Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Lexika
Gesetze
Links
Netzwerk
Zahlen und Fakten
Infografiken
Quiz
Lernen


Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik

Bürgerinitiativen


Bernd Guggenberger
Inhalt

Einleitung

1. Definition

2. Umfang und Reichweite

3. Ursachen und Ziele

4. Organisation

5. Geschichte

6. Rolle in der Demokratie

Literatur

1. Definition
Bürgerinitiativen sind spontane, zeitlich meist begrenzte, organisatorisch eher lockere Zusammenschlüsse einzelner Bürger, die sich, außerhalb der etablierten Beteiligungsformen der repräsentativen Parteiendemokratie, zumeist aus einem konkreten Anlass, häufig auch als unmittelbar Betroffene zu Wort melden, und sich, sei es direkt im Wege der Selbsthilfe, sei es "indirekt" im Wege der öffentlichen Meinungswerbung und der Ausübung politischen Drucks, um Abhilfe im Sinne ihres Anliegens bemühen. Der vorstehende Satz ist nicht als "fertige" Definitionsformel zu verstehen. Das Charakteristische an Bürgerinitiativen ist gerade ihre amöbenhafte Unabgeschlossenheit, ihre organisatorische Vielgestalt sowie die Vielfalt möglicher Zielsetzungen: Bürgerinitiativen kommen und gehen, sie haben in der Regel einen konkreten, eng begrenzten Aktionsanlass, und sie lösen sich oft auch wieder auf, wenn ihre Bemühungen scheitern oder wenn sie erfolgreich sind (jedenfalls gilt dies uneingeschränkt für die Bürgerinitiativen der "ersten Generation"). Ihre Attraktivität beruht nicht zuletzt darauf, dass jeder sie "machen" kann und dass nahezu jedes denkbare Anliegen zum Gegenstand einer Initiative werden kann. Sie sind meist lockere Interessenkoalitionen und partielle Aktionsgemeinschaften, deren Zusammenhalt zunächst eher negativ begründet ist - durch Gefahr und Missstand, die man gemeinsam wahrnimmt und bekämpft: die geplante Flughafenerweiterung, die achtspurige Autobahn, die Mülldeponie, das Kernkraftwerk, die Theaterschließung, unzureichende Krankenversorgung, fehlende Sport- und Freizeitmöglichkeiten, Wohnraumzerstörung, Landschaftszersiedelung, umweltbelastende Großtechnologie, kinderfeindliche Schulwege, die unbefriedigende Wohnsituation u.v.a.m.


Quelle: Andersen, Uwe/Wichard Woyke (Hg.): Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. 5., aktual. Aufl. Opladen: Leske+Budrich 2003. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2003.

Stöbern im Handwörterbuch
A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W
1 Bauernverband
2 Bevölkerung
3 Bildungspolitik/Bildungswesen
4 Bündnis 90/Die Grünen
5 Bürgerinitiativen
6 Bundesanstalt für Arbeit
7 Bundeskanzler
8 Bundesländer
9 Bundespräsident
10 Bundesrat
11 Bundesregierung
12 Bundesrepublik Deutschland - Geschichte und Perspektive
13 Bundesstaat/Föderalismus
14 Bundestag
15 Bundesverfassungsgericht
16 Bundeswehr/Wehrbeauftragter
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012
Druck-Version
Artikel versenden
Online-Lexika
Schichtung
Schichtung
Gesellschaften sind durch soziale Ungleichheit gezeichnet und verfügen daher über eine bestimmte soziale Struktur oder eine bestimmte soziale Zusammensetzung...
Schichtung
Online-Angebot
Leitfaden
Leitfaden
Von Abschiebehaft bis Zuwanderungsgesetz, das Online-Lexikon "Ausländer, Fremden- feindlichkeit, Extremis- mus von A bis Z" bietet wichtige Fakten, Rechts- grundlagen und weiter- führende Literatur.
Leitfaden