Das TV-Projekt "Zeit für Helden – Und was machst du?" beobachtet mit versteckter Kamera Diskriminierung im Alltag und sucht nach Hilfsbereitschaft und Zivilcourage unter den Passanten.

23.7.2014

Wissen zum Eingreifen

Ein Leitfaden für verantwortungsbewusstes Handeln

Wenn ein Obdachloser grundlos aus dem Restaurant geworfen wird, fremdenfeindliche Sprüche fallen, ein schwuler Mann im Fitnessstudio beleidigt oder ein blinder Mensch ungeniert beklaut wird ist klar, dass man handeln muss. Allerdings braucht man keine breiten Schultern, um in diesen Situationen einzugreifen. Es reicht einen kühlen Kopf zu behalten und ein paar Tipps zu befolgen.

  • Du kannst immer helfen, ohne dich in Gefahr zu bringen. Ein erster Schritt ist genau hinzusehen und sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Was geschieht und wer ist beteiligt? Selbst wenn du dich nicht traust einzugreifen – du kannst helfen, indem du Dritte über das Geschehen informierst und so genau wie möglich beschreibst was passiert ist und wer dabei war.

  • Du kannst immer Andere um Ihre Hilfe bitten. Im Restaurant können das andere Kunden sein oder die Besitzerin, im Studio die Fitnesstrainer und auf offener Straße andere Passanten – Du kannst sie direkt ansprechen und auffordern gemeinsam mit dir zu helfen. Wenn mehrere Menschen einer Betroffenen zur Hilfe kommen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Situation gar nicht erst eskaliert. Wenn Täter allerdings gewaltbereit auftreten, ist es immer an der Zeit die Polizei zu rufen. Und da sie einige Zeit braucht, bis sie vor Ort ist, gilt hier: Im Zweifelsfall lieber zu früh als zu spät!

  • Ob alleine oder gemeinsam mit Anderen: Du kannst helfen, indem du die betroffene Person ansprichst und sie fragst ob sie Hilfe brauchen, ob du die Polizei rufen sollst oder indem du ihnen sagst, dass du die Polizei bereits benachrichtigt hast. Hilfreich ist auch gemeinsam mit den Betroffenen die Situation zu verlassen. Wenn du von Tätern angesprochen werden solltest, versuche ruhig, sachlich und höflich zu bleiben. Wahre Distanz – und fordere Umstehende auf euch zur Hilfe zu kommen.

  • Du kannst einem Betroffenen immer helfen indem du dich um ihn kümmerst. Manchmal reicht es da zu sein und mit dem Betroffenen zu sprechen, manchmal wird es vielleicht nötig sein einen Krankenwagen zu rufen oder Erste Hilfe zu leisten. Wenn ihr die Polizei gerufen habt, solltest du dich als Zeuge zur Verfügung stellen. Denn mit deiner Aussage sorgst du dafür, dass die Täter zur Verantwortung gezogen werden können und sie merken, dass ihr Handeln Konsequenzen hat.
Wenn man selbst beleidigt oder noch schlimmer, bedroht wird, ist es sehr schwer ruhig zu bleiben. Trotzdem: Versuche Sprüche ins Leere laufen zu lassen und den Konflikt zu verlassen. Wenn außer dir noch andere Umstehende und Passanten da sind, sprich sie an und fordere sie auf dir zu helfen. Indem du Andere einbindest und die Ruhe bewahrst, steigt die Chance, dass die Situation nicht eskaliert.


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