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Der im GPA vorgesehene Zeitplan, nach dem im Juli 2010 eine neue Verfassung vorliegen sollte, wurde v.a. aus politischen Gründen nicht eingehalten. Eine Verfassungskonferenz wurde am 13.7.2009 von einer ZANU-PF-Störgruppe, angeführt durch den Minister für Jugend und Indigenisierung, Saviour Kasukuwere, gesprengt. Auch ein Informationsprogramm, mit dem in Tausenden von Versammlungen die Bevölkerung zum Verfassungsprozess befragt werden sollte, verzögerte sich um Monate. Der Start am 21.6.2010 schließlich wurde von ZANU-Anhängern, Soldaten und Kriegsveteranen gestört und von administrativen Problemen überschattet. Der neue Zeitplan sieht vor, dass im Februar 2011 ein Verfassungsentwurf fertig gestellt sein soll, der im Mai 2011 in einem Referendum zur Abstimmung gestellt wird.

Ebenfalls mit Verzögerung nahmen am 1.4.2010 die neu gebildeten Wahlrechts- und Menschenrechtskommissionen ihre Arbeit auf. Ab August 2009 hatten Auswahlverfahren zur Besetzung der Kommissionen stattgefunden, die vom Ringen zwischen Reformkräften und Hardlinern geprägt waren, weshalb Mugabe monatelang die Ernennungen hinauszögerte. Die ebenfalls neugebildete Medienkommission erteilte bei ihrem ersten Treffen am 25.5.2010 fünf Zeitungen eine Lizenz, darunter der täglich erscheinenden Newsday (ehemalige Daily News, die 2002 geschlossen wurde).

Ein weiteres Reformprojekt, die Förderung der nationalen Versöhnung, kam seit der offiziellen Gründung des Organs für nationale Versöhnung im Juli 2009 und der feierlichen Begehung von nationalen Versöhnungstagen (24.7.-26.7.) nur schleppend voran.

Die im GPA vorgesehene Bestandsaufnahme der Verteilung von Grund und Boden nach den gewaltsamen Landbeschlagnahmungen seit 2000 machte keine Fortschritte, da sie auf erheblichen politischen Widerstand der ZANU-PF stößt.

Quelle: Der Fischer Weltalmanach. © Fischer Taschenbuch Verlag in der S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2010.

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2 Saakaschwili, Micheil
3 Sabah, Sabah al-Ahmed al-Dschaber as-
4 Sahara, Demokratische Arabische Republik
5 Saleh, Ali Abdallah
6 Salomonen
7 Sambia
8 Samoa
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10. Februar 2012
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Dossier - Africome
2004-2006
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Rund 885 Millionen Menschen leben in 53 afrikanischen Staaten. Auf dem Kontinent gibt es über 3.000 Bevölkerungsgruppen und mehr als 2.000 Sprachen. Das Dossier präsentiert Afrika gestern und heute und beleuchtet die Perspektiven zukünftiger Entwicklungen.
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