US-Soldaten in Afghanistan

4. Länderstudien

Stiftung Wissenschaft und Politik (27.07.2014)

http://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/201
4A50_hlb.pdf

"Die Tscherkessen-Frage"
Welche Herausforderungen ergeben sich aus der unbewältigten russischen Kolonialgeschichte im Nordkaukasus, fragt Uwe Halbach in seinem Papier für die Stiftung Wissenschaft und Politik. "Am 21. Mai 2014 begingen Tscherkessen in aller Welt den 150. Gedenktag der Vertreibung ihrer Vorfahren aus ihrer nordkaukasischen Heimat. Die Verbindung zwischen diesem Problem unbewältigter russischer Kolonialgeschichte und Präsident Putins Prestigeprojekt der Olympischen Winterspiele in Sotschi hat in den letzten Jahren tscherkessische Aktivisten mobilisiert. Zielvorstellungen und Methoden innerhalb der Bewegung sind unterschiedlich, aber die Forderung nach Anerkennung der an ihren Vorfahren begangenen Gewalt erhebt die tscherkessische Restbevölkerung im Nordkaukasus (rund 700000 Menschen) ebenso wie die weltweite Diaspora (mehrere Millionen)." Weiter...


Deutsche Welle (26.07.2014)

http://www.dw.de/s%C3%BCdsudan-steht-vor-mega-krise/a-17810025

"Südsudan steht vor 'Mega-Krise'"
Wenn nicht bald etwas geschehe, drohe dem Südsudan im Zuge des Konflikts zwischen Regierungstruppen und Aufständischen eine Hungerkrise, berichtet die Deutsche Welle. "Der UN-Sicherheitsrat hat die Nahrungsmittelkrise im Südsudan als 'die schlimmste der Welt' bezeichnet. In einer von den 15 Mitgliedern des Sicherheitsrats einstimmig angenommenen Entschließung heißt es, die Krise drohe wegen des Konflikts zwischen Regierungstruppen und Aufständischen bald zu einer Hungersnot zu werden. Das Land stehe vor einer 'Mega-Krise', so auch das UN-Büro für Nothilfekoordination in New York." Weiter...


London Evening Standard (22.07.2014)

http://www.standard.co.uk/comment/brendan-simms-germany-is-a-big-
player-now-in-the-bid-to-tame-putin-9621107.html

"Germany is a big player now in the bid to tame Putin"
Brendan Simms, Präsident des Project for Democratic Union, hebt die Rolle Deutschlands bei der europäischen Reaktion auf Russlands Ukrainepolitik hervor. Großbritannien sollte sich bemühen, die historisch "besonderen" britisch-deutschen Beziehungen neu zu beleben, so Simms. "Relations with Germany are already strained after Britain’s opposition to the EU budget two years ago, and rejection of Jean-Claude Juncker as President of the European Commission. Add to this the extraordinary public interest in the 100th anniversary of the outbreak of the First World War in 1914 in both countries, and divergent views on the responsibility for starting the carnage, not to mention the continuing preoccupation here with the Second World War, and we have the makings of a serious rift at a time when close co-ordination between London and Berlin is essential, and transatlantic ties fray as Obama ostentatiously 'pivots' away from Europe towards Asia. This is unfortunate because it obscures the fact that the real special relationship in Europe until comparatively recently has been the Anglo-German one." Weiter...


Guardian (23.07.2014)

http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/jul/23/europe-mosco
w-us-russia-multipolar-eu

"Europe must learn to deal with Moscow without US backing"
Europa sollte sich in der Reaktion auf die Ukraine-Krise um neue Einigkeit bemühen, da sich die USA offensichtlich schrittweise aus den europäischen Angelegenheiten zurückzögen, meint Mary Dejevsky. "Maybe (...) we Europeans are going to have to get used to the idea that in diplomatic and military – if not economic – terms, Europe has ceased to be special in Washington. There were already hints, during Obama’s first election campaign, that 'Yes, we can!' might one day be completed with 'do without Europe'. (...) there is a conclusion that Europe has been very slow to draw from this: if we want to exercise any diplomatic clout, we will have to get our act together, identify some Europe-wide priorities, and decide how much we are prepared to pay for the privilege. So far, the EU has chalked up a mini-success with agreement between Serbia and Kosovo, and a third-party success with the opening of nuclear negotiations with Iran. But we have not cracked the closest, but somehow hardest, nut: Russia." Weiter...


Neue Zürcher Zeitung (24.07.2014)

http://www.nzz.ch/feuilleton/moskaus-waffen-und-luegen-1.18349236

"Moskaus Waffen und Lügen"
Timothy Snyder, Professor für Geschichte an der Yale University, hegt in seinem Gastbeitrag für die Neue Zürcher Zeitung nur geringe Hoffnungen, dass der Abschuss des Passagierflugzeuges über der Ostukraine die EU dazu bringen wird, "diesen sinnlosen Krieg zu beenden". "Es stellt sich die Frage, ob die bestehende europäische Gemeinschaft etwas Robusteres dagegen aufzubringen vermag als diese Art von Nihilismus, ob sie über die Fähigkeit verfügt, die bekundeten Verpflichtungen selber ernst zu nehmen, ob Europa Verantwortung aufbringt und sich in seiner Entrüstung weniger als bisher von fremder Propaganda und den kurzsichtigen Eigeninteressen leiten lässt. MH17 wird den Kreml nicht beeinflussen, jedenfalls nicht unmittelbar. Aber in Europa könnte sich etwas ändern, vielleicht sogar genug, um diesen sinnlosen Krieg zu beenden. Das ist die Hoffnung, aber es ist keine besonders starke." Weiter...


