Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index


Themen
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Zahlen und Fakten
Globalisierung
Voraussetzungen
Vernetzung
Handel und Investitionen
Finanzmärkte
Transnationale Unternehmen
Ökonomische Teilhabe
Soziale Probleme
Ökologische Probleme
Energie
Kulturelle Globalisierung
Global Governance
Deutschland und die Weltwirtschaft
Außenhandel
Handelspartner
Im- und Export nach Waren
Verlagerungs-
motive
Verlagerungs-
ziele
Arbeitsplatz-
effekt
Arbeits-
produktivität
Rentabilität
Quiz
Downloads
Lernen
ZMI Universität Giessen Arte netzeitung.de Arte ZMI Universität Giessen taz Kulturstiftung des Bundes Berliner Konferenz Universität Duisburg-Essen Köln International School of Design SoSi SoSi
Suche
Dossier bpb.de

Deutschland und die Weltwirtschaft
 7 / 8  weiter


PDF Version (156 KB)

Fakten

Unternehmerischer Erfolg kann anhand verschiedener Größen gemessen werden. Ein wichtiger Indikator ist die Produktivität. Da die Verlagerung wirtschaftlicher Aktivitäten häufig damit begründet wird, dass diese die Wettbewerbsfähigkeit steigern und dadurch den Bestand des Unternehmens sichern würde, stellt sich die Frage, wie sich die Verlagerung auf die Produktivität der Unternehmen auswirkt.

Nach Angaben einer vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Erhebung hängt es von der Unternehmensgröße ab, ob die Arbeitsproduktivität durch Auslandsverlagerungen ab- oder zunimmt: Bei den mittleren Unternehmen (100 bis 499 Beschäftigte) stieg die Arbeitsproduktivität bei den verlagernden Unternehmen zwischen 2003 und 2007 mit 17 Prozent etwas stärker als bei den nicht verlagernden Unternehmen gleicher Größe (14 Prozent).

Die großen Unternehmen (500 und mehr Beschäftigte) erreichten hingegen mit der Verlagerung keine zusätzliche positive Wirkung auf ihre Arbeitsproduktivität. Sie konnten ihre Arbeitsproduktivität zwischen 2003 und 2007 nur um 14 Prozent steigern. Bei nicht verlagernden Unternehmen lag die Zunahme bei 18 Prozent. Zudem war das Produktivitätsniveau der großen verlagernden Firmen durchgehend niedriger als das der nicht verlagernden Unternehmen gleicher Größe.

Durch Verlagerungen von Produktionsprozessen wird die Arbeitsteilung zwischen den Marktteilnehmern erhöht. Die hierdurch entstehenden Spezialisierungsvorteile konnten offensichtlich besonders von mittleren Unternehmen zur Verbesserung ihrer Arbeitsproduktivität bzw. Wettbewerbsposition genutzt werden. Eine Erklärung hierfür könnten die Verlagerungsmotive liefern: Sowohl mittlere als auch große Industrieunternehmen beabsichtigen mit der Verlagerung wirtschaftlicher Aktivitäten ins Ausland eine Verringerung ihrer Fertigungskosten. Bei großen Unternehmen kommen jedoch häufiger strategische Ziele hinzu, wie das Bestreben, an neuen, sich dynamisch entwickelnden Märkten präsent zu sein. Zumindest kurz- bis mittelfristig kann das Erreichen dieser Ziele zu Lasten der Produktivität gehen.

Datenquelle

Statistisches Bundesamt: Verflechtung deutscher Unternehmen mit dem Ausland 2009

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Der Produktionswert gibt den Wert der von einer Wirtschaftseinheit produzierten Güter an (Waren und Dienstleistungen). Werden von dem Produktionswert die Vorleistungen, also die nicht dauerhaften Produktionsmittel einer Produktion, abgezogen, ergibt sich die Bruttowertschöpfung. Die Arbeitsproduktivität entspricht hier der Bruttowertschöpfung je Beschäftigten.

Detaillierter formuliert entspricht die Bruttowertschöpfung dem Umsatz zuzüglich der betrieblichen Erträge, des Warenendbestands und der Subventionen abzüglich des Warenanfangsbestands, Mieten und Pachten, betrieblicher Steuern und Abgaben, bezogener Handelswaren, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogener Leistungen und anderer betrieblicher Aufwendungen.

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative-Commons-Lizenz
by-nc-nd/3.0/de lizenziert.




Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Redaktion

Die Kapitel als PDF-Datei

Voraussetzungen
(400 KB)
Vernetzung (3.200 KB)
Handel und Investitionen (900 KB)
Finanzmärkte
(1.800 KB)
Transnationale Unternehmen (700 KB)
Ökonomische Teilhabe (1.000 KB)
Soziale Probleme
(1.700 KB)
Ökologische Probleme (950 KB)
Energie (2.200 KB)
Kultur (2.300 KB)
Global Governance
(3.600 KB)
Deutschland und die Weltwirtschaft
(700 KB)
Nutzungsbedingungen

Übersicht
Angebote der bpb

IzpB: Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Dossier: Wirtschaft

Pocket: Wirtschaft – Ökonomische Grundbegriffe

Schriftenreihe:
Wirtschaft heute
Quiz
Quiz – Ökonomie I
Testen Sie Ihr Wissen!
Welches Land war 2008 "Exportweltmeister"? Wie hoch ist das Handelsbilanzdefizit der USA? Warum verlagern Unternehmen ihre Produktion ins Ausland?
Quiz – Ökonomie I
Links ins Internet

Statistisches Bundesamt


Arbeitsproduktivität (Bruttowertschöpfung je Beschäftigten) in der Industrie


Nach Verlagerungsstatus, in absoluten Zahlen, 2003 bis 2007

  2003 2004 2005 2006 2007 Veränderungs-
rate 2007 zu
2003, in %
Produktivität in Euro*
alle Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten
nicht verlagert 58.205 61.263 62.598 65.026 67.139 15
verlagert 59.516 62.869 63.478 67.492 69.202 16
  Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten
nicht verlagert
55.563 58.396 59.518 61.893 63.425 14
verlagert 56.173 59.212 60.276 63.766 65.787 17
  Unternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten
nicht verlagert
69.530 73.401 75.462 77.710 81.789 18
verlagert 66.704 70.642 70.310 75.312 76.259 14

* arithmetisches Mittel

Quelle: Statistisches Bundesamt: Verflechtung deutscher Unternehmen mit dem Ausland 2009

 7 / 8  weiter
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home