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1.6.2005 | Von:
Sandra Gruescu
Bert Rürup

Nachhaltige Familienpolitik - Essay

Schlussbemerkung

Eine nachhaltige Familienpolitik, d.h. eine Familienpolitik, die gleichermaßen eine Steigerung der Erwerbstätigkeit von Frauen wie auch bessere Voraussetzungen für (mehr) Kinder zum Ziel hat, ist aus ökonomischer Sicht erforderlich, weil:

erstens die Bevölkerungsschrumpfung und damit die Verringerung des Erwerbstätigenpotenzials negative Effekte auf das wirtschaftliche Wachstum hat;

zweitens Kinder - als zukünftige Erwerbstätige - positive externe Effekte für die Gesellschaft haben und

drittens Armut in Familien - insbesondere bei Alleinerziehenden hauptsächlich hervorgerufen durch die Nicht-Erwerbstätigkeit von Müttern - die zukünftigen Chancen von Kindern vermindert und zu negativen externen Effekten führt.

Das Elterngeld wirkt nicht im luftleeren Raum. Damit es den gewünschten Erfolg hat, muss es mit eltern- und kindgerechter Infrastruktur in Form von guter und gut ausgebauter Kinderbetreuung und flexiblen, d.h. familienorientierten Arbeitszeiten unterstützt werden.