Simulation Kyoto II
Zur Lastenverteilung der Emissionsverminderung
Die Teilnehmenden sind für die Dauer dieser Simulation Verhandlungsführer eines von acht Ländern (Australien, Brasilien, China, Indien, Japan, Nigeria, Russland, USA) und der EU. Sie verhandeln mit Ihren Kolleginnen und Kollegen über ein Abkommen, mit dem die Treibhausgasemissionen um 80 % bis zum Jahr 2050 reduziert werden. Dazu müssen Sie sich auf eine faire Lastenverteilung einigen, mit der dieses Ziel erreicht werden kann. Unterstützt werden die Verhandlungen durch die Moderation vom/von der Generalsekretär/in des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, der/die ohne Entscheidungsbefugnisse versucht, in Konflikten zu vermitteln und Kompromisse auszuloten.
Die Simulation orientiert sich an den aktuellen Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen für das sog. Kyoto-Protokoll, um für den Zeitraum nach 2012 verbindliche Regelungen für jedes Land in Bezug auf die Reduzierung seiner Treibhausgasemissionen treffen soll. Nach mehreren Verhandlungsrunden soll das Abkommen im Dezember 2009 in Kopenhagen unterzeichnet werden. Die Verhandlungen orientieren sich dabei am Grundsatz einer "gemeinsamen aber differenzierten Verantwortung und Handlungsfähigkeit": Es muss also sowohl die Leistungsfähigkeit eines Landes berücksichtigt werden (aktuelles Wohlstandsniveau und Entwicklungschancen für die Zukunft) als auch die "historische Verantwortung" der Industrieländer für das Entstehen des Klimawandels.
LERNINHALTE
- Global Governance
- Verständnis für das Kyoto-Nachfolgeabkommen bzw. für die UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC)
- Langfristiges Denken
ZEITBEDARF
mind. 3 Stunden
ZIELGRUPPE UND GRUPPENGRÖßE
ab 16 Jahre, ab 11 Teilnehmenden
Zum Download:
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