Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index


Themen
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Zahlen und Fakten
Die soziale Situation in Deutschland
Bevölkerung
Lebensformen
und Haushalte
Familie und Kinder
Migration
Ausländische Bevölkerung
Ausländische Bevölkerung nach Ländern
Aufenthalts-
dauer
Staats-
angehörigkeit
Asyl
Einbürgerung
Wanderungen
Aussiedler
Migrations-
hintergrund I
Migrations-
hintergrund II
Bildung, Forschung und Entwicklung
Erwerbstätigkeit
Arbeitslosigkeit
Einkommen und Vermögen
Armut
Gesundheit
Alter und Alterssicherung
Finanzierung
Quiz
Downloads
Lernen
ZMI Universität Giessen Arte netzeitung.de Arte ZMI Universität Giessen taz Kulturstiftung des Bundes Berliner Konferenz Universität Duisburg-Essen Köln International School of Design SoSi SoSi
Suche
Dossier bpb.de

Migration
 10 / 10 


PDF Version (149 KB)

Fakten

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2005 bei 18,6 Prozent. Von den Zugewanderten und ihren Nachkommen waren 7,3 Millionen Ausländer (8,9 Prozent der Bevölkerung) und 8,0 Millionen Deutsche (9,7 Prozent der Bevölkerung). Von den 15,3 Millionen Personen mit Migrationshintergrund hatten 10,4 Millionen eigene Migrationserfahrungen.

Die Ergebnisse des Mikrozensus 2005 des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass Personen mit Migrationshintergrund im Unterschied zur Bevölkerung ohne Migrationshintergrund geringer qualifiziert und schlechter in den Arbeitsmarkt integriert sind. Fast zehn Prozent hatten keinen allgemeinen Schulabschluss und 51 Prozent keinen beruflichen Abschluss. Bei den Personen ohne Migrationshintergrund waren es lediglich 1,5 bzw. 27 Prozent. (In allen Fällen wurden diejenigen nicht berücksichtigt, die sich noch in der Ausbildung befanden).

Personen mit Migrationshintergrund im Alter von 25 bis 65 Jahren waren seltener erwerbstätig als Personen ohne Migrationshintergrund (62 Prozent gegenüber 73 Prozent) und häufiger erwerbslos (13 Prozent gegenüber 7,5 Prozent) oder stehen dem Arbeitsmarkt überhaupt nicht zur Verfügung (25 Prozent gegenüber 19,5 Prozent. Weiter waren Erwerbstätige mit Migrationshintergrund doppelt so häufig als Arbeiter tätig wie Erwerbstätige ohne Migrationshintergrund (48,5 Prozent gegenüber 24 Prozent).

Innerhalb der Gruppe der Ausländer sind die Ausländer mit eigener Migrationserfahrung auffallend schlecht qualifiziert bzw. in den Arbeitsmarkt integriert: Obwohl die Ausländer mit eigener Migrationserfahrung im Jahr 2005 nur einen Anteil von 6,8 Prozent an der Gesamtbevölkerung hatten, stellten sie 41,9 Prozent aller Personen ohne Schulabschluss und 13,6 Prozent aller Personen ohne berufsqualifizierenden Abschluss. Unter den Beziehern von Arbeitslosengeld I und II bzw. unter den Erwerbslosen hatten sie einen Anteil von 14,8 bzw. 14,5 Prozent.

Ebenfalls problematisch, aber nicht so ausgeprägt wie bei den Ausländern mit eigener Migrationserfahrung, ist die Lage der Deutschen mit eigener Migrationserfahrung. Ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 5,9 Prozent im Jahr 2005 stand ein Anteil von 14,1 Prozent an allen Personen ohne Schulabschluss bzw. ein Anteil von 8,6 Prozent an allen Personen ohne berufsqualifizierenden Abschluss gegenüber. Weiter stellten sie 9,9 Prozent aller Arbeitslosengeld-Empfänger und in der Gruppe der Erwerbslosen lag ihr Anteil bei 9,8 Prozent.

Im Gegensatz hierzu sind Deutsche mit Migrationshintergrund, aber ohne eigene Migrationserfahrung, in allen vier Bereichen unterdurchschnittlich stark vertreten. Das heißt, dass sie deutlich besser qualifiziert und in den Arbeitsmarkt integriert sind als die Deutschen mit eigener Migrationserfahrung.

Datenquelle

Statistisches Bundesamt: Mikrozensus, Statistisches Jahrbuch 2007 (PDF-Version: 6.430 KB)

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Zu den Menschen mit Migrationshintergrund zählen alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil.

