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Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik
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Land Baden-Württemberg |

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Hans-Georg Wehling
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2. Bevölkerung - Gesellschaft -Wirtschaft |
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Nach Fläche (35.751qkm), Einwohnerzahl (10,6 Mio. 2002) und Wirtschaftskraft, gemessen am BIP (302,54 Mrd. Euro reale Wirtschaftskraftsleistung 2003), ist Bad.-W. das drittgrößte Land in D. (wie vorher schon in der BRD). Dabei ist das produzierende Gewerbe von besonderer Bedeutung: mit 39,9% (2000) trägt es zur Wertschöpfung des Landes bei, 36,2% der Erwerbstätigen sind hier beschäftigt. Eine Vorrangstellung hat die Investitionsgüterindustrie mit den Branchen Maschinenbau, Elektrotechnik und Fahrzeugbau (Daimler-Chrysler, Porsche, Audi). An zweiter Stelle rangiert die Verbrauchsgüterindustrie mit den Branchen Textil, Bekleidung, Holz- und Kunststoffverarbeitung, Druck. Problembranchen wie Kohle, Stahl, Schiffbau etc. sind hier nicht vorhanden. Viel zugute hält sich das Land auf seine dezentrale und mittelständische Wirtschaftsstruktur (das Letzte ist nur mit Abstrichen zutreffend). Über die Jahre hinweg weist Bad.-W. in D. eine unterdurchschnittliche Arbeitslosenquote auf, sie lag im Jahr 2003 bei 4,9% (in D. 9,4%). Günstige Wirtschaftsstruktur und Arbeitsmarktsituation sowie ein nicht unerheblicher Freizeitwert (Schwarzwald, Bodensee, Allgäu u.a.) haben Bad.-W. zu einem Zuwanderungsland gemacht. 12,2% der Einwohner waren am Jahresende 2002 Ausländer, in absoluten Zahlen weist Bad.-W. nach NW die meisten Ausländer auf. Rund 37,0% der Einwohner sind evangelisch, 40% katholisch, 23% gehören einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft an. Die Protestanten Württembergs und Hohenzollerns sind Mitglied der Württembergischen Landeskirche (Stuttgart), die Badens der Badischen Landeskirche (Karlsruhe), die Katholiken Württembergs gehören zum Bistum Rottenburg-Stuttgart, die Badens und Hohenzollerns zum Erzbistum Freiburg. Einflussreich sind im evangelischen Bereich namentlich Württembergs zahlreiche religiöse Gemeinschaften eher fundamentalistischer Ausrichtung (Pietisten).
Quelle: Andersen, Uwe/Wichard Woyke (Hg.): Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. 5., aktual. Aufl. Opladen: Leske+Budrich 2003. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2003.
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09. Februar 2012
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Geldschöpfung
die Vermehrung der Geldmenge durch Schaffung von zusätzlichem Geld... |
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