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Vernetzung
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Fakten

Die Globalisierung führt nicht nur zu einer Vernetzung im Bereich der Ökonomie, sondern auch zu einer Ausweitung und Verdichtung von sozialen Netzwerken sowie zu einer globalen Verbreitung von Ideen. Neben dem Weltmarkt und den weltweiten Produktionsketten findet sich die Idee, dass auch die sozialen Räume oder die Ökosysteme der Erde als globale, zusammenhängende Einheit gesehen werden können oder sogar gesehen werden müssen.

Von dieser Voraussetzung leitet sich wiederum der Handlungsansatz ab, dass für globale soziale und ökologische Probleme letztlich nur auf globaler Ebene angemessene Lösungen gefunden werden können. Folglich haben nicht nur Unternehmen internationale oder globale Strategien umgesetzt, sondern auch zahlreiche Hilfs- und Umweltorganisationen sind grenzüberschreitend tätig.

Zu den größten und bekanntesten Hilfsorganisationen gehören beispielsweise 'World Vision International', 'International Save the Children Alliance', 'Oxfam International', 'Ärzte ohne Grenzen' (Médecins Sans Frontières), die 'Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung' oder 'CARE International'.

Die christliche Hilfs- und Entwicklungsorganisation World Vision International (WVI) hatte mit 2,6 Milliarden US-Dollar (Devisen und Waren) die höchsten Fundraising-Einnahmen im Jahr 2008. Mit 48 Millionen Kindern, die 2008 in mehr als 50 Staaten direkt oder indirekt von der Arbeit von Save the Children profitierten, ist die International Save the Children Alliance die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt. Das internationale Netzwerk von Ärzte ohne Grenzen ist hingegen auf die medizinische Nothilfe spezialisiert und leistet diese in mehr als 60 Ländern weltweit. Bezogen auf die Anzahl der Staaten, in denen die einzelnen Organisationen aktiv sind, ist die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung die größte humanitäre Organisation der Welt: Fast 97 Millionen freiwillige Helfer, Unterstützer und Beschäftigte sind in 186 auf nationaler Ebene organisierten Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften aktiv.

CARE International wurde 1945 in den USA gegründet, um die durch den Zweiten Weltkrieg entstandene Not in Europa zu lindern. Bis 1960 versendete CARE insgesamt mehr als 100 Millionen Lebensmittelpakete nach Europa. Allein bei der Berliner Luftbrücke 1948/49 flogen von CARE gecharterte Maschinen mehr als 200.000 sogenannte CARE-Pakete in die von der Versorgung abgeschnittene Stadt.

1982 schlossen sich die unabhängig voneinander arbeitenden nationalen CARE-Organisationen unter der Bezeichnung CARE International zusammen. Inzwischen koordiniert das Genfer Generalsekretariat die Arbeit von zwölf Mitgliedsorganisationen: USA (gegründet 1945), Kanada (1946), Deutschland (1980, seit 2007 Deutschland-Luxemburg), Norwegen (1980), Frankreich (1983), Großbritannien (1985), Österreich (1986), Australien (1987), Japan (1987), Dänemark (1988), Niederlande (2001) und Thailand (2003).

Auch heute steht die Armutsbekämpfung im Zentrum der Arbeit von CARE International. Mit mehr als 1.000 Projekten in rund 70 Ländern, Ausgaben in Höhe von etwa 600 Millionen Euro pro Jahr und 14.000 Mitarbeitern erreicht CARE International mehr als 55 Millionen Menschen weltweit. CARE International ist in den Bereichen Gesundheitsfürsorge, HIV/AIDS-Prävention, schulische und berufliche Bildung, nachhaltige Landwirtschaft sowie Not- und Soforthilfe aktiv. CARE International zählt zu den zehn größten privaten Hilfsorganisationen weltweit.

Datenquelle

CARE International: www.care-international.org, Topography Report 2008, Facts & Figures 2008; World Vision International (WVI): www.wvi.org; International Save the Children Alliance: www.savethechildren.net; Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF): www.msf.org; Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung: www.redcross.int und www.drk.de

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

'CARE-Pakete' sind überzählige Rationenpakete der US-Armee gewesen, die von CARE aufgekauft und an Privatpersonen verschickt wurden. Der Kauf der einzelnen Pakete wurde dabei über Spenden finanziert.

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative-Commons-Lizenz
by-nc-nd/3.0/de lizenziert.

Hilfsorganisationen

Nach Mitgliedstaaten von CARE International und Staaten,
in denen CARE International aktiv ist, Stand: 2009

Mitglieder von CARE
International
USA
Kanada
Deutschland-Luxemburg
Norwegen
Frankreich
Großbritannien
Österreich
Australien
Japan
Dänemark
Niederlande
Thailand

Staaten, in denen CARE International aktiv ist
Afghanistan
Ägypten
Angola
Argentinien (CARE Deutschland)
Äthiopien
Bangladesch
Benin
Bolivien
Bosnien-Herzegowina
Brasilien
Bulgarien
Burundi
Demokratische Republik Kongo
Ecuador
El Salvador
Elfenbeinküste
Georgien
Ghana
Guatemala
Haiti
Honduras
Indien
Indonesien
Jemen
Jordanien
Kambodscha
Kamerun
Kenia
Kosovo
Kroatien
Kuba
Laos
Lesotho
Madagaskar
Malawi
Mali
Marokko
Montenegro
Mosambik
Myanmar
Nepal
Nicaragua
Niger
Pakistan
Papua Neuguinea
Peru
Philippinen
Ruanda
Rumänien
Russland (CARE Deutschland)
Sambia
Serbien
Sierra Leone
Simbabwe
Somalia
Sri Lanka
Südafrika
Sudan
Tadschikistan
Tansania
Thailand
Timor-Leste
Togo
Tschad
Uganda
Vanuatu
Vietnam
Westbank/Gazastreifen

Quelle: CARE International: www.care-international.org, Topography Report 2008, Facts & Figures 2008




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