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund wird zusätzlich nach einer engen und weiten Definition unterschieden. Hierfür sind keine inhaltlichen Gründe maßgeblich; die Unterscheidung wurde vielmehr aus datentechnischen Gründen getroffen. Siehe hierzu: Statistisches Bundesamt: Fachserie 1 Reihe 2.2 Mikrozensus, S. 326-328.

Als Ausländer gelten alle Personen, die nicht Deutsche im Sinne von Art. 116 Abs. 1 GG sind, d.h. nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Spätaussiedler, ihre Abkömmlinge und ihre bei Verlassen des Herkunftsgebietes seit mindestens drei Jahren mit ihnen verheirateten Ehegatten sind zwar Migranten, erhalten aber seit der Verabschiedung des neuen Staatsangehörigkeitsrechts mit Wirkung zum 1. August 1999 automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit (§§ 7, 40a Satz 2 StAG).

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative-Commons-Lizenz
by-nc-nd/2.0/de lizenziert.

Bevölkerung mit Migrationshintergrund II

Nach ausgewählten Merkmalen, Anteile in Prozent, 2005

  insgesamt insgesamt davon:
ohne
Migrations-
hintergrund
mit Migrations-
hintergrund im
weiteren Sinne
in Tsd. Anteile an ausgewählten Merkmalen,
in Prozent
Bevölkerung 82.465,3 100,0 81,4 18,6
  nach höchstem Schulabschluss
Haupt- (Volks-) schulabschluss 29.562,3 100,0 84,9 15,1
Realschul- oder
gleichwertiger Abschluss
14.449,9 100,0 85,2 14,8
Abitur 12.374,0 100,0 81,1 18,9
ohne Schulabschluss 2.472,4 100,0 40,4 59,6
  nach höchstem beruflichen oder
(Fach-) Hochschulabschluss
Lehre oder vergleichbarer Abschluss 32.214,3 100,0 88,9 11,1
Meister/
Techniker/
Fachschulabschluss
5.352,6 100,0 90,8 9,2
Fachhochschul-
abschluss
3.029,3 100,0 88,1 11,9
Universitäts-
abschluss/
Promotion
5.152,2 100,0 82,7 17,3
ohne berufs-
qualifizierenden Abschluss
21.574,5 100,0 72,3 27,7

  insgesamt insgesamt davon:
ohne
Migrations-
hintergrund
mit Migrations-
hintergrund im
weiteren Sinne
in Tsd. Anteile an ausgewählten Merkmalen,
in Prozent
Bevölkerung 82.465,3 100,0 81,4 18,6
  nach überwiegendem Lebensunterhalt
Erwerbs-/
Berufstätigkeit
33.351,8 100,0 83,6 16,4
Arbeitslosengeld
I, II
4.557,3 100,0 71,7 28,3
Rente, Pension 18.185,7 100,0 91,9 8,1
Angehörige 24.097,2 100,0 73,6 26,4
Vermögen, Vermietung, Zinsen 398,2 100,0 89,1 10,9
Sozialhilfe 964,2 100,0 45,6 54,4
  nach Beteiligung am Erwerbsleben
Erwerbspersonen 41.149,7 100,0 82,1 17,9
Erwerbstätige 36.566,5 100,0 83,4 16,6
Erwerbslose 4.583,2 100,0 71,2 28,8
Nichterwerbs-
personen
41.315,7 100,0 80,7 19,3

Quelle: Statistisches Bundesamt: Mikrozensus




Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Redaktion

Themengrafiken

Migration (230 KB)
Demografischer Wandel
(420 KB)
Lebensformen
(110 KB)
Einkommensverteilung und Vermögen
(190 KB)
Ausstattung mit Gebrauchsgütern
(220 KB)
Arbeitslosigkeit
(140 KB)
Links ins Internet

Statistisches Bundesamt

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
Angebote der bpb

Dossier: Migration

Expertendatenbank Migration

Die Kapitel als PDF-Datei

Bevölkerung (500 KB)
Lebensformen und
Haushalte (290 KB)
Familie und Kinder
(370 KB)
Migration (450 KB)
Bildung (400 KB)
Erwerbstätigkeit
(430 KB)
Arbeitslosigkeit
(500 KB)
Einkommen und Vermögen (300 KB)
Armut (400 KB)
Gesundheit (380 KB)
Alter (330 KB)
Finanzierung (500 KB)
Quiz
Quiz – Bevölkerung
Testen Sie Ihr Wissen!
Wie viele Menschen leben in Deutschland? Wie hoch ist der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung? Wie viele Personen sind im Jahr 2006 aus der Kirche ausgetreten?
Quiz – Bevölkerung
Nutzungsbedingungen

Übersicht

 10 / 10 
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home