkeiten zu deren Gestaltung bewusst zu werden und im Idealfall sogar neue Alternativen zu (er-)finden. Gegensätzliche Zukunftsentwürfe können gleichberechtigt nebeneinander durchgespielt und reflektiert werden. Diese Form des Lernens vollzieht sich in spielerischer Form und dient neben der Aneignung von Sach- und Orientierungswissen auch der Förderung von sozialkommunikativen Fähigkeiten und Kreativität.
Für die Arbeit von teamGLOBAL wird die Szenario-Methode auf zweierlei Weise genutzt: durch die selbstständige Entwicklung von Szenarien zu einer bestimmten Fragestellung (Szenario-Übung) oder die Antizipation und Reflektion von bereits von Forschungseinrichtungen, Internationalen Organisationen, etc. erarbeiteten Szenarien wie z.B. für den Themenbereich Ökologie oder Zukunft der Weltwirtschaft.
Planspiele
Partizipative Simulationen sind "Mikrowelten", in denen ein vereinfachtes Modell konstruiert wird, um auf diese Weise Erkenntnisse über reale, dynamische Systeme zu gewinnen. Die Teilnehmenden übernehmen für eine gewisse Zeit die Rolle eines Akteurs. Basierend auf einem vorgegebenen Ausgangsszenario und einem Entscheidungs- bzw. Verhandlungsrahmen werden Verhaltensmuster, Lösungen und Kompromisse entwickelt. Gleich, ob es um politische Verhandlungssysteme, Marktgeschehen, die Energieversorgung Europas oder die Regulierung von Verkehrsströmen geht, partizipative Simulationen ermöglichen ein hohes Maß an Beteiligung und aktivem Lernen. Unterschiedliche Perspektiven, Interessengegensätze und die Dynamik der politischen Entscheidungsfindung bei zahlreichen Akteuren werden unmittelbar erfahrbar. Im Rahmen des Projekts ist u.a. die Simulation "Wertekommission – Our Common Ground" erarbeitet worden, in der Vertreter aus verschiedenen Weltregionen über die Verwirklichung der UN-Millenium Development Goals verhandeln.
Systemanalysen
Viele Fragestellungen, die sich aus der Globalisierung ergeben, zeichnen sich durch ein hohes Maß an Komplexität aus. In einer Systemanalyse werden die Annahmen der Teilnehmenden über bestehende Wirkungszusammenhänge explizit sichtbar gemacht und auf ihre Konsistenz hin reflektiert. Ziel ist hierbei, ein tieferes Verständnis über Zusammenhänge, Einflussfaktoren und Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf eine bestimmte Fragestellung zu erlangen. Im Rahmen des Projekts wurden hierfür u.a. Materialien und Lernspiele entwickelt und z.T. bestehende Methoden adaptiert, die einen niedrigschwelligen Einstieg in die Welt des systemischen Denkens ermöglichen.
Storytelling
Die Funktionen eines narrativen Zugangs in der politischen Bildung sind vielschichtig: Geschichten dienen der individuellen und gesellschaftlichen Identitätsbildung. Geschichten sind eine Form der Kommunikation, die insbesondere Jugendlichen nahe kommt. Geschichten kann man leichter weiter erzählen und sich besser merken, als bloße Sachinformationen. Komplexe und mehrdeutige Zusammenhänge und Sachverhalte können in einer Geschichte ausgedrückt werden. Geschichten kann man nicht nur verstehen, sondern miterleben. Sie rufen konkrete Vorstellungen hervor, die nicht nur den Verstand sondern auch das Gefühl ansprechen. Geschichten können dazu genutzt werden Veränderungsprozesse zu unterstützen, indem sie die Aufmerksamkeit für ein Thema und die Motivation zur persönlichen Partizipation erhöhen. Für die Ausbildungszyklen von teamGLOBAL wurden u.a. ein interaktiver Zeitstrahl mit Ereignissen der letzten fünf Jahrzehnte zum Thema "Entstehen eines Globalen Bewusstseins´" erstellt – ergänzt um Anekdoten aus der Globalisierungsgeschichte, die einzelne Aspekte und Entwicklungen bildhaft veranschaulichen. Im Rahmen des Projekts wurden zudem eine Reihe von Storytelling-Übungen entwickelt und erprobt. Die Arbeit mit unterschiedlichen Medien und narrativen Elementen ist ein Kernmerkmal von teamGLOBAL.
Zeitschriftbpb:magazin
Aus drei mach eins! Kannten Sie bisher das Publikationsverzeichnis, den Veranstaltungskalender und den Flyer für die Studienreisen, so bietet das bpb:magazin den Service dieser drei Publikationen und viele weitere interessante Informationen nun aus einer Hand. Weiter...
5. Fundraising-Tag der politischen Bildung - 10. Juni 2011, Köln (KOMED)
Für immer mehr Bildungseinrichtungen wird es unausweichlich, ein professionelles Fundraising aufzubauen. Während des Fundraising-Tages organisieren die Beteiligten seit nunmehr fünf Jahren einen Wissenstransfer. Im Rahmen von acht Workshops wurden konkrete Aktionen und Konzepte des Fundraisings für die politische Bildung vorgestellt und diskutiert. Weiter...

Dokumentation der YEP-Einsätze 2011
Mit einem vielfältigen Workshop- und Veranstaltungsangebot wollen die YEPs junge Menschen für das Thema Europa sensibilisieren. In der Dokumentation der YEP-Veranstaltungen 2011 erhalten Sie einen Einblick in die unterschiedlichen Projekte. Weiter...
SonstigeEuropa - Das Wissensmagazin für Jugendliche - Schülerheft
Wer macht Was in Europa? Was ist die Europäische Union? Mit vielen Aufgaben, Quizfragen und Diskussionsideen im Wissensmagazin können Jugendliche sich das Thema Europa erschließen. Weiter...
