Global Governance
Zunehmende Vernetzung, globale Herausforderungen und wirtschaftlicher Wettbewerb führen zu neuen Konflikten und Erfordernissen der Zusammenarbeit. Die Ergebnisse der Globalisierung sind das, was wir aus ihr machen und wie die aus der Globalisierung erwachsenden Konflikte gelöst werden. Wir sprechen von Global Governance, also der Art und Weise, wie auf globaler Ebene Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden.
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"Ein Finger allein kann nicht einmal eine Laus umbringen."
Sprichwort aus Kenia
Was ist Global Governance? – Zwei Definitionen
"Global Governance ist keine Weltregierung sondern ein internationaler Rahmen von Prinzipien, Regeln und Gesetzen inklusive einer Reihe von Institutionen um diese aufrechterhalten, die notwendig sind, um globale Probleme zu bewältigen."
Centre for the Study of Global Governance
"Governance ist die Gesamtheit der zahlreichen Wege, auf denen Individuen sowie öffentliche und private Institutionen ihre gemeinsamen Angelegenheiten regeln. Es handelt sich um einen kontinuierlichen Prozess, durch den kontroverse oder unterschiedliche Interessen ausgeglichen werden und kooperatives Handeln initiiert werden kann. Der Begriff umfasst sowohl formelle Institutionen und mit Durchsetzungsmacht versehene Herrschaftssysteme als auch informelle Regelungen, die von Menschen und Institutionen vereinbart oder als im eigenen Interesse angesehen werden. (...) Auf globaler Ebene hat man unter Ordnungspolitik bisher vorwiegend das System der zwischenstaatlichen Beziehungen verstanden, doch heute müssen auch Nichtregierungsorganisationen, Bürgerbewegungen, Multinationale Konzerne und der globale Finanzmarkt miteinbezogen werden. Mit diesen Gruppen und Institutionen interagieren globale Massenmedien, deren Einfluss dramatisch gewachsen ist. (...) Es gibt weder ein einziges Modell oder eine einzige Form der Weltordnungspolitik, noch existiert eine einzige Ordnungsstruktur oder eine Gruppe solcher Strukturen. Es handelt sich um einen breit angelegten, dynamischen und komplexen Prozess interaktiver Entscheidungsfindung, der sich ständig weiterentwickelt und sich ändernden Bedingungen anpasst. (...) Eine wirksame globale Entscheidungsfindung muss daher auf lokal, national und regional getroffenen Entscheidungen aufbauen und diese ihrerseits beeinflussen und muss auf die Fähigkeiten und Ressourcen unterschiedlichster Menschen und Institutionen auf vielen Ebenen zurückgreifen."
Definition der UN-Commission on Global Governance, zit. nach Stiftung Entwicklung und Frieden 1995: 4ff.
GG seit 1945: Zunehmende internationale Kooperation und neue Akteure
Die Erfahrungen zweier verheerender Weltkriege sowie ein gestiegenes Bewusstsein für globale Herausforderungen haben die internationale Zusammenarbeit in den vergangenen 60 Jahren deutlich an Konturen gewinnen lassen. Zentrum von Global Governance ist heute die vielschichtige Zusammenarbeit zwischen den Staaten im Rahmen der Vereinten Nationen und ihrer Sonderorganisationen. Doch die Nationalstaaten sind nicht mehr die einzigen Akteure auf der internationalen Bühne. [mehr]
Akteure
Eine Zusammenstellung wichtiger Akteursgruppen von Global Governance und Links zu weiteren Informationen über die jeweiligen Akteure. [mehr]
Kritikpunkte an den derzeitigen GG Strukturen
An den derzeitigen politischen Strukturen der Global Governance wird vor allem kritisiert, sie hätten sich nicht in dem Maße weiterentwickelt, wie es nötig sei, um den Notwendigkeiten einer (insbesondere ökonomisch) stark globalisierten Welt gerecht zu werden. Kritisiert werden u.a. eine mangelnde Verbindlichkeit internationaler Normen sowie eine Dominanz der Länder des Nordens in den wichtigsten internationalen Organisationen. [mehr]
Leitbild einer "Ökosozialen Marktwirtschaft" – Die Global Marshall Plan Initiative
Die Global Marshall Plan Initiative wurde 2003 von Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und NGOs gegründet. Ihr Ziel ist eine neue globale Zusammenarbeit, an dessen Ende die Schaffung einer weltweiten öko-sozialen Marktwirtschaft steht. [mehr]
Zeitschriftbpb:magazin
Aus drei mach eins! Kannten Sie bisher das Publikationsverzeichnis, den Veranstaltungskalender und den Flyer für die Studienreisen, so bietet das bpb:magazin den Service dieser drei Publikationen und viele weitere interessante Informationen nun aus einer Hand. Weiter...
5. Fundraising-Tag der politischen Bildung - 10. Juni 2011, Köln (KOMED)
Für immer mehr Bildungseinrichtungen wird es unausweichlich, ein professionelles Fundraising aufzubauen. Während des Fundraising-Tages organisieren die Beteiligten seit nunmehr fünf Jahren einen Wissenstransfer. Im Rahmen von acht Workshops wurden konkrete Aktionen und Konzepte des Fundraisings für die politische Bildung vorgestellt und diskutiert. Weiter...

Dokumentation der YEP-Einsätze 2011
Mit einem vielfältigen Workshop- und Veranstaltungsangebot wollen die YEPs junge Menschen für das Thema Europa sensibilisieren. In der Dokumentation der YEP-Veranstaltungen 2011 erhalten Sie einen Einblick in die unterschiedlichen Projekte. Weiter...
SonstigeEuropa - Das Wissensmagazin für Jugendliche - Schülerheft
Wer macht Was in Europa? Was ist die Europäische Union? Mit vielen Aufgaben, Quizfragen und Diskussionsideen im Wissensmagazin können Jugendliche sich das Thema Europa erschließen. Weiter...
