Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index


Themen
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Zahlen und Fakten
Globalisierung
Voraussetzungen
Vernetzung
Handel und Investitionen
Finanzmärkte
Multinationale Unternehmen
Ökonomische Teilhabe
Soziale Probleme
Armut trotz Arbeit
Globale Armut
Bevölkerungs-
wachstum
Bevölkerung nach Regionen
Verstädterung
Arbeitslosen-
quoten
Migration
Informelle Ökonomie
AIDS-Epidemie
AIDS-Epidemie nach Regionen
Trinkwasser und Sanitär-
einrichtungen
Ökologische Probleme
Kulturelle Globalisierung
Global Governance
Deutschland und die Weltwirtschaft
Downloads
Lernen
ZMI Universität Giessen Arte netzeitung.de Arte ZMI Universität Giessen taz Kulturstiftung des Bundes Berliner Konferenz Universität Duisburg-Essen Köln International School of Design SoSi SoSi
Suche
Dossier bpb.de

Soziale Probleme
 3 / 11  weiter


PDF Version (125 KB)

Fakten

Vor 2000 Jahren lebten schätzungsweise 300 Millionen Menschen auf der Welt – deutlich weniger als heute allein in der EU. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts hat sich das Bevölkerungswachstum stark beschleunigt und die Bevölkerungszahl stieg von damals 500 Millionen über eine Milliarde (um 1800) auf etwa 1,7 Milliarden im Jahr 1900. Lebten 1950 noch 2,5 Milliarden Menschen auf der Welt, sind es heute über 6,5 Milliarden und die Prognosen des UN/DESA reichen von 7,7 bis 10,7 Milliarden Menschen für das Jahr 2050. Nach mittleren Wachstumsprognosen wird die Bevölkerungszahl im Jahr 2050 bei etwa neun Milliarden liegen.

Vor allem in Hinblick auf die globalen Ressourcen ist die Bevölkerungsentwicklung von großem Interesse, da Bevölkerungswachstum gekoppelt mit ökonomischer Marktintegration eine beschleunigte Reduzierung der natürlichen Vorkommen bedeutet.
Auch wenn das Erreichen der "Grenze des Wachstums" in der Vergangenheit häufig falsch datiert worden ist, besteht kein Zweifel an der Endlichkeit vieler Ressourcen, die für die bestehenden Gesellschaftsformen unverzichtbar sind. Die Entwicklung des Bevölkerungswachstums entscheidet also mit darüber, wie schnell sich die Menschen den natürlichen Grenzen nähern.

Nachdem die Zahl der Menschen über Jahrtausende gestiegen ist, wird sie nach mittleren Wachstumsprognosen des UN/DESA etwa ab 2070 rückläufig sein. Bis dahin führen die sinkenden Wachstumsraten weiterhin zu einer Zunahme der Weltbevölkerung. Während 1950 durchschnittlich 19 Personen pro km˛ lebten, waren es 1990 bereits mehr als doppelt so viele. 2005 entfielen auf einen Quadratkilometer 48 Personen und nach Schätzungen des UN/DESA wird sich diese Zahl bei mittlerem Wachstum auf 67 erhöhen.

Das höchste durchschnittliche Bevölkerungswachstum pro Jahr fällt in den Zeitraum von 1985 bis 1990. In dieser Zeit erhöhte sich die Bevölkerungszahl um jährlich über 87 Millionen Menschen. Trotz höherer Wachstumsraten in den vorangehenden Zeiträumen waren die absoluten Zuwächse geringer, da das Bevölkerungsniveau insgesamt noch niedriger war. Gegenwärtig nimmt die Weltbevölkerung jedes Jahr um etwa 76 Millionen Menschen zu. Zum Vergleich: in der BRD leben gut 82 Millionen Menschen.

Neben der quantitativen Herausforderung durch das Bevölkerungswachstum gibt es auch noch eine qualitative Veränderung, die nicht ohne Folgen für das gesellschaftliche Zusammenleben bleiben wird: Das Durchschnittsalter der Weltbevölkerung ist von 1950 bis 2005 von 23,9 auf 28,1 Jahre gestiegen. Ausgehend von der mittleren Wachstumsprognose des UN/DESA wird sich der Trend der Alterung fortsetzen und im Jahr 2050 zu einem Durchschnittsalter der Weltbevölkerung von 37,8 Jahren führen – ein Durchschnitt, der bisher nur für Europa gilt. Die Lebenserwartung stiege in diesem Fall auf 75 Jahre und die Anzahl der Personen, die 60 Jahre oder älter sind, erhöhte sich von 672 Millionen im Jahr 2005 auf etwa 1,9 Milliarden. Selbst die Zahl der Personen, die 80 oder älter sind, läge 2050 bei knapp 400 Millionen.

Datenquellen

United Nations – Department of Economic and Social Affairs (UN/DESA): World Population Prospects: The 2004 Revision (PDF-Version: 2.245 KB), World Urbanization Prospects: The 2003 Revision (PDF-Version: 2.026 KB)

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Die so genannte Geburtenziffer gibt an, wie viele Kinder eine Frau durchschnittlich zur Welt bringt. Die Prognosen für das Bevölkerungswachstum hängen maßgeblich von der weltweiten Geburtenziffer ab. Bei der mittleren Wachstumsprognose des UN/DESA wird davon ausgegangen, dass die Geburtenziffer von gegenwärtig 2,6 Kindern pro Frau auf zwei Kinder pro Frau im Jahr 2050 sinkt. Eine Abweichung der Geburtenziffer von 0,5 nach oben bzw. unten erhöht bzw. senkt die Prognosen für die Bevölkerungszahl im Jahr 2050 um 1,5 Milliarden Menschen. Im Zeitraum von 1950 bis 1955 lag die Geburtenziffer weltweit noch bei fünf Kindern pro Frau.

