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27.11.2009 | Von:
Katja Glaesner

Angela Merkel - mit "Soft Skills" zum Erfolg?

Vertrauen

Beim Thema Vertrauen rückt die Beziehung zu Kollegen und Untergebenen in den Fokus. Hierbei ist es von Bedeutung, dass sich Führungskraft und Mitarbeiter gegenseitig aufeinander verlassen können. Infolgedessen kann eine von Respekt und Loyalität geprägte Atmosphäre entstehen. Hierbei spielt auch Teamfähigkeit eine Rolle. Denn alle Beteiligten sollten die Gelegenheit bekommen, ihren Standpunkt darzulegen. In einem solchen vertrauensvollen Klima, können dann neue Ideen entwickelt und Probleme gelöst werden. Als Angela Merkel 1999 Helmut Kohls Entmachtung mit vorantrieb, war dies zwar notwendig, aber als sein "Mädchen" gewann sie durch dieses Vorgehen - von Vielen als "Vatermord" bezeichnet -, sicherlich nicht an Vertrauen innerhalb der eigenen Partei.

Ganz im Gegensatz dazu drückt sich in ihrer jetzigen Position als Kanzlerin in der fast täglich angesetzten "Morgenlage" Vertrauen aus. Bei diesem Treffen engster Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter auch stets Angela Merkels langjährige Vertraute und Büroleiterin Beate Baumann, werden aktuelle Themen offen diskutiert. Für eine halbe Stunde igeln sich die Beteiligten ein, und nichts des Besprochenen dringt an die Öffentlichkeit. Eine solche Diskretion schafft eine robuste und belastbare Führungssituation.


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