Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Lexika
Gesetze
Links
Netzwerk
Zahlen und Fakten
Infografiken
Lernen


Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik

Soziale Marktwirtschaft/Wirtschaftspolitik


Uwe Andersen
Inhalt

1. Ausgangslage

2. Grundlagen, Konzeption und Durchsetzung der Sozialen Marktwirtschaft (SM)

3. SM und Grundgesetz

4. Der Ordnungsrahmen - Wirtschaftspolitik bis Mitte der 60er Jahre

5. Globalsteuerung - Konzept und Erfahrungen

6. Die Diskussion um ein neues Paradigma

7. Die innerdeutsche Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion

8. Probleme und Perspektiven

Literatur

1. Ausgangslage
Die totale militärische und politische Niederlage des Dritten Reiches im Zweiten Weltkrieg bedeutete für D. auch eine wirtschaftliche und soziale Katastrophe. Stichworte sind Flüchtlings-, Hungers-, Wohnungsnot. Die Siegermächte betrieben anfänglich eine Politik der Reparationen, der Demontagen und der Fertigungsverbote. Die Kriegsfinanzierung über die Notenpresse hatte einen gewaltigen Geldüberhang zur Folge (Währung).

Die bitteren Erfahrungen der Weltwirtschaftskrise und die außerordentlich schwierige Wirtschaftslage begünstigten in der deutschen Bevölkerung und den neugegründeten deutschen Parteien, insbesondere der SPD und Teilen der CDU - häufig herangezogen etwa das 1947 beschlossene "Ahlener Programm" für die britische Besatzungszone - Forderungen nach einer staatlichen Planung und Lenkung der Wirtschaft sowie einer Vergesellschaftung der Produktionsmittel in zentralen Wirtschaftsbereichen. Die in mehreren Länderverfassungen (z.B. Hess., NW ) enthaltenen Vergesellschaftungsgebote wurden aber von den westlichen Besatzungsmächten mit der sachlich stichhaltigen, aber auch politisch motivierten Begründung außer Kraft gesetzt, derartig weitreichende Festlegungen müssten gesamtstaatlichen Regelungen vorbehalten bleiben.

1947 wurde das anfänglich auf die amerikanische und britische Besatzungszone beschränkte "Vereinigte Wirtschaftsgebiet" geschaffen und die Wirtschaftsverwaltung zunehmend auf deutsche Stellen übertragen. 1948 kam es zu einer von den westlichen Alliierten verantworteten Währungsreform, mit der die DM eingeführt und der Geldüberhang zu Lasten der Besitzer von Geldvermögen beseitigt wurde. Die Sowjetunion, die u.a. mit weitgehenden Enteignungen in ihrer Besatzungszone bereits die Basis für ein Wirtschaftssystem nach ihrem Muster gelegt hatte, antwortete mit der Schaffung der Mark(Ost). Mit der Wirtschafts- und Währungsteilung wurde die staatliche Teilung Deutschlands vorgeprägt, und beide Teile wurden exponierte Arenen und Akteure im politischen und ökonomischen "Wettkampf der Systeme".


Quelle: Andersen, Uwe/Wichard Woyke (Hg.): Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. 5., aktual. Aufl. Opladen: Leske+Budrich 2003. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2003.

Stöbern im Handwörterbuch
A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W
1 Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
2 Selbständigenverbände
3 Sonderorganisationen der Parteien
4 Soziale Marktwirtschaft/Wirtschaftspolitik
5 Sozialpolitik
6 Sozialstaat
7 SPD - Sozialdemokratische Partei Deutschlands
8 Splitterparteien
9 Staatliches/öffentliches Vermögen
10 Staatsangehörigkeit
11 Staatsgebiet/Grenzen
12 Staatsgewalt
13 Staatssymbole
14 Staatsverschuldung
15 Stabilitätsgesetz/Konzertierte Aktion/Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit
16 Statistisches Bundesamt/Statistische Ländesämter
17 Streik und Aussperrung
18 Strukturpolitik
19 Subsidiarität
20 Subventionen
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Kontakt | Home
18. März 2010
Druck-Version
Artikel versenden
Online-Lexika
Freizügigkeit
Freizügigkeit
Jede und jeder Unionsbürgerin bzw. Unionsbürger kann innerhalb der Union frei reisen (zumeist ohne Grenzkontrollen), an beliebigen Orten alles kaufen ...
Freizügigkeit
Online-Angebot
Leitfaden
Leitfaden
Von Abschiebehaft bis Zuwanderungsgesetz, das Online-Lexikon "Ausländer, Fremden- feindlichkeit, Extremis- mus von A bis Z" bietet wichtige Fakten, Rechts- grundlagen und weiter- führende Literatur.
Leitfaden