Zeit Online (24.07.2014)

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/fuenf-vor-acht-russlan
d-putin-ukraine-9-11

"Ist das Europas 11. September?"
Europa könne im Umgang mit der Ukrainekrise aus den Erkenntnissen der Anschläge des 11. Septembers 2001 lernen, meint Jochen Bittner. "Es gibt, wie nie zuvor, ein 'uns' und ein 'sie' nach dem vergangenen Donnerstag. Kaum eine andere Frage als 'Wer war das? ', als die Wahl zwischen Beschuldigung und Bezichtigtwerden, presst Menschen stärker in ein bestimmtes Lager. Die Katastrophe von 7/17 ist deshalb ein ganz ähnlicher Kristallisationspunkt zweier Weltbilder, wie es 9/11 war. Die Theorie, die Passagiere in der Malaysia-Airways-Maschine seien schon tot gewesen, bevor das Flugzeug abstürzte, wird sich in Russland ebenso hartnäckig halten wie die verbreite Überzeugung in der islamischen Welt, die Amerikaner hätten sich am 11. September selber angegriffen. Immer wieder, wenn die eine Seite die Unterstellung der anderen hört, wird sie sich attackiert, beleidigt, verhöhnt fühlen. Die Entzweiung wird verfestigt und vertieft." Weiter...


The Daily Beast (21.07.2014)

http://www.thedailybeast.com/articles/2014/07/21/the-battle-for-u
kraine-s-rebel-capital-as-dutch-search-for-mh17-clues.html

"Inside the Battle to Crush Ukraine’s Rebel Capital as Dutch Search for MH17 Clues"
Etwa 80 Kilometer von der Absturzstelle des malaysischen Flugzeugs MH17 entfernt sind erneute Kämpfe zwischen ukrainischen Regierungstruppen und Separatisten in der Rebellenhochburg Donetsk ausgebrochen. Anna Nemtsova hat den Beginn der Kämpfe miterlebt und berichtet: "The city’s basements were full of people. About 70 civilians, little children as well as adults, were hiding in a deep cellar of Public School No. 51. Some women cried out in shock, growing hysterical. 'Bombing is fine — let the Ukrainian army cleanse this city, like they cleansed Sloviansk, where peaceful life immediately returned,' said a suntanned woman in a black T-shirt who was screaming at the top of her lungs. Not everybody agreed with her. In Donbass, it’s not only bombs but opinions that tear people apart. 'The Ukrainian army will just murder us, they are murderers!' shouted a young woman in a colorful summer dress. 'Kiev never bothered to respect us, to ask us about what life we really wanted.' Her features betrayed her terror." Weiter...


Tageszeitung (22.07.2014)

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2014/0
7/22/a0061&cHash=9f16ec9c8e62d597d272e05441869828

"Sie wollen einfach nur weg, egal wohin"
Die ukrainische Journalistin Valerija Dubova berichtet aus Donezk, das sie noch nicht verlassen hat - "aus familiären Gründen und weil sie der Berichterstattung russischer Medien etwas entgegensetzen will." Weiter...


The Moscow Times (21.07.2014)

http://www.themoscowtimes.com/news/article/why-putin-can-t-afford
-to-dump-the-ukrainian-separatists/503828.html

"Why Putin Can't Afford to Dump the Ukrainian Separatists"
Einige Experten glauben Alexey Eremenko zufolge nicht, dass Russlands Präsident Putin seine Verbindungen zu den ostukrainischen Rebellen vollständig kappen wird. "While Russia's support of Ukrainian separatists has led to its worst standoff with the West in post-Soviet history, the Kremlin cannot afford to disown them because that would spell a major geopolitical defeat and alienate the jingoistic masses at home, Russian pundits said. The rebels are Moscow's last remaining leverage in the otherwise vehemently pro-Western Ukraine, Maria Lipman of the Carnegie Moscow Center think tank said Monday. And domestically, the Russian public has been persuaded to see the insurgents as the good guys resisting 'forces of evil' — which means disowning them would destroy Putin's popularity, Lipman said." Weiter...


Spiegel Online (19.07.2014)

http://www.spiegel.de/politik/ausland/malaysia-airlines-mh17-die-
separatisten-und-ihr-draht-nach-russland-a-981952.html

"Die Moskau-Connection der Separatistenführer: Soldaten des Heiligen Russland"
Spiegel Online porträtiert die ukrainischen Rebellenführer mit russischem Pass, Alexander Borodaj und Igor Iwanowitsch Girkin. "Nach dem Abschuss von Flug MH17 gelten die Separatisten als Massenmörder, Russland dagegen sieht sie als Helden. Die Anführer der Kämpfer sind zwei Männer aus Moskau. Sie träumen von einem neuen russischen Weltreich, das auch Kiew umfassen soll." Weiter...


Stiftung Wissenschaft und Politik (16.07.2014)

http://www.swp-berlin.org/de/publikationen/swp-aktuell-de/swp-akt
uell-detail/article/moldau_eu_assoziierung_und_ukraine_krise.html

"Republik Moldau: EU-Assoziierung im Schatten der Ukraine-Krise"
"Weder russischer Druck noch innenpolitische Widerstände konnten (...) die EU-Assoziierung Moldaus verhindern", stellt Klemens Büscher in seiner Bestandsaufnahme fest. "Die russische Regierung hatte zuletzt ihre Ablehnung des proeuropäischen Kurses Moldaus immer deutlicher zum Ausdruck gebracht und mehrfach negative Konsequenzen für das moldauisch-russische Verhältnis angedroht. (...) Anders als in der Ukraine 2013 hat die moldauische Führung, die nur über eine knappe parlamentarische Mehrheit verfügt (...) an dem EU-Kurs konsequent festgehalten." Weiter...


Frankfurter Allgemeine Zeitung (14.07.2014)

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/gerhart-baum-ich-bin-stolz-
auf-die-german-angst-13045630.html

"Ich bin stolz auf die German Angst"
Der ehemalige Bundesinnenminister Gerhard Baum (FDP) verlangt von der Bundesregierung, im NSA-Überwachungsskandal "mehr Flagge" zu zeigen und sich dabei auch vom deutschen Rechtsempfinden leiten zu lassen. "Es geht letztlich darum, den Freiheitsschutz, den unser Grundgesetz garantiert, gegenüber globalen Entwicklungen zu bewahren, so, wie vor Jahrzehnten damit begonnen wurde, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen." Weiter...


