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Migration
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Fakten

Ende 2006 lebten 63,3 Prozent der ausländischen Bevölkerung seit mindestens zehn Jahren in Deutschland. Etwa ein Drittel (34,6 Prozent) lebte seit mehr als zwanzig Jahren im Bundesgebiet – etwas mehr als ein Fünftel (21,6 Prozent) sogar seit 30 Jahren und länger. Insgesamt lebten Ende 2006 mehr als zwei Drittel aller Ausländer (69,7 Prozent bzw. 4.707.806 Personen) seit mehr als acht Jahren in Deutschland und erfüllten damit zumindest eine der Einbürgerungsvoraussetzungen.

Insbesondere Staatsangehörige aus den ehemaligen Anwerbeländern haben einen langjährigen Aufenthalt: 80,1 Prozent der Türken, 83,8 Prozent der Griechen, 84,2 Prozent der Italiener und 88,5 Prozent der Kroaten lebten im Jahr 2006 seit mindestens zehn Jahren in Deutschland. Dagegen waren 84,2 Prozent der russischen und 61,3 Prozent der polnischen Staatsangehörigen seit weniger als zehn Jahren in Deutschland. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer aller Ausländer hat in den letzten Jahren beständig zugenommen. Während sie 1992 noch bei 12,0 Jahren lag, betrug sie im Jahr 2003 bereits 16,1 Jahre. 2006 lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der sich in Deutschland aufhaltenden Ausländer bei 17,3 Jahren.

Nach Informationen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge hatten zum Jahresende 2006 nahezu 60 Prozent der in Deutschland lebenden Ausländer einen unbefristeten Aufenthaltstitel. Etwa ein Drittel der ausländischen Staatsangehörigen war im Besitz eines befristeten Aufenthaltstitels, 2,4 Prozent besaßen eine Duldung, 0,6 Prozent eine Aufenthaltsgestattung. 6,6 Prozent der im Ausländerzentralregister erfassten Ausländer besaßen 2006 weder einen Aufenthaltstitel noch eine Aufenthaltsgestattung oder Duldung. Von diesen knapp 445.000 Personen haben 14 Prozent einen Aufenthaltstitel beantragt, bei 18 Prozent handelt es sich um ausreisepflichtige Personen ohne Duldung.

Eine Betrachtung des Aufenthaltsstatus der ausländischen Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit zeigt, dass der Anteil der Personen mit einem unbefristeten Aufenthaltstitel bei den Türken sehr hoch ist. Von den Türken, die die größte Gruppe unter den Ausländern darstellen, verfügten Ende 2006 fast zwei Drittel (64,6 Prozent) über einen unbefristeten Aufenthaltstitel. Auffallend hoch war der Anteil der Personen mit einer unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung auch bei Kroaten (81,1 Prozent) und Staatsangehörigen aus der Ukraine (66,4 Prozent).

Datenquelle

Statistisches Bundesamt; Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Ausländerzentralregister, Migrationsbericht 2006 (PDF-Version: 7.430 KB)

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

In der amtlichen Bevölkerungsstatistik des Statistischen Bundesamtes basiert die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer auf der Ermittlung des Bevölkerungsstandes zu einem bestimmten Stichtag. Ausländische Staatsangehörige werden zusätzlich zur kommunalen melderechtlichen Registrierung im Ausländerzentralregister (AZR) erfasst. Im AZR werden Informationen über Ausländer gesammelt, die sich drei Monate oder länger in Deutschland aufhalten.

Die Daten des AZR, deren Registerbehörde das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist, und die der amtlichen Fortschreibung des Bevölkerungsstandes (Bevölkerungsfortschreibung) können zum Teil erheblich voneinander abweichen. Dies hat erhebungsmethodische Gründe – beide Statistiken verwenden unterschiedliche Datenquellen.

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative-Commons-Lizenz
by-nc-nd/2.0/de lizenziert.

Ausländische Bevölkerung nach Aufenthaltsdauer

In absoluten Zahlen, Aufenthaltsdauer in Jahren, 31.12.2006

Aufenthaltsdauer
von ... bis unter ... Jahre
Ausländische Bevölkerung,
in abs. Zahlen
insgesamt 6.751.002
unter 1 255.940
1 bis 4 753.532
4 bis 6 537.428
6 bis 8 496.296
8 bis 10 431.217
10 bis 15 1.103.716
15 bis 20 835.453
20 bis 25 368.220
25 bis 30 510.447
30 bis 35 590.660
35 bis 40 582.631
40 und mehr 285.462

Quelle: Statistisches Bundesamt; Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Ausländerzentralregister




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