US-Soldaten in Afghanistan

4. Länderstudien

n-tv (15.10.2014)

http://www.n-tv.de/politik/Es-wird-einen-Kurdenstaat-geben-articl
e13785796.html

"Es wird einen Kurdenstaat geben"
n-tv im Gespräch mit Prof. Dr. Ferhad Seyder, Leiter der Mustafa-Barzani-Arbeitsstelle für kurdische Studien an der Universität Erfurt über den Zerfall alter Staatsordnungen in Nahost in Folge des Terrors des "Islamischen Staates". "Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS oder Isis) hat die alte Staatenordnung zerstört. In der Folge dürfte im Nordirak auf absehbare Zeit ein kurdischer Staat entstehen, sagt Wissenschaftler Ferhad Seyder im Interview mit n-tv.de. In Syrien könnten die Alawiten eine eigene Nation anstreben, sollte das Assad-Regime die Macht verlieren." Weiter...


Deutschlandfunk (15.10.2014)

http://www.deutschlandfunk.de/machtpolitik-russland-und-die-einge
frorenen-konflikte.724.de.html?dram:article_id=300401

"Russland und die 'eingefrorenen Konflikte'"
Mit Südossetien und Abchasien, Berg-Karabach und Transnistrien habe Russland vier "eingefrorerene" Konfliktzonen in seiner Nachbarschaft, für die es bisher noch keine politische Lösung gäbe, schreibt Gesinde Dornblüth im Deutschlandfunk. "Russland hat Erfahrung mit 'eingefrorenen Konflikten'. In seiner Nachbarschaft gibt es bereits vier davon: Südossetien und Abchasien, Berg-Karabach und Transnistrien. Alle vier Konfliktgebiete entstanden am Ende der Sowjetunion in der Folge von Sezessionskriegen. Die Kampfhandlungen forderten tausende Menschenleben und endeten nach wenigen Wochen und Monaten jeweils mit einem Waffenstillstand. Für keinen der Konflikte wurde bisher eine politische Lösung gefunden. An der Waffenstillstandslinie zwischen Berg-Karabach und Aserbaidschan gibt es immer wieder Gefechte und Tote, zuletzt in diesem Jahr. In Südossetien, das völkerrechtlich zu Georgien gehört, kam es 2008 sogar zu einem erneuten Krieg mit Beteiligung Russlands. Alle vier Gebiete sind seit gut 20 Jahren international isoliert. Ganze Landstriche liegen immer noch in Trümmern. Die Wirtschaft kommt nicht in Gang, auch wegen Korruption und Vetternwirtschaft. Mafiabanden beuten die Gebiete aus. Viele Menschen sind ohne Perspektiven." Weiter...


Zeit Online (15.10.2014)

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-10/russland-truppenabzug-
ukraine-nato-bericht

"Nato kann keinen russischen Truppenabzug feststellen"
Von den über 17.000 russischen Soldaten an der Grenze zur Ukraine seie bisher noch keiner in seine Kaserne zurückgekehrt, berichtet Zeit Online über die mangelnde Umsetzung einer angeblichen Rückzugsdirektive Wladmimir Putins. "An der ukrainisch-russischen Grenze stehen nach wie vor Tausende Soldaten. Nach Angaben der Nato habe es bisher keine 'größeren Bewegungen' der Truppen gegeben, sagte der Nato-Oberbefehlshaber in Europa, Philip Breedlove. Bei einem Besuch in Thessaloniki machte er noch einmal deutlich, dass ein vollständiger Truppenabzug ein wichtiger Punkt sei, um die Normalität in der Region wiederherzustellen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Samstag rund 17.600 Soldaten aus der russischen Grenzregion Rostow zurück in ihre Kasernen beordert. Nach Angaben des Kremls waren die Truppen für Militärmanöver an der Grenze zusammengezogen worden. Die Ukraine allerdings befürchtet eine Invasion und vermutet ebenso wie westliche Staaten, dass russische Soldaten die Separatisten in der Ostukraine aktiv unterstützen." Weiter...