Deutsche Welle (13.07.2014)

http://www.dw.de/das-auf-und-ab-der-deutsch-amerikanischen-bezieh
ungen/a-17782932

"Das Auf und Ab der deutsch-amerikanischen Beziehungen"
Günther Birkenstock zeigt sich mit Blick auf die Geschichte davon überzeugt, dass das transatlantische Verhältnis die aktuelle Krise überstehen werde. "Den aktuellen Streit um die Abhörmaßnahmen der US-Geheimdienste und deren Zusammenarbeit mit deutschen Informanten betrachtet Amerikanist Hebel als sehr gravierend. Die Bundesregierung hat den obersten Vertreter der US-Geheimdienste in Berlin aufgefordert, das Land zu verlassen - das gab es noch nie im Verhältnis Berlin-Washington. Aber selbst wenn die Kanzlerin sich jetzt zu Recht empört zeige, sei das deutsch-amerikanische Verhältnis nicht dauerhaft beschädigt, glaubt Hebel. Die Beziehungen der beiden Länder hätten sich - von der politischen Großwetterlage abgesehen - nie über lange Zeit wesentlich verschlechtert, sondern seien immer besser geworden." Weiter...


Frankfurter Allgemeine Zeitung (15.07.2014)

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ukraine-konflikt-verst
eckte-militaerische-und-offene-diplomatische-offensive-13047659.h
tml

"Versteckte militärische und offene diplomatische Offensive?"
Im Propagandakrieg zwischen ukrainischen Separatisten und der Regierung in Kiew gehe es auch um die Frage, inwiefern Russland in die Kämpfe eingreife, schreibt Reinhard Veser in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Kiew hat der EU am Dienstag eine Dokumentation übergeben, die belegen soll, dass sich Russland seit dem EU-Gipfel Ende Juni, der noch keine Verschärfung der Sanktionen gegen Moskau beschließen wollte, immer massiver in die Auseinandersetzung in der Ukraine einmische. Aus Russland erhalten die Separatisten nach ukrainischen Angaben weiter Waffen und Technik; zudem seien Offiziere der russischen Streitkräfte in den Reihen der Separatisten im Einsatz. Die Separatisten und die russische Regierung weisen das zurück. Ihre gesamte schwere Bewaffnung hätten sie aus Beständen der ukrainischen Armee erbeutet, behaupten die Separatisten. Das gelte auch für das Kampfflugzeug, das am Montag zum ersten Mal eingesetzt worden sein soll." Weiter...


Frankfurter Allgemeine Zeitung (10.07.2014)

http://www.faz.net/aktuell/politik/eskalation-in-der-geheimdienst
affaere-nicht-obamas-pudel-13038859.html

"Nicht Obamas Pudel"
Deutschland und die USA stünden an der Schwelle zu einem Diplomatenkrieg, schreibt Berthold Kohler in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Die amerikanische Spionage in Deutschland ist ein politisches Misstrauensvotum, das wiederum das leicht zu nährende Misstrauen der Deutschen gegenüber den Amerikanern schürt. Hierzulande versteht man nicht, warum Washington wegen 'lächerlicher Informationen' das im Grunde gute Verhältnis belastet. Die Supermacht dagegen hat offenbar immer noch Schwierigkeiten zu begreifen, dass sie es nicht mehr mit einem teilsouveränen Staat unter ihrer Fuchtel zu tun hat. Merkel ist nicht Obamas Pudel. Die Botschaft, die sie ihm jetzt schickte, war unerlässlich und unmissverständlich. Ob die Amerikaner sie aber verstehen wollen, ist eine andere Frage." Weiter...


Financial Times (13.07.2014)

http://www.ft.com/intl/cms/s/0/f0776136-08ee-11e4-9d3c-00144feab7
de.html?siteedition=intl#axzz37WkNSDd9

"A farewell to trust: Obama’s Germany syndrome"
Unabhängig von den direkten politischen Folgen hätten die Überwachungs- und Spionageskandale der letzten Zeit in Deutschland vor allem zu einem tiefen Vertrauensverlust gegenüber den USA geführt, schreibt Edward Luce. "Mistrust is a nebulous concept. In the case of Mr Nixon, people rightly suspected he was crooked. In the case of Mr Obama, it is based on the perception that he is ineffectual. His words are so rarely joined to deeds. The net result is not radically different. When Mr Obama promises something will happen – say a tightening of data surveillance safeguards, or a drive to overhaul US immigration policy – people are no longer inclined to take him at his word. They may believe he means what he says. But they do not trust his ability to deliver." Weiter...


Telepolis (13.07.2014)

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42247/1.html

"American Spy - German Born Ultimatum"
Artur P. Schmidt fragt, warum die Bundesregierung erst wegen der Spionageaffäre auf die Überwachung durch die USA reagiert. "Wenn jetzt die Kanzlerin der Meinung ist, der US-Maßkrug an Diebstahl von Informationen und Wissen sei voll, so ist dies nur folgerichtig, nur leider hätte diese Reaktion schon viel früher und viel massiver von früheren Bundeskanzlern kommen müssen. Der deutsche Michel hat über Jahrzehnte alles ruhig und gelassen über sich ergehen lassen, nur um seine amerikanischen Freunde nicht zu verstören. Dabei haben die Geheimdienste doch von Obama per Kaperbrief die Erlaubnis bekommen, das deutsche Datenschiff in der Cloud aufzubringen." Weiter...


