Armut

A. ist eine Situation wirtschaftlichen Mangels. Zu unterscheiden sind:

1. Objektive A., d. h. einzelne Personen, Gruppen oder (Teile von) Bevölkerungen sind nicht in der Lage, ihr Existenzminimum aus eigener Kraft zu bestreiten.

2. Subjektive A. liegt vor, wenn ein Mangel an Mitteln, die der individuellen Bedürfnisbefriedigung dienen, empfunden wird.

3. Absolute A. bedroht die physische Existenz von Menschen unmittelbar (bspw. durch Verhungern oder Erfrieren) oder mittelbar (bspw. aufgrund mangelnder gesundheitlicher Widerstandskraft).

4. Relative A., d. h. das Unterschreiten des sozio-kulturellen Existenzminimums (oft gleichgesetzt mit der Bedrohung der Menschenwürde).

Hauptursache zunehmender A. in D, insbesondere in Form der Alters-, Frauen-, Kinder-A., ist die hohe Arbeitslosigkeit.


Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 6., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.




 

Lexika-Suche

Dossier: Stadt und Gesellschaft

Segregierte Stadt

Nicht jede Form von Segregation wird als ein Problem angesehen. Die Wiederspiegelung sozialer Ungleichheit und Diskriminierung in einer ungleichen Verteilung der Bevölkerung auf Stadtviertel mit unterschiedlichen Wohn- und- Lebensqualitäten allerdings droht Orte des sozialen Auschlusses entstehen zu lassen. Weiter...