Dradio Wissen (14.10.2014)

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/03/14/dradiowissen
_einhundert_syrien_20140314_74141b70.mp3

"Syrien - Drei Jahre Bürgerkrieg"
DRadio Wissen hat Beiträge zum Syrienkonflikt zusammengestellt, die versuchen das Persönliche hinter dem Konflikt ins Blickfeld zu rücken. "Drei Jahre Bürgerkrieg in Syrien und kein Ende absehbar. Die abstrakte Bilanz in den Nachrichten: 140.000 Tote, neun Millionen Flüchtlinge. Aber Krieg ist immer persönlich." Weiter...


Frankfurter Allgemeine Zeitung (01.10.2014)

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/finnlands-minis
terpraesident-alexander-stubb-im-interview-13180783-p2.html

"Die Integration Russlands in den Westen war eine Illusion"
Klaus-Dieter Frankenberger und Majid Sattar im Gespräch mit dem finnischen Ministerpräsidenten Alexander Stubb "über eine Nato-Mitgliedschaft seines Landes, die Ukraine-Krise und den Streit über den Freihandel." "Finnland ist fester Bestandteil der EU und unterstützt konsequent die Sanktionen gegen Russland. Die einzigen Mittel, die wir im Umgang mit Moskau haben, sind wirtschaftliche. Daher haben wir von Beginn an die Sanktionen für richtig gehalten. (...)Es gab in der zweiten Phase der Sanktionen nur eine gewisse Unstimmigkeit über das Timing. Unglücklicherweise leben wir in einer Twitter-Welt – und so wurde etwas in die Welt gesetzt, das sich nur schwer wieder zurückholen ließ. Ich stand von Beginn an in Kontakt mit Kanzlerin Merkel; wir haben dieselbe Linie verfolgt. Und im Rückblick hat sich das Timing als richtig erwiesen. Es ist nicht zu Gegensanktionen gekommen in der zweiten Phase." Weiter...


Tageszeitung (01.10.2014)

http://www.taz.de/Kommentar-Occupy-Hongkong/!146932/

"Die Botschaft kommt in China an"
Felix Lee, laut Tageszeitung der erste chinesischstämmige Korrespondent eines deutschen Mediums, berichtet über die Proteste in Hongkong. " Abgesehen davon, dass Millionen von geschickten Netzaktivisten unzählige Wege finden, die Bilder und Kurznachrichten aus Hongkong dennoch im chinesischen Netz zu streuen – die zentrale Botschaft ist auch in der Volksrepublik angekommen: Die kleine südchinesische Sonderverwaltungszone lässt sich die Bevormundung durch die Machthaber in Peking nicht länger gefallen und begehrt auf." Weiter...


TomDispatch (05.10.2014)

http://www.tomdispatch.com/blog/175903/tomgram%3A_pepe_escobar%2C
_new_silk_roads_and_an_alternate_eurasian_century/

"Can China and Russia Squeeze Washington Out of Eurasia?"
Angesichts der aktuellen Verschiebung der geopolitischen Machtverhältnisse entwirft Pepe Escobar das Szenario einer künftigen Allianz zwischen Deutschland, Russland und China. Der Weg zu diesem neuen Kooperationsmodell könnte in Deutschland mit seinen starken transatlantischen Bindungen besonders lang sein, die Ukraine-Krise habe jedoch erste Interessensunterschiede zwischen Berlin und Washington offenbart. "Three months ago, German chancellor Angela Merkel visited Beijing. Hardly featured in the news was the political acceleration of a potentially groundbreaking project: an uninterrupted high-speed rail connection between Beijing and Berlin. When finally built, it will prove a transportation and trade magnet for dozens of nations along its route from Asia to Europe. Passing through Moscow, it could become the ultimate Silk Road integrator for Europe and perhaps the ultimate nightmare for Washington. (...) In the endgame of such a process, the U.S. might find itself progressively squeezed out of Eurasia, with the BMB [Beijing-Moscow-Berlin strategic trade and commercial alliance] emerging as a game-changer. Place your bets soon. They’ll be called in by 2025." Weiter...