The National Interest (15.07.2014)

http://nationalinterest.org/feature/germany-america-headed-divorc
e-10874

"Germany and America: Headed for a Divorce?"
David C. Hendrickson, Politikwissenschaftler am Colorado College, schreibt, dass die Bundesregierung in ihrer Reaktion auf die Spionage- und Überwachungsskandale bisher vor jeder Kritik an der US-Regierung die große Bedeutung der transatlantischen Beziehungen betont habe. Die als "spöttisch" empfundenen Reaktionen aus Washington hätten Berlin verärgert und verletzt, nun mehrten sich die Zweifel an der bislang nicht in Frage gestellten Rolle der USA in Europa. Eine sicherheitspolitische "Scheidung" könnte dabei positive Folgen haben, da die "gefährliche" amerikanische Überwachungspolitik endlich herausgefordert werden würde, so Hendrickson. "It is vital, however, that Germany not make an issue about itself alone, and the worst outcome would be for Germany to cozy up to the spy machine on the condition that it is left inviolate. Let us hope that Washington will persist in its claim to keep as potential targets of surveillance everybody in Germany except the Chancellor, a policy whose absurdity seems no guarantee against its persistence. That would push Berlin in the desired direction, and enlist it in a cause much greater than itself." Weiter...


Blätter für deutsche und internationale Politik (14.07.2014)

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2014/juli/china-der-neu
e-seehegemon

"China: Der neue Seehegemon"
Früher oder später würden sich die USA darauf einstellen müssen, mit einem ebenbürtigen Rivalen zu leben, konstatiert Siegfried Knittel in seiner Analyse der sicherheitspolitischen Entwicklung Chinas. "Unaufhaltsam strebt das Riesenreich China nach Hegemonie in Ost- und Südostasien – und das nicht nur wirtschaftlich, sondern auch militärisch: Chinas Verteidigungshaushalt verzeichnet derzeit die höchsten Zuwachsraten aller Industriestaaten. Schon allein aufgrund seiner dominierenden Größe droht das Land, alle Widerstände, die sich ihm in der Region entgegenstellen, einfach niederzuwalzen." Weiter...


Telepolis (14.07.2014)

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42254/1.html

"Konflikt zwischen Russland und Ukraine wird explosiv"
Florian Rötzer berichtet über die anhaltenden Kämpfe in der Ostukraine, die durch die Propaganda auf beiden Seiten zum Teil undurchsichtig blieben. Ziel der militärisch unterlegenen Separatisten sei es, Russland doch noch zu einem Eingreifen zu bewegen. "Am Samstag hatten russische Soldaten Schüsse aus der Ukraine mit Schüssen beantwortet. Am Sonntag sind in der russischen Grenzstadt Donezk im Gebiet Rostow ein junger Russe getötet und zwei verletzt worden, als ein Geschoss ein Wohnhaus traf. Moskau geht davon aus, dass die ukrainische Armee verantwortlich ist, bestellte den Botschafter in Moskau ins Außenministerium und warnte vor 'unumkehrbaren Folgen', wenn solche Provokationen nicht unterbunden werden. Die Lage ist explosiv und könnte auch von den Separatisten ausgenutzt werden, um Russland in den Konflikt hereinzuziehen, was bislang nicht gelungen ist." Weiter...


War is Boring (14.07.2014)

https://medium.com/war-is-boring/ukraine-is-crowdfunding-its-army
-f819fa24353

"Ukraine Is Crowdfunding Its Army"
Matthew Gault berichtet über die ersten Erfolge des Versuchs, die ukrainische Armee per Crowdfunding zu unterstützen. Zuletzt seien z.B. 35.000 US-Dollar für die Anschaffung einer neuen Aufklärungsdrohne zusammen gekommen. Es bleibe der Eindruck, dass das Militär tatsächlich um "Kleingeld" betteln müsse. Die Praxis könnte zudem politische Folgen haben. "(...) there’s a flip side. 'A mobilized public is a more demanding one,' [Mark Galeotti, a New York University Russia expert and blogger,] explained. 'It may mean that policy becomes driven by the pressure to keep various constituencies happy immediately, rather than what actually addresses Ukraine’s long-term needs.' Pres. Petro Poroshenko is already making those kinds of decisions, Galeotti pointed out, citing the president’s 'decision to co-opt militant and ultra-nationalist groups into the national guard,' as well as his willingness to work with the oligarch Ighor Kolomoisky’s private military. Galeotti isn’t the only one to notice this. When the short-lived ceasefire in eastern Ukraine collapsed earlier this month, Reuters reporters Thomas Grove and Richard Balmforth wondered if Poroshenko were bowing to internal pressure." Weiter...


Salon.com (11.07.2014)

http://www.salon.com/2014/07/11/hypocrisy_incompetence_and_cold_i
nhumanity_ukraine_heads_for_its_most_gruesome_hour/

"Hypocrisy, incompetence and cold inhumanity: Ukraine heads for its most gruesome hour"
Patrick L. Smith fürchtet, dass der ukrainische "Bürgerkrieg" bald eine neue blutige Wende nehmen wird. Ein möglicher Einsatz von Soldaten und Kampfflugzeugen gegen die Separatisten in Luhansk und Donetsk wäre Smith zufolge ein Kriegsverbrechen, da in diesem Fall auch die dortige Bevölkerung zum Ziel erklärt werden würde. Die US-Regierung sei für die Eskalation mitverantwortlich, da sie Präsident Poroschenko im Gegensatz zu Deutschland und Frankreich offenbar ermutigt habe, den auslaufenden Waffenstillstand nicht zu verlängern. Washington dränge zudem im Gegensatz zur EU auf neue Sanktionen gegen Russland. "This is a miserable business, not only with regard to Russia, but toward the Europeans, too. Even now, after the European Union announced that is sees no further need for another round of sanctions, Washington continues to prepare them. Recall the infamous ''F' the EU' tape recorded in March and identified as the voice of Victoria Nuland, President Obama’s assistant secretary for European affairs. Several months on, it appears to be precisely what Washington is doing." Weiter...


