Ökologische Nachhaltigkeit am Beispiel Wasser
Der gesicherte Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser ist eine Grundvoraussetzung für die Gesundheit und Ernährung der Weltbevölkerung sowie für eine nachhaltige ökologische und ökonomische Entwicklung. Anders als in den Industrienationen haben in vielen Entwicklungsländern große Bevölkerungsteile keinen Zugang zu gesundem Trinkwasser. Die daraus entstehenden Probleme sind nicht regional begrenzt, sondern stellen eine globale Herausforderung dar, die sich in den nächsten Jahrzehnten verschärfen wird.
Anders als in den Industrienationen haben in vielen Entwicklungsländern große Bevölkerungsteile keinen Zugang zu gesundem Trinkwasser. Bild: EC/T. DornZu Beginn des 21. Jahrhunderts hatten 1,1 Mrd. Menschen (17% der Weltbevölkerung) keinen gesicherten Zugang zu Trinkwasser und 2,6 Mrd. Menschen (40% der Weltbevölkerung) keinen Zugang zu adäquaten sanitären Einrichtungen. In den Großstädten der Entwicklungsländer ist das Problem besonders gravierend. Hier haben nur 18% der Bewohner mit geringem Einkommen eine Versorgung mit preisgünstigem Leitungswasser und nur 8% eine Abwasserleitung. Wer keine leitungsgebundene Wasserversorgung im Haus hat, muss zudem zu höheren Preisen Trinkwasser kaufen.
In den Entwicklungsländern werden etwa 90% der Abwässer ohne jegliche Behandlung den Flüssen und Seen zugeführt. Diese Zahlen verdeutlichen die dramatische Lage sowohl für die Gesundheit der Weltbevölkerung, als auch für die Belastung der Umwelt. Diese Situation wird sich in Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach weiter verschärfen. Das liegt zum einen an der steigenden Weltbevölkerung, zum anderen aber auch an klimatischen Veränderungen sowie politischen Spannungen, die nicht selten unmittelbaren Einfluss auf die Wasserversorgung einer Region haben.
Nicht wenige Zukunftsforscher gehen deshalb davon aus, dass es in naher Zukunft zu einem Migrationsdruck aufgrund von Wassermangel kommt und kriegerische Auseinandersetzungen um das Wasser wahrscheinlich werden. Das grenzüberschreitende Wassermanagement kann aber auch Kooperationen zwischen benachbarten Staaten befördern.
In jüngster Zeit verstärkt sich zudem die Diskussion um bislang als harmlos betrachtete Schadstoffe, wie etwa Medikamente, die in das Grundwasser gelangen und sich dort immer weiter anreichern, da sie nicht oder nur langsam abgebaut werden.
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