The Atlantic (14.10.2014)

http://www.theatlantic.com/international/archive/2014/10/why-nige
ria-stopped-ebola-but-not-boko-haram/381442/

"Why Nigeria Was Able to Beat Ebola, but Not Boko Haram"
Der Regierung Nigerias ist es offenbar gelungen, die Ausbreitung des Ebola-Virus im eigenen Land mit gezielten Maßnahmen zu stoppen. Matt Schiavenza fragt, warum die offensichtliche Effektivität der staatlichen Behörden nicht im Kampf gegen die radikalislamische Terrorgruppe Boko Haram zum Tragen komme. "'A lot of people in northern Nigeria are, in fact, disgusted with Boko Haram,' Rudy Atallah, a senior fellow at The Atlantic Council and an expert on Nigeria, said. 'But because the population of the North has felt neglected by the South for so long, many of them view Boko Haram as an able body fighting against the government.' By contrast, when Patrick Sawyer, the Liberian-American man who tested positive for Ebola, arrived in Lagos, he found himself in a city equipped with West Africa’s most advanced health-care infrastructure as well as the headquarters of many multinational organizations. And, unlike the fight against Boko Haram, combating Ebola transcends ethnic, political, and religious divisions. 'Ebola impacts everyone,' Atallah noted. 'It doesn’t have ties to particular sects or groups.'" Weiter...


Global Post (14.10.2014)

http://www.globalpost.com/dispatch/news/regions/europe/141014/kyi
v-ukraine-radical-protesters-parliament-elections

"Kyiv is getting rowdy — again"
Vor den möglichen Parlamentswahlen in der Ukraine hätten die Unruhen auf den Straßen Kiews wieder zugenommen, berichtet Dan Peleschuk. Rechtsnationale Gruppen seien dabei besonders aktiv. "'It’s a kind of revolutionary democracy with elements of anarchism,' says Vadim Karasyov, a Kyiv-based political analyst. Tuesday’s demonstrations began after protesters from the nationalist Svoboda and Right Sector parties rallied outside parliament to lobby for official recognition of the Ukrainian Insurgent Army, a wartime resistance movement venerated by nationalists but vilified by pro-Russian Ukrainians for its temporary tactical alliance with Nazi Germany." Weiter...


RealClearWorld (13.10.2014)

http://www.realclearworld.com/articles/2014/10/13/russia_and_chin
as_playground_alliance_110745.html

"Russia and China's Playground Alliance"
Daniel McGroarty von der Carmot Strategic Group untersucht die Hintergründe der Annäherung zwischen Russland und China, die vor allem ein gemeinsames Interesse hätten: die Opposition zur globalen Dominanz der USA. "Part of the attraction of these once-ideological cousins is hard-headed real-politik. China has no problem with a revanchist Russia claiming Crimea and biting off a good chunk of Ukraine - Beijing likely expects Moscow to return the favor as China extends its territorial claims in the East and South China Seas and in the eastern provinces of India - or as China calls it, South Tibet. Broader objectives, such as the replacement of the U.S. dollar as the global currency, will take more time, and the rise of a successor currency could be a source of ruble-yuan competition. But for now, in Moscow as in Beijing, the diminishment of American global influence is a force for common if not concerted action." Weiter...


Tageszeitung (14.10.2014)

http://www.taz.de/Russlands-Schattenarmee-in-der-Ukraine/!147583/

"Ein Bein für Russland"
Klaus-Helge Donath hat sich mit einem in der Ukraine-Krise verletzten russischen Soldaten getroffen und seine familiären Hintergründe erörtert. "'Nikolai ist ein echter Soldat', hat sein Vater Wsewolod Koslow dem Radiosender Echo Moskwy gesagt. Was hätte er auch sonst sagen sollen. Eine Untersuchung des Vorfalls wird der Afghanistanveteran nicht verlangen. Er zweifelt auch daran, dass Nikolai in der Ukraine verwundet worden ist. Sein Sohn hätte an der Grenze zur Ukraine Friedensdienst geleistet, behauptet er später auf einer Pressekonferenz in Osersk. Einschlägige Stellen dürften sich um die Einsicht des Vaters bemüht haben. Dem Sohn gehe es gut, sagte er da. Ob Nikolai Invalide bleiben werde, wisse er noch nicht. Für Wsewolod Koslow beginnt der Krieg erst jetzt, der innere Zwist zwischen Loyalität und Wahrheit." Weiter...