Amnesty International (11.07.2014)

http://www.amnesty.org/en/news/ukraine-mounting-evidence-abductio
n-and-torture-2014-07-11

"Ukraine: Mounting evidence of abduction and torture"
Amnesty International hat einen Bericht mit neuen Belegen für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen in der Ostukraine veröffentlicht. Für die große Mehrheit der registrierten Entführungen und Folterungen seien die Separatisten verantwortlich. "A new briefing, Abductions and Torture in Eastern Ukraine, details the findings of a research trip to Kyiv and south-eastern Ukraine in recent weeks. It documents allegations of abduction and torture perpetrated by separatist armed groups and pro-Kyiv forces. (...) While the vast majority of allegations of abduction and torture are levelled against separatist pro-Russian groups, pro-Kyiv forces, including self-defence groups, have also been implicated in the ill-treatment of captives." Weiter...


Neue Zürcher Zeitung (07.07.2014)

http://www.nzz.ch/meinung/nur-ein-erster-schritt-1.18338637?extci
d=Newsletter_08072014_Top-News_am_Morgen

"Nur ein erster Schritt"
Die jüngsten militärischen Erfolge der ukrainischen Armee gegen die prorussischen Aufständischen seien nicht mehr als ein erster Schritt auf dem Weg zur Wiederherstellung der territorialen Integrität der Ukraine, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. "Für Euphorie ist es jedenfalls viel zu früh. Eine Millionenstadt wie Donezk mit militärischen Mitteln einzunehmen, ohne dabei ein Blutbad unter der Zivilbevölkerung anzurichten, ist ungleich schwieriger als die Eroberung von Slowjansk, woraus viele Bewohner bereits zuvor geflohen waren." Weiter...


Zeit Online (09.07.2014)

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-06/fs-nordkorea-david-gut
tenfelder

"Nordkorea, unzensiert"
Zeit Online zeigt neue Bilder des AP-Fotografen David Guttenfelder aus Nordkorea. "Bilder aus Nordkorea zeigen eigentlich immer dasselbe. Diktator Kim Jong Un lächelt, das Militär demonstriert tapfere Soldaten und neueste Waffen, die Menge jubelt. Die Bilder von David Guttenfelder sind anders, sie sind nicht vom Regime inszeniert. Dem Fotografen der Agentur Associated Press (AP) ist es gelungen, den Alltag in Nordkorea festzuhalten. Er zeigt Arbeiter, Angehörige des Militärs und Spielgeräte in Raketenform." Weiter...


Standard (06.07.2014)

http://derstandard.at/2000002730008/Ukraine-Separatisten-unter-Dr
uck-Nur-ein-Etappensieg

"Ukraine-Separatisten unter Druck: Nur ein Etappensieg"
Josef Kirchengast kommentiert das derzeit erfolgreiche militärische Vorgehen der ukrainischen Armee in der Ostukraine. "Der Kampf um die militärische Kontrolle der Ostukraine könnte nach allen vorliegenden Informationen einer Entscheidung zutreiben. Die prorussischen Separatisten sind in die Defensive geraten - offensichtlich als Folge der Entschlossenheit des neuen Präsidenten Petro Poroschenko, der vor wenigen Tagen die Armeeführung ausgetauscht hat." Weiter...


The Diplomat (08.07.2014)

http://thediplomat.com/2014/07/china-and-germanys-special-relatio
nship/

"China and Germany's 'Special Relationship'"
Shannon Tiezzi wirft anlässlich des Chinabesuchs der deutschen Bundeskanzlerin einen Blick auf die "besonderen Beziehungen" zwischen beiden Ländern. China verfolge dabei nicht nur handelspolitische Ziele. "Beijing has been working on expanding its relationship with many European countries, and especially with the European Union (EU) as a whole. To this end, increasing ties with Germany, one of the most influential countries on the continent, is an important goal for China. A 2012 report from the European Council on Foreign Relations noted that a new 'special relationship' had begun to emerge between China and Germany, as China bet that Berlin would continue to become more influential within the EU. Beijing hopes that Germany’s sway in the EU will reap dividends for China-EU relations down the road. (...) As Mu Chunshan wrote for The Diplomat back in April, China’s ultimate goal may be to lessen U.S. influence in Europe by forging its own close ties to the EU. Achieving this goal will require cooperation outside the economic realm, a point highlighted by Xi Jinping in his remarks with Merkel." Weiter...


Frankfurter Allgemeine Zeitung (06.07.2014)

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/nach-rueckzug-d
er-rebellen-die-angst-vor-einem-ukrainischen-stalingrad-13031153.
html

"Die Angst vor einem ukrainischen 'Stalingrad'"
Konrad Schuller berichtet über den widerstandslosen Einmarsch der ukrainischen Regierungstruppen in die ostukrainischen Städte Slawjansk und Kramatorsk. "Als die ukrainische Armee am Samstag nach drei Monaten der Kämpfe ins Innere der Stadt eindrang, erwies sich die Leere jedenfalls als beinahe noch deutlicher als erwartet. Wie eine eingemottete Filmkulisse postsowjetischer Lebenswelten lag Slawjansk im steilen Mittagslicht. Spätsowjetische Blocks, spätsowjetische Denkmäler und ab und zu eben ein streunender Hund, mehr war hier nicht zu sehen. Nur ferner Geschützdonner erinnerte manchmal daran, dass im Donbass Krieg herrscht." Weiter...


BBC News (06.07.2014)

http://www.bbc.com/news/world-europe-28185610

"Sloviansk: Turning point for Ukraine?"
Die Einnahme Slawjansks durch ukrainische Regierungstruppen könnte sich als Wendepunkt der Rebellion im Osten des Landes herausstellen, berichtet David Stern aus Kiew. Zum ersten Mal hätten die Regierungstruppen ihre militärische Überlegenheit demonstriert, zudem sei die bisherige Reaktion aus Moskau auffällig zurückhaltend. "Russian officials have typically condemned in the strongest terms past escalations in the violence. This time, however, aside from a call to re-establish a ceasefire, they have been more or less silent. This position may alter in the coming days. And the insurgents, after regrouping in Donetsk and Luhansk, say they will launch a counter-offensive. Whether or not the fall of Sloviansk and Kramatorsk were a turning point will only become clear later." Weiter...


