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Deutschland und die Weltwirtschaft
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Fakten

Unternehmerischer Erfolg kann anhand verschiedener Größen gemessen werden. Ein wichtiger Indikator ist die Rentabilität. Da die Verlagerung wirtschaftlicher Aktivitäten häufig damit begründet wird, dass diese die Wettbewerbsfähigkeit steigern und dadurch den Bestand des Unternehmens sichern würde, stellt sich die Frage, wie sich die Verlagerung auf die Rentabilität der Unternehmen auswirkt.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das Rentabilitätsniveau der Unternehmen, die wirtschaftliche Aktivitäten ins Ausland verlagern, nicht höher als das der nicht verlagernden Unternehmen. Für die Jahre 2003 bis 2007 gilt dies sowohl für die mittleren Unternehmen (100 bis 499 Beschäftigte) als auch für die großen Unternehmen (500 und mehr Beschäftigte). Im Jahr 2007 erreichten die mittleren verlagernden Unternehmen 95 Prozent und die großen verlagernden Unternehmen 75 Prozent des Rentabilitätsniveaus der nicht verlagernden Unternehmen gleicher Größe.

Allerdings konnten die mittleren verlagernden Unternehmen ihre Rentabilität zwischen 2003 und 2007 um 48 Prozent steigern. Dadurch verringerte sich der Abstand zu den mittleren nicht verlagernden Unternehmen, deren Rentabilität mit 36 Prozent deutlich schwächer wuchs. Hingegen nahm bei den großen Unternehmen die Rentabilität bei den nicht verlagernden Unternehmen stärker zu als bei den verlagernden Unternehmen (42 gegenüber 33 Prozent).

Die erwarteten Effizienzvorteile einer internationalen Arbeitsteilung schlagen sich somit nicht zwangsläufig in einer höheren Rentabilität nieder. Eine mögliche Ursache ist darin zu sehen, dass bei den Unternehmen mit Auslandsverlagerungen in stärkerem Umfang Leistungen erbracht werden, die eher investiven Charakter haben. Solche Leistungen, wie zum Beispiel Investitionen in die Qualifikation der Mitarbeiter oder Ausgaben für Forschung und Entwicklung wirken sich eher langfristig auf den Unternehmenserfolg aus.

Für diese These spricht, dass im Jahr 2007 der finanzielle Aufwand für Forschung und Entwicklung der Unternehmen mit Auslandsaktivitäten fast doppelt so hoch war wie der entsprechende Aufwand der nicht verlagernden Unternehmen (5.100 Euro gegenüber 2.600 Euro je Beschäftigten). Zwar erhöhten auch die nicht verlagernden Unternehmen ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung je Beschäftigten von 2003 bis 2007 um insgesamt 17 Prozent. Bei den Unternehmen mit Auslandsengagement war in diesem Zeitraum der entsprechende Anstieg mit 29 Prozent jedoch deutlich stärker.

Datenquelle

Statistisches Bundesamt: Verflechtung deutscher Unternehmen mit dem Ausland 2009

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Der Produktionswert gibt den Wert der von einer Wirtschaftseinheit produzierten Güter an (Waren und Dienstleistungen). Werden von dem Produktionswert die Vorleistungen, also die nicht dauerhaften Produktionsmittel einer Produktion, abgezogen, ergibt sich die Bruttowertschöpfung. Der Bruttobetriebsüberschuss ergibt sich aus der Differenz zwischen der Bruttowertschöpfung und den Personalkosten. Die Rentabilität entspricht hier dem Bruttobetriebsüberschuss je Beschäftigten.

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Statistisches Bundesamt


Rentabilität (Bruttobetriebsüberschuss je Beschäftigten) in der Industrie


Nach Verlagerungsstatus, in absoluten Zahlen, 2003 bis 2007

  2003 2004 2005 2006 2007 Veränderungs-
rate 2007 zu
2003, in %
Rentabilität in Euro*
alle Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten
nicht verlagert 15.632 17.780 18.334 19.996 21.546 38
verlagert 13.753 16.039 15.897 18.517 19.641 43
  Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten
nicht verlagert
14.522 16.561 17.018 18.743 19.679 36
verlagert 12.607 14.739 14.902 17.138 18.705 48
  Unternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten
nicht verlagert
20.392 22.941 23.828 25.066 28.911 42
verlagert 16.217 18.802 18.021 21.411 21.577 33

* arithmetisches Mittel

Quelle: Statistisches Bundesamt: Verflechtung deutscher Unternehmen mit dem Ausland 2009

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