The National Interest (13.10.2014)

http://nationalinterest.org/feature/how-russia-sees-the-ukraine-c
risis-11461

"How Russia Sees the Ukraine Crisis"
Andranik Migranyan vom Institute for Democracy and cooperation in New York hat kürzlich auf einer Veranstaltung des Center for the National Interest die russische Perspektive auf die Vorgänge in der Ukraine präsentiert. Paul J. Saunders berichtet über den Vortrag, der einen europäischen Diplomaten zu einer protestreichen Flucht veranlasst habe, und schreibt: "Migranyan’s perspective on Ukraine and on U.S.-Russia relations, like most mainstream Russian perspectives and indeed Russian official statements, is unpleasant for many Americans and Europeans to hear. (...) Unfortunately, the fact that something is unpleasant — or worse — does not make it unimportant. (...) America needs to find some way to ensure that the confrontation over Ukraine does not becoming an enduring reality of twenty-first century Europe and an organizing principle of U.S. foreign policy at a time when Washington should be focusing its resources and attention on East Asia. That requires an inherently imperfect compromise with Moscow." Weiter...


New York Times (13.10.2014)

http://www.nytimes.com/2014/10/13/world/europe/as-putin-talks-nea
r-steps-to-defuse-ukraine.html?emc=edit_th_20141013&nl=todayshead
lines&nlid=20179534

"As Putin Talks Near, Both Sides Take Steps to Defuse Ukraine Tension"
Sowohl Russland als auch die Ukraine hätten Schritte unternommen, um die Lage im ukrainischen Osten weiter zu entspannen, berichtet Andrew Roth. "Despite the continuing fighting over disputed territories, President Petro O. Poroshenko of Ukraine said he believed that a full cease-fire could soon be achieved under a peace plan that he and Russia’s president, Vladimir V. Putin, had endorsed. On Sunday, Russian news agencies reported that Mr. Putin had ordered troops deployed on the Ukrainian border to return to their bases." Weiter...


Washington Post (12.10.2014)

http://www.washingtonpost.com/opinions/jackson-diehl-eastern-euro
peans-are-bowing-to-putins-power/2014/10/12/2adbf4c2-4fd0-11e4-ba
be-e91da079cb8a_story.html

"Eastern Europeans are bowing to Putin’s power"
Russland sei gegenwärtig erfolgreich dabei, das nach 1990 entstandene Ordnungssystem in Osteuropa auf den Kopf zu stellen, meint Jackson Diehl. Länder wie Ungarn und die Slowakei hätten sich bereits kritisch zur westlichen Sanktionspolitik gegenüber Moskau geäußert, auch Polen weiche nach dem Regierungswechsel von seiner bisherigen Ukraine-Politik ab. "'Some Central European politicians are angling either to remain below the radar screen — don’t speak up and make your nation the target of Putin’s ire — or to ingratiate themselves with Putin and therefore fare better than other allies when the waters get even choppier,' Damon Wilson, the executive vice president of the Atlantic Council, told me. 'The issue for many politicians will be how to survive when the Russians are back, nastier than ever .?.?. and the Americans are remote, available only for genuine 911 calls.'" Weiter...