Qantara (30.06.2014)

http://de.qantara.de/inhalt/interview-mit-dem-politologen-abdel-m
ottaleb-el-husseini-eine-mischung-aus-vakuum-und-vulkan

"Eine Mischung aus Vakuum und Vulkan"
Mona Sarkis im Gespräch mit dem libanesischen Journalisten Abdel Mottaleb El-Husseini "über die gegenwärtigen politischen Machtkonstellationen und Akteure im Zedernstaat". Weiter...


The Observer (05.07.2014)

http://www.theguardian.com/world/2014/jul/05/ukraine-slavyansk-ar
my-rebels-east

"Ukrainian troops retake key city of Slavyansk from rebels in east"
Das ukrainische Militär hat nach der Beendigung des Waffenstillstands und nach langer Belagerung die Separatistenhochburg Slowjansk eingenommen. Experten erwarten dem Observer zufolge, dass sich die Kämpfe nun noch stärker in urbane Zentren verlagern könnten. "Government troops surrounded Slavyansk at the end of May and since then have shelled the area almost daily, inflicting casualties among both the rebels and peaceful residents. The Observer was present in Slavyansk the day after rebels took control of the city and travelled there several times as Ukrainian troops tightened the ring around it. Tens of thousands of residents fled the city after water and electricity were cut off to most of the city in June as a result of the fighting, and both sides say civilians have been killed, including children. The nearby village of Semyonovka has been largely destroyed by shelling, with only a few dozen elderly residents struggling on. But despite the apparent victory for Kiev, Dmitry Tymchuk, a defence analyst with close ties to the Ukrainian military, warned the campaign could drag on. 'It will be many times more difficult to fight in regional centres where there is a huge number of peaceful residents,' he said, adding that the Russian border remains under rebel control in several places." Weiter...


Frankfurter Rundschau (05.07.2014)

http://www.fr-online.de/ukraine/ukraine-militaer-erobert-slawjans
k,26429068,27720168.html

"Militär erobert Slawjansk"
"Inmitten der Diskussion um neue Krisengespräche in der Ostukraine meldet die Regierung einen militärischen Durchbruch", berichtet die auch Frankfurter Rundschau über die aktuelle Entwicklung in der Ostukraine. "Nach wochenlangen verlustreichen Gefechten hat die ukrainische Armee die Separatistenhochburg Slawjansk zurückerobert. Die prorussischen Aufständischen hätten die strategisch wichtige ostukrainische Stadt nach intensiven Luftschlägen und Artilleriefeuer verlassen, sagte Bürgermeister Wladimir Pawlenko am Samstag der Agentur Interfax zufolge. Die Aufständischen bestätigten den Abzug." Weiter...


Telepolis (05.07.2014)

http://www.heise.de/tp/news/Korea-China-zieht-den-Sueden-vor-2250
116.html

"Korea: China zieht den Süden vor"
Wolfgang Pomrehn berichtet von Gesprächen zwischen Süd-Korea und China über das gemeinsame Ziel, eine atomwaffenfreie Zone auf der Halbinsel zu schaffen. "Chinas Präsident und Parteichef Xi Jinping hat am Donnerstag und Freitag einen zweitägigen Staatsbesuch im Nachbarland Südkorea absolviert. Das ist eigentlich keine weltbewegende Nachricht, wäre da nicht ein wichtiges Detail: Xi trifft sich seit seinem Amtsantritt im Frühjahr 2013, wie die Deutsche Welle gezählt hat, bereits zum vierten Mal mit seiner südkoreanischen Amtskollegin Park Geun-hye, hat aber andererseits bisher noch nicht mit Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong-un gesprochen. Und das, obwohl die beiden Länder formal enge Bündnispartner sind. Entsprechend müssen wohl die letzte Woche von Nordkorea durchgeführten Raketentests als eine Trotzreaktion gesehen werden. Beijing soll offenbar signalisiert werden, dass man die Ermahnungen der chinesischen Führung zu Zurückhaltung durchaus auch überhören kann." Weiter...


Neue Zürcher Zeitung (03.07.2014)

http://www.nzz.ch/international/kiews-dilemma-mit-den-russischen-
medien-1.18335568

"Kiews Dilemma mit den russischen Medien"
Wie kann die ukrainische Regierung dem Einfluss russischer Medien auf die Meinungsbildung im Land begegnen, fragt Rudolf Hermann in der Neuen Zürcher Zeitung. "Russische Medien, die auch in der Ostukraine konsumiert werden, vermitteln ein propagandistisch gefärbtes Bild der Ukraine. In Kiew steht man damit vor dem Problem, wie dieser Desinformation zu begegnen sei, ohne die Medienfreiheit zu erodieren." Weiter...


The Atlantic (02.07.2014)

http://www.theatlantic.com/international/archive/2014/07/michael-
mcfaul-what-turned-putin-against-the-us/373866/

"The Two Events That Turned Putin Against the U.S."
Der frühere US-Botschafter in Russland Michael McFaul ist sicher, dass der russische Präsident Putin durch zwei konkrete Ereignisse zu seiner letztlich "emotionalen" Entscheidung für die Intervention in der Ukraine getrieben worden sei. "The first was widespread protests against Putin in early 2012, which the Kremlin accused McFaul himself of organizing. 'But that was not the end of the story, because Putin is a great compartmentalist,' McFaul said. 'He'd say, 'I understand you’re trying to overthrow regimes in Syria and Iran and here,'' but still see ways to work on business deals or the chemical-weapons deal with America. The second event came during negotiations for a peaceful exit for Ukrainian President Viktor Yanukovych this winter. The American government was deeply involved in trying to broker a handover; Vice President Biden was on the phone with Yanukovych. Then the Ukrainian leader suddenly fled the country. 'Putin thought that yet again the Americans had duped him. That’s when he said, 'I’m done worrying about what they think about me.''" Weiter...


