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Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik
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Politische Elite |

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Dietrich Herzog / Wilhelm Bürklin
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Die Struktur der politischen Elite, wie sie sich im ersten Jahrzehnt nach der deutschen Wiedervereinigung (Vereinigung) herausgebildet hat, ist das Ergebnis einer dreifachen Eliten-Transformation: Eines rapiden Personalwechsels in den zentralen staatlichen Führungsrängen während der Endphase der DDR, wo - bereits vor der Einigung - die Spitzenfunktionäre der alten, SED-dominierten Nomenklatur weitgehend ausgeschaltet worden waren; zweitens einer selektiven Integration neuer Kräfte, sowohl aus Teilen der DDR-Transitionselite als auch aus den alten Bundesländern, in das bereits bestehende Machtgefüge der BRD; und drittens einer Neuformierung in den ersten Jahren des vereinten D. Trotz erheblicher personeller Fluktuation und Regeneration haben die generellen Strukturcharakteristika der politischen Elite der Bundesrepublik D. den Vereinigungsprozess überdauert, darunter die bisherigen Rekrutierungsmuster, die internen und externen Kommunikationsstränge oder auch die grundlegenden Werthaltungen (Bürklin/Rebenstorf 1997). Das jedenfalls trifft auf den Kern der politischen Elite zu, d.h. auf die Inhaber der gesamtstaatlichen parlamentarisch-gouvernementalen und parteipolitischen Führungsränge.
Quelle: Andersen, Uwe/Wichard Woyke (Hg.): Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. 5., aktual. Aufl. Opladen: Leske+Budrich 2003. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2003.
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19. März 2010
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