Bundeszentrale für politische Bildung (12.08.2014)

http://www.bpb.de/internationales/europa/tuerkei/185907/der-kurde
nkonflikt

"Der Kurdenkonflikt"
Mit Blick auf die Rolle der Volksgruppe der Kurden im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" verweist die Bundeszentrale für politische Bildung auf ihr Dossier "Türkei" und den darin enthaltenen Beitrag von Dr. Gülistan Gürbey zum Kurdenkonflikt. "Der Konflikt um die Volksgruppe der Kurden ist sowohl historisch gewachsen als auch ein internationaler Konflikt. Der Vormarsch der islamistischen Terrorgruppe ISIS (Islamischer Staat im Irak und Syrien) im Irak und der anhaltende Bürgerkrieg in Syrien haben die Rolle der Kurden auch als Stabilitäts- und Ordnungsfaktor und als pro-westlich und säkular ausgerichteter regionaler Akteur sowie ihre Bestrebung nach Autonomie zuletzt wieder in Erinnerung gerufen. Gelöst ist der Konflikt jedoch bis heute nicht. Dies gilt konkret auch für den Kurdenkonflikt in der Türkei. Zwar ist die Kurdenfrage inzwischen längst kein Tabuthema mehr und die Kurden genießen mehr Freiheiten als zuvor. Dennoch hat der seit 1984 Jahren andauernde Kampf zwischen der türkischen Armee und der militanten PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) deutliche Spuren hinterlassen: rund 40.000 Tote, 3.500 zerstörte Dörfer, über 2,5 Millionen zur Flucht und Migration gezwungene Menschen. Der Konflikt hat die ethnische Polarisierung und den Nationalismus auf beiden Seiten verstärkt." Weiter...


Telepolis (08.10.2014)

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42982/1.html

"In Ost-Lettland gibt es keinerlei Absicht, sich abzuspalten"
Reinhard Jellen im Gespräch mit der lettischen EU-Parlamentarierin Tatjana Ždanoka "über die Situation der russischen Minderheit in ihrer baltischen Heimat und die deutschen Grünen im Europaparlament". Weiter...


Al-Monitor (06.10.2014)

http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2014/10/russia-isis-syr
ia-s300-missiles-assad.html

"Russia's role in the fight against IS"
Paul J. Saunders schreibt, dass Russland in mancher Hinsicht das erste Mitglied der heutigen Anti-IS-Allianz sei, da Moskau seine militärtechnische Unterstützung des Assad-Regimes von Beginn an mit der Warnung vor radikalislamischen Extremisten auf Seiten der Rebellen begründet habe. Das Beispiel der russischen Ukraine-Politik lasse erkennen, dass Assad im Ernstfall noch stärker als bisher unterstützt werden könnte, so Saunders. "While Syria and Ukraine are quite different in their details, they do share one important similarity: in both cases, Russia’s policy has attempted to prevent the collapse of a friendly regime whose survival protects important Russian interests. In Ukraine, Moscow wants to keep Kiev from eventually joining NATO; in Syria, Russian officials want to avoid a failed-state terrorist base for Chechen extremists." Weiter...


ipg-Journal (06.10.2014)

http://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/
artikel/neoimperiale-traeume-in-zeiten-des-vakuums-611/

"Neoimperiale Träume in Zeiten des Vakuums"
Der Westen hat die derzeitige Entwicklung der russischen Expansionspolitik nicht voraussehen können, weil alle Annahmen hinsichtlich der russischen Politik auf der Grundannahme rationaler Nutzenmaximierung basierten, schreibt Herfried Münkler im IPG-Journal. Ebenso wie auch die Terrormiliz des "Islamischen Staates" basiere die russische Politik auf der "Kraft der historischen Reminiszenz". "Der Hauptgrund für die westliche Fehlbeurteilung der politisch-militärischen Elite in Russland dürfte darin liegen, dass Theorien, die auf der Grundannahme rationaler Nutzenmaximierung errichtet wurden, den Einfluss historischer Erinnerung für Entscheidungen nicht kennen. Deshalb wurden Sentiments und Ressentiments nicht systematisch in die Modelle einbezogen. So wurde die Äußerung Wladimir Putins, der Zerfall der Sowjetunion sei 'die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts', als Anekdote zur melancholischen Stimmung des Kremlherrn begriffen, nicht aber als handlungsleitende Vorstellung maßgeblicher russischer Politiker." Weiter...


