Sozialprodukt

S. bezeichnet die Summe aller wirtschaftlichen Leistungen einer Volkswirtschaft (i. d. R. bezogen auf ein Jahr), d. h. aller Güter und Dienstleistungen, die investiert, gegen ausländische Güter und Dienstleistungen getauscht oder verbraucht wurden. Das S. ist daher Ausdruck der quantitativen Leistungskraft einer Volkswirtschaft, es dient als Maß für die Wohlstandsentwicklung eines Landes, als Vergleichsgröße (z. B. gegenüber anderen Ländern) und liefert Informationen über die Zusammensetzung einer Volkswirtschaft (Wirtschaftsstruktur) und die Konjunkturentwicklung. In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wird unterschieden zwischen:

1. Entstehungsrechnung (d. h.: Wer hat das S. produziert?),

2. Verwendungsrechnung (d. h.: Wofür ist das S. ausgegeben worden?) und

3. Verteilungsrechnung (d. h.: Wer hat welchen Anteil am S.?).

PolLex_G_283_Sozialprodukt.jpgSozialprodukt

Siehe auch:
Wirtschaftspolitik

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 6., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.




 

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