Carnegie Europe (02.07.2014)

http://www.carnegieeurope.eu/strategiceurope/?fa=56054

"Europe Torn Apart in the Asian Century?"
Jan Techau fürchtet, dass Europa im kommenden "Asiatischen Jahrhundert" zwischen der traditionellen Allianz mit den USA und den wirtschaftlichen Aussichten in Asien auseinander gerissen werden könnte. "In the worst case, Europe could end up being a very big Ukraine. And just like Ukraine, Europe could then be forced to make terrible choices between two blocs that would tear it apart. To be sure, such a scenario is perhaps simplistic, and it is certainly not just around the corner. But some of its building blocks are already in place: a weakened U.S. interest in European affairs, an increased Chinese presence and political investment in Europe, and diminishing European aspirations and capabilities on the global stage." Weiter...


Die Welt

http://www.welt.de/regionales/koeln/article129636509/Deutsche-Sal
afisten-Szene-waechst-rasant.html

4. Länderstudien "Dezentralisierung und Subsidiarität! Der in Kiew lebende Schriftsteller und Journalist Mykola Rjabtschuk, Mitbegründer der Kiewer Monatszeitschrift Krytyka, schreibt für die Zeitschrift Osteuropa einen Text "Wider die Föderalisierung á la russe". "In der Ukraine ist der Ruf nach einer Föderalisierung des Landes laut geworden. Ihre Verfechter sehen darin einen Weg, die Spannungen zwischen den Regionen zu reduzieren. Gegner befürchten die Zunahme zentrifugaler Tendenzen. Moskau propagiert die Föderalisierung, um so Einfluss auf die Ukraine zu behalten oder gar um das Land nach dem Beispiel Bosniens zu lähmen. Statt über Föderalisierung à la russe nachzudenken, sollte Kiew funktionierende staatliche Institutionen aufbauen und Reformen zur Dezentralisierung und Stärkung der Selbstbestimmung auf kommunaler und regionaler Ebene beginnen. Das wäre der wichtigste Beitrag zur Stärkung der Staatlichkeit und der Demokratie." http://www.osteuropa.dgo-online.org/issues/issue.fulltext.2014.1403771580000.15" Osteuropa vom 01.07.2014 "Japan Ends Ban on Military Self-Defense" Japan hat sich von seinem 70 Jahre andauernden sicherheitspolitischen Pazifismus verabschiedet und wird sein Militär nach einer Verfassungsänderung künftig auch im Ausland einsetzen dürfen. Kirk Spitzer berichtet, dass die Änderung nach Ansicht von Experten keine grundlegende Änderung der japanischen Außenpolitik einleiten werde. "(...) in many ways, the new policy merely formalizes the linguist sleight-of-hand that has allowed an officially pacifist nation to maintain a military of 250,000 well-trained and well-equipped troops in the first place. 'This is not a game changer,' says Brad Glosserman, executive director of the Pacific Forum CSIS in Honolulu. 'The Japanese have always been able to find a way to do whatever was needed to defend their interests and meet their obligations under the U.S.-Japan Security Treaty. What this does is allow them to do things more openly.'" http://time.com/2946076/japan-ends-ban-on-military-self-defense/"TIME.com vom 01.07.2014 4.1 Israel / Palästina "In Israel sind offenbar immer die Opfer schuld" Henryk M. Broder kritisiert die deutschen Medien wegen ihrer "mitleidlosen" und "voreingenommenen" Berichterstattung über die Entführung der nun tot aufgefundenen israelischen Jugendlichen. "Man wird schnell fündig. Die Talmud-Schüler, Religions-Studenten, Siedler-Kinder und deren Eltern tragen sowohl das Risiko wie die Verantwortung für das, was ihnen zugestoßen ist. Die Berichterstattung ist geprägt von Mitleidlosigkeit, Ignoranz, präpotenter Besserwisserei und einer Voreingenommenheit, die man sich nie erlauben würde, wenn es drei deutsche Touristen bei einer Safari im Jemen erwischt hätte." http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article129675711/In-Israel-sind-offenbar-immer-die-Opfer-schuld.html"Die Welt vom 01.07.2014 "Netanyahu shows restraint in response to murders" Ben Caspit stellt fest, dass der israelische Premierminister Netanjahu in seiner Reaktion auf den Mord an drei israelischen Teenagern bislang relative "Zurückhaltung" an den Tag gelegt habe. "The most fundamental question is how the parties will emerge from this event. Is it another pinpoint, tactical incident that will be forgotten in a few days or weeks? Will we all revert to business as usual, continuing to monitor the exploits of ISIS in Iraq and the struggle of the Egyptian President Abdel Fattah al-Sisi? Or will this be a watershed event that will alter the current reality, bringing about the end of the reconciliation between Fatah and Hamas and perhaps giving rise to new options to the parties? In the Middle East, as is always the case, we will find out only when the time comes." http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2014/07/netanyahu-olmert-kidnapping-murder-military-operation-hamas.html#"Al-Monitor vom 01.07.2014) "Israel wants to go after Hamas, but doesn’t want all-out war with Gaza" Auch Avi Issacharoff schreibt, dass Israel nach dem Mord an den drei Teenagern gegen die mutmaßlich verantwortliche Hamas vorgehen, einen erneuten Krieg in Gaza aber vermeiden wolle. "If Israel wants to take action against the Hamas leadership, the central address was and remains the Gaza Strip, even if there’s no proof at this stage of a connection between the terror cell that kidnapped and killed Eyal Yifrach, Gil-ad Shaar, and Naftali Fraenkel, and the heads of Hamas in the Strip. However, despite the pressure of public opinion in Israel for a response to the killings, Jerusalem is concerned about targeting the Hamas leadership in Gaza because of the fear of escalation. The price of a dramatic upsurge in action against Hamas, or of efforts to bring down the Hamas leadership, will be dozens of missiles on Israel’s central Dan region and even further north." http://www.timesofisrael.com/israel-wants-to-go-after-hamas-but-doesnt-want-all-out-war-with-gaza/"The Times of Israel vom 01.07.2014 "So, how many Palestinians should we kill?" Marc Goldberg fürchtet, dass Israel in seiner Reaktion auf den Tod der drei Teenager die eigene Humanität