Center for Security Studies (06.10.2014)

http://www.css.ethz.ch/publications/pdfs/CSSAnalyse161-DE.pdf

"Die Nato nach Wales: Wie weiter mit Russland?"
Christian Nünlist und Martin Zapfe fassen die Ergebnisse des Nato-Gipfels in Wales zusammen. "Der Nato-Gipfel von Wales vom September 2014 markiert eine Zäsur: Zum ersten Mal sein einem Vierteljahrhundert wendet sich das Bündnis wieder zunehmend nach Osten. Die angesichts der Ukraine-Krise beschleunigte Konzentration auf Artiel V des Nato-Vertrages ist ein robuster Minimalkonsens. Darüber hinaus herrscht jedoch Uneinigkeit, insbesondere in Hinblick auf den Umgang mit Russland." Weiter...


The National Interest (07.10.2014)

http://nationalinterest.org/feature/europes-nightmare-could-still
-come-true-nato-russia-war-over-11418

"Europe's Nightmare Could Still Come True: A NATO-Russia War over Ukraine"
Die Gefahr eines Krieges zwischen der NATO und Russland in der Ukraine sei immer noch nicht abgewendet, warnt Dmitri Trenin vom Carnegie Moscow Center. Der Waffenstillstand zwischen Regierung und Rebellen sei fragil, sein Zusammenbruch könnte die Lage wieder militärisch eskalieren lassen. Drei Schritte seien nötig, um dies zu verhindern: "1. Deploying OSCE military observers, in sufficient numbers and appropriately armed, along the lines of engagement in Donbass, starting with the Donetsk area, and along the Ukraine-Russia border adjacent to it; 2. Reaching an agreement between Ukraine and Russia, with the European Union's active participation, on the gas price for Ukraine, and on the associated issues, such as a schedule for the gas debt repayment, which would allow Russian gas deliveries to Ukraine this coming winter; 3. Starting a political dialogue, mediated by the OSCE, between the representatives of Ukraine and of the people of the Donetsk and Lugansk regions, with a view, initially, to restoring contacts and communication between them, and eventually to agreeing on a formula for reintegration." Weiter...


East Asia Forum (05.10.2014)

http://www.eastasiaforum.org/2014/10/05/russian-roulette-at-the-g
20/

"Russian roulette at the G20"
Bruce Jones berichtet, dass die BRICS-Staaten eine Initiative Australiens zum Ausschluss Russlands aus der G20 auf recht "schroffe" Weise abgelehnt hätten. "The immediate reaction from the rest of the BRICS (...) made clear that trying to exclude Russia from Brisbane would be very costly — that it might not be possible without breaking the G20 itself. For China and India and other emerging powers, membership of the G20 is not only an important symbol of their rise, it’s a seat at what many of them view as the top decision-making table on international affairs, certainly international economic affairs. Many commentators in the West saw the BRICS standing behind Russia’s participation in the G20 as evidence of BRICS support for Russia’s actions in Ukraine. What actually motivated the BRICS was a firm intent to assert the principle that they couldn’t be excluded from international decision-making at the say-so of the West. Those days are behind us." Weiter...


The National Interest (06.10.2014)

http://nationalinterest.org/feature/global-aikido-russias-asymmet
rical-response-the-ukraine-11411

"Global Aikido: Russia's Asymmetrical Response to the Ukraine Crisis"
In seinem Beitrag aus dem neuen Sammelband "Costs of a New Cold War: The U.S.-Russia Confrontation over Ukraine" erläutert Fyodor Lukyanov, warum die russische Regierung auf die Konfrontation mit dem Westen nicht wie im Kalten Krieg reagiere. Moskau sei sich der unterschiedlichen Machtverhältnisse bewusst und werde nicht versuchen, eine "Balance" zwischen jeweiliger Aktion und Reaktion aufrechtzuerhalten. "This means not only that its responses should be asymmetrical and 'creative,' but also that they should be systemic and strategic. Above all, Russia should use objective global development trends that can benefit it, especially the rise of China and other emerging economies and the diffusion of economic power, while also exploiting U.S. weaknesses unrelated to Russian interests and activities but tied to America’s position as a global leader." Weiter...


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