Überhangmandat

Bei den Wahlen zum Dt. Bundestag können Ü. dadurch entstehen, dass eine Partei mehr Direktmandate (Erststimmen) erringt, als ihr aufgrund des erzielten Anteils an Zweitstimmen (Landesliste der Partei) zustehen. Da die gewonnenen Direktmandate erhalten bleiben, erhöht sich die Gesamtzahl der Abgeordneten im Parlament (bei der Bundestagswahl 2009 erhielt die CDU/CSU 24 Ü.). Ähnliche Bestimmungen gibt es bei verschiedenen Landtags- und Kommunalwahlen. 2008 hat das Bundesverfassungsgericht die Regelung auf Bundesebene aufgrund des Phänomens der negativen Stimmgewichtung für verfassungswidrig erklärt und den Gesetzgeber verpflichtet, bis 2011 eine verfassungsmäßige Regelung zu treffen.

Siehe auch:
Wahlen

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 5., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2011.




 

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