aufs Spiel setze. "We’ll build more settlements in the name of our dead, we’ll continue sweeps of arrests and send soldiers into the hearts of Palestinian towns and cities (as we already have) and we’ll launch even more aerial bombing raids. We’ll make sure that all Palestinians know that we blame every last one of them for this crime. There’ll be arrests and there will be riots and there will be more dead and at the end of it all we’ll be in exactly the same place we’re in now. (...) We must find the killers of our boys. But all of the time remember that there is no magic number of terrorists we can kill that will end the violence. There is no military operation that will prevent future kidnappings, bombings and violence. Only a negotiated settlement can do that." http://blogs.timesofisrael.com/so-how-many-palestinians-should-we-kill/"The Times of Israel vom 01.07.2014 "Netanyahu calls on police to quickly find culprits, motive for murder of Arab youth" Der israelische Premierminister Netanjahu habe den Mord an einem palästinensischen Jugendlichen verurteilt und Aufklärung versprochen, berichtet die Jerusalem Post. "Palestinian Authority President Mahmoud Abbas called on Netanyahu to make an outright condemnation of the killing of the Arab youth, Palestinian news agency Ma'an reported. Abbas demanded that Netanyahu denounce what he said was the kidnapping and murder of the 16-year-old. He also blamed the current atmosphere of tensions in the region on Israel, calling for 'real action' to prevent attacks by settlers." http://www.jpost.com/National-News/Netanyahu-calls-on-police-to-quickly-find-culprits-motive-for-murder-of-Arab-youth-361251"Jerusalem Post vom 02.07.2014 4.2 US-Außenpolitik "Dann setzte er diesen scheußlichen Grinser auf" Die Welt im Gespräch mit dem Regisseur Errol Morris, dessen neuester Dokumentarfilm "The Unknown Known" jetzt in die Kinos kommt. Morris beschäftigt sich in seinem jüngsten Werk mit dem Wirken des ehemaligen US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld. "Donald Rumsfeld darf reden. Viel reden. In Errol Morris' Dokumentation 'The Unknown Known' – ab Donnerstag im Kino – feiert sich der ehemalige US-Verteidigungsminister als Kriegsheld und Retter Amerikas. Dokumentarfilmer Morris ('The Fog of War') ist für seine kritischen Arbeiten bekannt. Diesmal will er, dass sich das Objekt seiner Untersuchung selbst entlarvt: Rumsfeld spricht und verzieht dabei keine Miene. Wie reagiert man darauf als Interviewer?" http://www.welt.de/kultur/kino/article129619658/Dann-setzte-er-diesen-scheusslichen-Grinser-auf.html"Die Welt vom 30.06.2014 "America's Ukraine-Policy Disaster" James W. Carden wirft US-Präsident Obama vor, in der Ukraine gleich mehrere sicherheitspolitische Fehler begangen zu haben. "(...) President Obama’s Ukraine policy, which unfortunately seems aimed at a) intentionally provoking or diminishing Russia and b) unintentionally weakening the long-term viability of the European Union, has ultimately resulted in strengthening our main geopolitical rival’s hand—that of China. We should reverse course. Critics will no doubt cry, 'We cannot abandon Ukraine!' What they miss is that Ukraine was never — and will never be — ours to win or lose. We are the keepers and guardians of our own national security and, yes, our own sphere of influence—but Ukraine never was, and never will be, a part of that." http://nationalinterest.org/feature/americas-ukraine-policy-disaster-10790"The National Interest vom 02.07.2014 "Whose Security? - How Washington Protects Itself and the Corporate Sector" Noam Chomsky ist davon überzeugt, dass es in der amerikanischen Sicherheitspolitik der vergangenen Jahrzehnte letztlich nie um die Sicherheit der Bevölkerung, sondern immer um die politischen und ökonomischen Interessen der herrschenden Elite gegangen sei. Dies treffe aktuell nicht nur auf den NSA-Skandal, sondern auch auf die Klimapolitik und die Atomwaffenstrategie der US-Regierung zu. "What about the security of the population? It is easy to demonstrate that this is a marginal concern of policy planners. Take two prominent current examples, global warming and nuclear weapons. As any literate person is doubtless aware, these are dire threats to the security of the population. Turning to state policy, we find that it is committed to accelerating each of those threats - in the interests of the primary concerns, protection of state power and of the concentrated private power that largely determines state policy." http://www.tomdispatch.com/post/175863/tomgram%3A_noam_chomsky%2C_america%27s_real_foreign_policy/"TomDispatch vom 01.07.2014"Deutsche Salafisten-Szene wächst rasant"
Die Welt berichtet über eine Kölner Expertentagung zur Entwicklung der islamistischen Radikalisierung in Deutschland. "Der Zulauf zu den Salafisten bereitet vielen Sorge. Aber wie gefährlich ist die Bewegung wirklich? Was zieht die Jugendlichen an? Eine Expertentagung in Bonn widmet sich der islamistischen Radikalisierung." Weiter...


The Time (01.07.2014)

http://time.com/2946076/japan-ends-ban-on-military-self-defense/"
TIME.com

"Japan Ends Ban on Military Self-Defense"
Japan hat sich von seinem 70 Jahre andauernden sicherheitspolitischen Pazifismus verabschiedet und wird sein Militär nach einer Verfassungsänderung künftig auch im Ausland einsetzen dürfen. Kirk Spitzer berichtet, dass die Änderung nach Ansicht von Experten keine grundlegende Änderung der japanischen Außenpolitik einleiten werde. "(...) in many ways, the new policy merely formalizes the linguist sleight-of-hand that has allowed an officially pacifist nation to maintain a military of 250,000 well-trained and well-equipped troops in the first place. 'This is not a game changer,' says Brad Glosserman, executive director of the Pacific Forum CSIS in Honolulu. 'The Japanese have always been able to find a way to do whatever was needed to defend their interests and meet their obligations under the U.S.-Japan Security Treaty. What this does is allow them to do things more openly.'" Weiter...


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