Bevölkerungswachstum

Bevölkerung in absoluten Zahlen und durchschnittliche Wachstumsrate pro Jahr in Tsd. und in Prozent, weltweit 1950 bis 2050

  Konstantes
Bevölkerungs-
wachstum
Niedrige
Wachstums-
prognose
Mittlere
Wachstums-
prognose
Hohe
Wachstums-
prognose
  Bevölkerung in Tsd.
1950 2.519.470 2.519.470 2.519.470 2.519.470
1955 2.757.399 2.757.399 2.757.399 2.757.399
1960 3.023.812 3.023.812 3.023.812 3.023.812
1965 3.337.974 3.337.974 3.337.974 3.337.974
1970 3.696.588 3.696.588 3.696.588 3.696.588
1975 4.073.740 4.073.740 4.073.740 4.073.740
1980 4.442.295 4.442.295 4.442.295 4.442.295
1985 4.843.947 4.843.947 4.843.947 4.843.947
1990 5.279.519 5.279.519 5.279.519 5.279.519
1995 5.692.353 5.692.353 5.692.353 5.692.353
2000 6.085.572 6.085.572 6.085.572 6.085.572
2005 6.464.750 6.464.750 6.464.750 6.464.750
2010 6.881.529 6.781.431 6.842.923 6.903.276
2015 7.337.041 7.054.584 7.219.431 7.382.434
2020 7.819.287 7.280.148 7.577.889 7.873.172
2025 8.321.838 7.471.426 7.905.239 8.336.867
2030 8.855.299 7.618.083 8.199.104 8.784.155
2035 9.439.779 7.712.423 8.463.265 9.237.907
2040 10.092.723 7.753.745 8.701.319 9.709.446
2045 10.827.058 7.741.810 8.907.417 10.184.739
2050 11.657.999 7.679.714 9.075.903 10.646.311



  Durchschnittliches
Bevölkerungswachstum
pro Jahr, in Tsd.*
Durchschnittliche
Wachstumsrate
pro Jahr, in Prozent*
1950-1955 47.586 1,81
1955-1960 53.282 1,85
1960-1965 62.832 1,98
1965-1970 71.723 2,04
1970-1975 75.430 1,94
1975-1980 73.711 1,73
1980-1985 80.331 1,73
1985-1990 87.114 1,72
1990-1995 82.567 1,51
1995-2000 78.644 1,34
2000-2005 75.835 1,21
2005-2010 75.635 1,14
2010-2015 75.302 1,07
2015-2020 71.691 0,97
2020-2025 65.470 0,85
2025-2030 58.773 0,73
2030-2035 52.832 0,63
2035-2040 47.611 0,56
2040-2045 41.220 0,47
2045-2050 33.697 0,38

* ab 2005-2010 bezogen auf die mittlere Wachstumsprognose



Bevölkerungsdichte in Personen pro km˛ und Durchschnittsalter in Jahren, weltweit 1950 bis 2050

  Bevölkerungsdichte** Durchschnittsalter**
  Personen pro km˛ in Jahren
1950 19 23,9
1955 20 23,5
1960 22 23,2
1965 25 22,5
1970 27 22,2
1975 30 22,4
1980 33 23,1
1985 36 23,8
1990 39 24,6
1995 42 25,7
2000 45 26,8
2005 48 28,1
2010 50 29,3
2015 53 30,4
2020 56 31,6
2025 58 32,8
2030 60 34,0
2035 62 35,2
2040 64 36,2
2045 65 37,1
2050 67 37,8

** ab 2010 bezogen auf die mittlere Wachstumsprognose






Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Redaktion

Die Kapitel als PDF-Datei

Voraussetzungen
(400 KB)
Vernetzung (3.200 KB)
Handel und Investitionen
(1.540 KB)
Finanzmärkte (990 KB)
Multinationale Unternehmen (320 KB)
Ökonomische Teilhabe (960 KB)
Soziale Probleme
(880 KB)
Ökologische Probleme (1.800 KB)
Kultur (PDF-Version 1.220 KB)
Global Governance
(3.600 KB)
Deutschland und die Weltwirtschaft
(700 KB)
Nutzungsbedingungen

Übersicht
Links ins Internet

International Labour Organization (ILO)

UNDP

Weltbank

World Development Indicators 2006

Forbes: Billionaires

UN/DESA

UNESCO

UNAIDS

World Health Organization (WHO)

Deutsche AIDS-Stiftung

UNICEF
Angebote der bpb

Informationen zur politischen Bildung:
Armut und Reichtum

Aus Politik und Zeitge- schichte: Anpassung an die neoliberale Globalisierung?

Dossier Megastädte

Informationen zur politischen Bildung: Bevölkerungsentwicklung

Dossier Migration: Migration weltweit

Aus Politik und Zeitge- schichte: Die Aids-Pandemie in Sub-Sahara-Afrika

Aus Politik und Zeitge- schichte: Trinkwasser-
versorgung und Armut in Sub-Sahara-Afrika

Aus Politik und Zeitge- schichte: Globalisierung - Gesellschaftspolitik

Informationen zur politischen Bildung: Gesellschaften unter Globalisierungsdruck

Dokumentation: Globalisierung: Eine Chance für Entwicklungsländer?

 3 / 11  weiter
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Kontakt | Home