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Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik

Wettbewerb/Wettbewerbspolitik


Rüdiger Robert
Inhalt

1. Begriff und Elemente

2. Wettbewerb im Kapitalismus und Sozialismus

3. Wettbewerbstheorie

4. Wettbewerbspolitik

5. Bundeskartellamt und Monopolkommission

6. Beurteilung der Wettbewerbspolitik

Literatur

1. Begriff und Elemente
Wettbewerb ist ein zentrales Element, das das gesellschaftliche Geschehen in der BRD bestimmt. Es ist im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich als Prinzip anerkannt, das neben Vorteilen für das Individuum umfassende gesellschaftlich positive Wirkungen zeitigt. Diese werden zum einen in der Steigerung der allgemeinen Wohlfahrt, zum anderen in der Förderung der allgemeinen Freiheitsidee gesehen. Ursprünglich als konstituierendes Prinzip für die Wirtschaft gedacht, gilt der Gedanke des Wettbewerbs im Zeitalter der Globalisierung als zentrale Herausforderung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Definieren lässt sich Wettbewerb allgemein als Ordnungsprinzip zur Koordination und Steuerung des Verhältnisses zwischen Individuen und Gruppen, die das gleiche Ziel anstreben (vgl. Abromeit 1973: 466). Wettbewerb kann für eine Vielzahl von Bereichen menschlichen Zusammenlebens "veranstaltet" werden. Die unterstellten positiven Wirkungen sind aber nur zu erreichen, wenn das Merkmal der Konkurrenz mit den Kriterien "Vernunft" und "Solidarität" gekoppelt wird.

Unverzichtbare Elemente eines jeden Wettbewerbs sind die Orientierung auf ein Ziel - z.B. Leistungssteigerung, Gewinnoptimierung, Stimmenmaximierung (, das Vorhandensein von mindestens zwei Wettbewerbern, die Sicherstellung des Leistungsanreizes, die Existenz von Handlungsalternativen sowie die Ungewissheit über den Ausgang des Konkurrenzvorgangs.


Quelle: Andersen, Uwe/Wichard Woyke (Hg.): Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. 5., aktual. Aufl. Opladen: Leske+Budrich 2003. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2003.

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09. Februar 2012
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